Andreas Frey (Gemüsebau Frey) zur aktuellen Saison:

"Lieferengpass beim süddeutschen Feldsalat führt zum Warenbezug aus Norddeutschland"

Der Feldsalat ist eine der beliebtesten Winterkulturen die sich im deutschem Anbau etablieren können. Vor allem im süddeutschen Raum verzeichne der Anbau sowie der Konsum des Blattgemüses von Jahr zu Jahr erfreuliche Zuwachsraten. Kurz vor Weihnachten schießt der Bedarf üblicherweise noch einmal in die Höhe. Aufgrund der Qualitätseinbußen im süddeutschen Anbau sowie der niedrigen Erträge in den südeuropäischen Anbaugebieten gefährden beträchtliche Lieferengpässe das diesjährige Weihnachtsgeschäft, sieht Andreas Frey, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens mit Sitz am Karlsruher Großmarkt.


Das Team der Gemüsebau Frey GmbH am Großmarktstand in Karlsruhe. Inhaber Andreas Frey (l) sieht einen stetig wachsenden Bedarf an taufrischem, regionalem Feldsalat.

Der Großhändler ist bemüht dem süddeutschen LEH erstklassiges Obst und Gemüse aus der Pfalz anzubieten und hat sich innerhalb von wenigen Jahren zum festen Dienstleister mehrerer namhaften Ladenketten etablieren können. 

Anfang November fiel der Startschuss der diesjährigen Feldsalaternte in Süddeutschland. Hohe Temperaturen und anhaltender Niederschlag führten zu Qualitätseinbußen auf den Feldern der führenden süddeutschen Erzeugerbetriebe in Sachen Feldsalat. „Ab dieser Woche sind die Lieferengpässe im Handel bereits zu bemerken: Der süddeutsche Lebensmitteleinzelhandel hat bereits große Mengen aus Norddeutschland zugekauft, weil auch Frankreich und Italien zu wenig Ware zur Verfügung steht“, skizziert Frey.

Belieferung des regionalen LEH
Der Karlsruher Großhändler pflegt seit einigen Jahren eine enge Partnerschaft mit dem regionalen Erzeugerbetrieb Zapf, von dem exklusiv Feldsalat und Babyspinat bezogen werden. Mittlerweile sind die Erzeugnisse bei vielen süddeutschen Edeka sowie Hypermarkt-Filialen gelistet. Während der Hochsaison wird etwa 500-600 kg Feldsalat am Tag disponiert, am Wochenende sogar noch etwas mehr. Noch sei der Handelsbetrieb in der Lage die Programme mit regionalen Erzeugnissen zu erfüllen, so Frey. „Die nächsten 1-2 Wochen werden für uns ausschlaggebend.“


Frischer Feldsalat 

Steigender Bedarf im Handel
Langfristig betrachtet sei der Bedarf an frischem, regionalem Feldsalat in den letzten Jahren massiv angestiegen. „Die Nachfrage ist ganz klar da. Ich würde sogar von einem jährlichen Zuwachs um 10-12 Prozent sprechen“, heißt es weiter. Es gäbe dennoch gemäß Frey Luft nach oben für die deutsche Feldsalatbranche. Es sei am POS noch Aufklärungsbedarf vorhanden, denn Feldsalat ist nicht gleich Feldsalat. „Die Freilanderzeugnisse - welche hier in der Region bevorzugt angebaut sowie konsumiert werden - haben eine festere, härtere Struktur. Der am Bodensee beliebtere Gewächshaus-Feldsalat ist dahingegen etwas weicher und hat einen anderen Geschmack.“


Als spezialisierter Handelspartner in Sachen Feldsalat veranstaltete die Gemüsebau Frey GmbH am 3. Dezember erstmalig ein Feldsalat-Seminar am Karlsruher Großmarkt. 

Babyspinat: Saison bereits ausgelaufen
Während die Feldsalatkampagne derzeit auf Hochtouren läuft, sei die Saison des regionalen Babyspinats bereits ausgelaufen. Die Umschlagsmenge sei vergleichsweise niedriger wie beim Feldsalat: "Darüber hinaus ist der Babyspinat auch kein typischer Winterartikel. Im Sommer verkaufen wir deutlich mehr als jetzt im Winter", heißt es abschließend. 

Weitere Informationen:
Gemüsebau Frey GmbH
Geschäftsführer: Andreas Frey
Waldhof 1, 76889 Kapsweyer (Hauptsitz)
Telefon: 06340 / 20 5 -
Telefax: 06340 / 91 92 12
E-Mail: info@gemuesebau-frey.de  
www.gemuesebau-frey.de     


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