Definitiver Fund und neuer Verdacht auf ToBRFV in Westland

Der Fund des Tomato Brown Rugose Fruit Virus (ToBRFV) in Westland wurde am 17. Oktober definitiv bestätigt. Ministerin Carola Schouten für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität (LNV) schreibt dies in einem Brief an das Repräsentantenhaus nach einem Bericht des niederländischen Amts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (NVWA).

Der Bericht gibt an, dass der Virus am 7. Oktober in einem 2,8 Hektar großen Gewächshaus gefunden wurde, wo 8% der Pflanzen die Symptome des Virus zeigten. Die Tomaten reiften auch langsamer.

Die NVWA hat auch eine Infektion mit dem Pepino Mosaic Virus (PepMV) bei den Kulturpflanzen feststellen können. Die Symptome könnten auch vom PepMV oder einer gemischten Infektion mit beiden Viren ausgehen.

Die NVWA gibt an, dass die vermutete Infektion mit ToBRFV auf DAS-ELISA, biologischen Tests und rtPCR Testergebnissen basiert. Die ersten Symptome wurden von einem Inspektor am 1. Oktober bei einer spezifischen Untersuchung bei niederländischen Anbauunternehmen beobachtet.

Vorher ging es um einen 'ernsten Verdacht'. Ferner wird jetzt von einem zweiten Verdacht berichtet, auch in Westland. Gründe genug für NOS und andere nationale Medien, einschließlich 'De Telegraaf', zu berichten, dass der Virus entdeckt wurde.

NVWA-Forschung
Laut Schouten verfolgt die NVWA momentan den Ursprung des Virus zurück. Diese Untersuchung ist im vollen Gange. Die NVWA hält auch administrative Beratungen mit den Vertretern des Sektors ab und organisiert Informationsmeetings für Erzeuger, um sie auch so gut wie möglich zu informieren. Die Niederlande hat auch die Europäische Kommission in Kenntnis gesetzt. Das Risiko für den Saatguthandel ist begrenzt. Diese Unternehmen müssen die Samen testen, bevor sie sie in Umlauf bringen. Diese Garantien wurden größtenteils schon von den niederländischen Samenunternehmen umgesetzt. Für den Export muss das auch für diverse Drittstaaten geschehen.

Ein Fund bei einem Tomatenerzeuger bedeutet nicht, dass das gesamte Gewächshaus geräumt werden muss. Aber dem Unternehmen werden strenge Hygienemaßnahmen auferlegt, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Das Unternehmen muss einen Aktionsplan dafür bei der NVWA zur Ansicht und Billigung vorlegen. Die NVWA überprüft die Einhaltung. Die Früchte, die nicht betroffen sind, können einfach entfernt werden.

Pflanzenzüchter
Ab jetzt gelten zusätzliche Vorschriften für das Marketing der Tomaten- und Paprikapflanzen für alle niederländischen Pflanzenzüchter, weil die Niederlande nicht länger ToBRFV-freies Gebiet ist. Die Risiken sind für die Züchter größer als die Bauern, weil die gesamte Charge entfernt werden muss, wenn der Virus entdeckt wird.

Saatguthandel
Das Risiko für den Saatguthandel ist begrenzt. Diese Unternehmen müssen die Samen testen, bevor sie sie in Umlauf bringen. Diese Garantien wurden größtenteils schon von den niederländischen Samenunternehmen umgesetzt. Für den Export muss das auch für diverse Drittstaaten geschehen.

Weil das Virus hochgradig ansteckend ist, kann eine weitere Verbreitung nicht ausgeschlossen werden, schreibt Schouten abschließend in ihrem Brief.


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