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Andreas Schindler (Potato Joe) sieht gute Vermarktungschancen für lateinamerikanische Süßkartoffeln

"Gute Ausgangslage für lateinamerikanische Süßkartoffeln am europäischen Markt"

Der globale Süßkartoffelkonsum verzeichnet jedes Jahr beträchtliche Wachstumsraten: Bislang wurde das exotische Wurzelgemüse vorwiegend aus USA sowie Südeuropa importiert, mittlerweile gewinnen auch andere Bezugsländer, z.B. in Lateinamerika, rasch an Bedeutung. Der Hamburger Andreas Schindler – die treibende Kraft hinter etablierten Fruchtmarken wie Don Limon & Gilbert Grape – entschied sich vor rund fünf Jahren für die Süßkartoffel aus Lateinamerika. Projekte in Indien und Afrika ergänzen das Portfolio. Er sieht gute Vermarktungschancen für die tropische Knolle aus Schwellenländern, gerade während der kalten Jahreszeit.

Seit mehr als fünf Jahren ist das Hamburger Unternehmen mit der Produktion von Süßkartoffeln in Zentralamerika aktiv. Projekte zur nachhaltigen Entwicklung in Kooperation mit den deutschen Bundesministerien tragen zu einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung bei – insbesondere in Honduras.


Produzenten in Lateinamerika.

Arbeit und Einkommen schaffen
Unter dem Label Potato Joe landen die Knollen letztendlich im globalen LEH. „Wir sind hier Produzent und Exporteur  und wir kümmern uns auch um die Qualitätskontrolle und den sozialen Impakt vor Ort. Die Produktion von Süßkartoffeln ist unseres Erachtens eine gute Möglichkeit um in den Regionen um die Wendekreise (dem sogenannten Solarbelt) Arbeit und Einkommen zu schaffen. Vermarktet wird vorwiegend auf den Märkten in der nördlichen Hemisphäre. Die Produktion aus subtropischem Anbau kann fast das ganze Jahr so gesteuert werden, dass keine Energie für Lagerung und Kühlung aufgebracht werden muss. Ca. 150 Tage nach dem Pflanzen erreichen die Süßkartoffeln die Konsumenten, das ist natürlich ein Vorteil. In den Gebieten mit mediterranem Klima müssen die Kulturen gelagert werden, um die Lieferfenster zu erweitern“, erläutert Schindler.

Der Absatz von Süßkartoffeln hat enormes Potenzial, nicht nur in Europa sondern auf der ganzen Welt. Vor allem die orangefleischigen Knollen (Beauregard und Covington) sei beim Konsumenten in Nordamerika sowie Europa sehr gefragt. Das Produkt wird dennoch auch in Lateinamerika sowie Afrika in großen Mengen auf den inländischen Märkten konsumiert, weiß Schindler. „Unser Grundgedanke ist es, dass man das Know-how der lokalen Vermarktung braucht um überhaupt im Export arbeiten zu können. In Nicaragua isst man fast überhaupt keine Süßkartoffel, deshalb lässt sich die Ware die nicht für den Export geeignet ist schwierig lokal am dortigen Markt absetzen.“


Bislang gibt es Anbauprojekte in Honduras, Guatemala und Costa Rica. Aufgrund der boomenden Nachfrage haben mittlerweile auch andere Schwellenländer – wie Westafrika, Indien und Brasilien – Interesse am Anbau von Süßkartoffeln geäußert.

Gute Vermarktungschancen in Europa
Nach einem guten Saisonstart mit europäischer Produktion im August waren die Märkte recht aktiv bis in den November hinein. Auch die Import Saison aus Ägypten war zu Beginn erfolgreich, manifestiert sich jedoch seit Mitte Oktober in Überversorgung und sehr niedrigen Preisen. "Wir sehen im neuen Jahr wieder gutes Potenzial mit qualitativ hochwertiger Ware die Märkte wieder auf ein preislich akzeptables Niveau zu heben."

Schindler ergänzt: „Die Qualität der Ware ist überaus gut sowie die zur Vermarktung stehende Menge. Das Einzige das uns Sorgen macht, ist der boomende Bedarf. Im letzten Frühjahr hatten wir bereits mit beträchtlichen Preiserhöhungen zu rechnen weil es in der USA zu Lieferengpässen kam. Dieses hohe Preisniveau hat sich bis in den August hinein durchgezogen: Das zieht natürlich wieder neue Lieferanten aus zuvor nicht vertretenen Ländern an. Wir fürchten deshalb langfristig Überangebote in den kommenden Jahren.“


Süßkartoffeln während des Anbauprozess

Nichtsdestotrotz sei die Ausgangslage für die tropische Süßkartoffel aufgrund der aktuellen Erwartungen recht erfreulich. Denn die Ägyptische Saison sei größtenteils vorbei, nun wird Ware aus der USA gefragt. „Wir gehen davon aus dass tropische Ware bzw. Süßkartoffeln zwischen Dezember und Februar guten Anklang finden werden. Die Preise sind im Moment akzeptabel und wir glauben auch dass diese Preissituation auf dem jetzigen Niveau bleibt.“ Seitens der Vermarktung seien Großbritannien und Südeuropa (Spanien, Italien, Frankreich) die bedeutendsten europäischen Wachstumsmärkte, so Schindler. 

Potato Joe ist eine globale B2B-Marke die für ein globales Supply Chain-Management und sozialen Impakt steht. Die Produktverpackung wurde dieses Jahr neu entwickelt: „Wir haben den Druckfarbenverbrauch erheblich reduziert und das vollständige Design etwas abgeändert.“

Nächster Schritt: Deutsche Süßkartoffeln für den lokalen Markt
Auch in Deutschland verzeichnet der Süßkartoffelmarkt ein stetiges Wachstum: Parallel zum boomenden Konsum entstehen auch nach und nach die ersten größeren Erzeugerbetriebe die sich auf den Süßkartoffelanbau spezialisieren. „Auch wir möchten in naher Zukunft Süßkartoffeln in Deutschland produzieren und haben bereits in Norddeutschland die ersten Testläufe aufgezogen. Der Grundgedanke hinter unserem Label Potato Joe ist es auch, Süßkartoffeln auf globaler Ebene zu produzieren sowie zu vermarkten. Wir wollen also einen ganzheitlichen Ansatz bieten, damit wir ganzjährig in vielen Ursprungsländern ernten können“, heißt es abschließend.

Evangeline ist eine Sorte die sich vor allem im lateinamerikanischen Raum rasch etabliert. Der Produktausfall während der Aufbereitung, des Transports sowie am POS sei letztendlich deutlich niedriger im Vergleich zu herkömmlichen Sorten. Vor allem auf den großen Absatzmärkten findet diese Sorte guten Anklang.

Weitere Informationen:
Andreas Schindler
Pilz Schindler GmbH
Tel.: +49 (0)40 - 3095499-45
Fax: +49 (0)40 - 3095499-60
Web: www.don-limon.de
www.pilz-schindler.de