Saison der Saarländer Winterspezialität endet voraussichtlich bereits Mitte März

"Etwa 30% Mengenverlust beim Löwenzahn"

Die Erzeuger und Händler im Bereich des Löwenzahns bereiten sich nun auf die Hochsaison vor: Denn rundum die Fastnacht wird die Saarländer Gemüsespezialität traditionell in großen Mengen vermarktet. Die diesjährige Saison verzeichnet dennoch einen beträchtlichen Mengenverlust, weswegen das Treibgemüse wohl einige Wochen früher als üblich zur Neige gehen wird, prognostiziert Klemens Morguet, Fachhändler und Inhaber der Lisdorfer Frischgemüse GmbH.

Anfang November trafen die ersten Lieferungen bereits am regionalen Großmarkt Saarbrücken ein, nun nähert die Saison langsam aber sicher Ihrem Höhepunkt. Im Februar und März gibt es das Treibgemüse normalerweise in Hülle und Fülle und rundum die Fastnacht legt der Absatz nicht selten über 50 Prozent zu, weiß Morguet. „Im Vergleich zu anderen Jahren steht nun dennoch deutlich weniger Ware zur Verfügung, der Mengenverlust beläuft sich sogar auf etwa 30 Prozent. Dementsprechend sehen wir derzeit eine recht hochpreisige Situation, weswegen auch die Nachfrage etwas zurückbleibt.“

Früher Ausklang der Saison
Die beträchtlichen Ernteeinbuße werden voraussichtlich auch zu einem frühzeitigen Saisonsausklang führen, meint Morguet. „Normalerweise wird der Löwenzahn bis Ende März-Anfang April im Fachhandel angeboten. Aufgrund der aktuellen Versorgung schätze ich mal, dass es spätestens bis Mitte März keinen Saarländer Löwenzahn mehr geben wird.“

Die Lisdorfer Frischgemüse GmbH ist eine genossenschaftlich strukturierte Großhandelsfirma und bezieht den Löwenanteil ihrer Gemüse-Auswahl direkt von regionalen Erzeugern. Der Löwenzahn ist das regionale Aushängeschild des Portfolios und wird vorwiegend an Marktbestücker, Facheinzelhändler und regionale Globus-Filialen angeboten. „Der Löwenzahn wird nach der Ernte von Hand geputzt und überwiegend lose in 2kg-Kisten gepackt. Der Anbau sowie die Vermarktung konzentriert sich bereits seit 50-60 Jahren hauptsächlich auf das Saarland, in anderen Bundesländern wird er dagegen kaum angeboten.“

Saarland vs. Frankreich
Nichtsdestotrotz bietet der Fachgroßhändler parallel zu den regionalen Erzeugnissen ergänzend französische Ware an. Rein qualitativ betrachtet seien die beiden Kulturen jedoch unvergleichbar: „Der französischer Löwenzahn ist viel grober, dunkelgrüner und geschmacklich bitterer. Darüber hinaus sind die Saarländer Erzeugnisse nicht selten um die Hälfte kleiner.“ Obwohl der französischer Löwenzahn meist länger am Markt erhältlich ist, konzentriert dessen Vermarktung sich ebenfalls auf den Winter. „Sobald die Ware aus dem Saarland ausverkauft ist, wird auch der französische Löwenzahn kaum vermarktet.“

Weitere Informationen: 
Lisdorfer Frischgemüse Handelsgesellschaft m.b.H.
Klemens Morguet
Überherrnerstraße 17
D-66740 Saarlouis
Telefon:+ 49 (0) 6831 40621
Großmarkt Saarbrücken:+ 49 (0) 681 67679
E-Mail: info@lfg-lisdorf.de  
Internet: www.lfg-lisdorf.de  


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