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Aktuelle Trends im Blick auf dem DOGK 2019

Trends am deutschen Markt: Öko-Ökonomie und Außer-Haus-Convenience

Dass Bioware am deutschen Markt boomt muss man niemandem mehr erzählen. Obst und Gemüse in Bioqualität sind seit Jahren auf der Überholspur, ein Trend, der sich wohl auch in der Zukunft durchsetzen wird. Convenience ist dahingegen noch nicht vollends angekommen beim Konsumenten, auch wenn es in der Gastronomie bereits nicht mehr wegzudenken ist. Beide Themen waren wichtige Trends, die auf dem DOGK 2019 am Dienstag in Düsseldorf angesprochen wurden.

Hier finden Sie die Bildergalerie des DOGK.
Bilder von der Exkursion zu Metro und zur Markthalle Krefeld.

"Öko schließt Ökonomie nicht aus."
Johannes Bliestle von Reichenau-Gemüse sprach im Breakout-Forum vor einem überfüllten Saal und visualisierte so auch unabsichtlich den anhaltenden "Boom", der schon im Titel des Forums verkündet wurde. Ihm sei es jedoch wichtig "Bio ohne Ideologie" zu vertreten, da die Reichenau zwar die Erzeugergenossenschaft mit dem größten Bioanteil in Deutschland sei, sich jedoch auch trotzdem für konventionelle Erzeugnisse einsetze. Ihn störe vor allem der Irrglaube vom Biobauern im Strohhut, der seine Felder nur mit der Hacke bearbeitet: "Die biologische Landwirtschaft ist heute auch modern, effizient und wirtschaftlich. Öko schließt Ökonomie nicht aus."

Das Unternehmen erlebte im Vorjahr aufgrund der Trockenheit eine kurzfristige Stagnation des Wachstums, dieses Jahr ginge es aber rasant weiter, so der Geschäftsführer. Das wichtigste Produkt des Sektors seien mit 13,8% die Möhren.

Insgesamt sei der Selbstversorgungsgrad mit Obst und Gemüse noch bei weitem nicht erreicht (im Gegensatz zum Stand bei Fleisch und Molkereiprodukten) und so sehe man auch bei Deutschlands Lieferländern einen starken Zuwachs in der Anbaufläche. Es handele sich angesichts der stetig wachsenden Nachfrage auch weiterhin um ein strategisches Geschäftsfeld.


Johannes Bliestle im vollen Saal

Der größte Anbieter für Bioprodukte in Deutschland ist weiterhin ALDI. Das stoße zwar nicht nur auf Zustimmung aus dem Fachhandel: "Aber insgesamt reitet auch der Fachhandel die Welle des Erfolgs von Bio genauso wie der Discount", so Bliestle abschließend.

Seitens des Lebensmitteleinzelhandels kommentierte Matthias Reuter, der Bereichsleiter Obst & Gemüse bei Edeka Stenger. Ihm fielen besonders die Unterschiede zwischen Mischkäufern und reinen Biokunden auf: "Biosiegel sind nicht das alleinige Kaufkriterium für Kunden, die eine Mischung aus Bio und Konventionell kaufen. Für Kunden, die ausschließlich Bio kaufen differenzieren dahingegen durchaus zwischen den verschiedenen Siegeln." Insgesamt wachse die Bedeutung von klassischen Zertifizierungen wie Demeter und Bioland.


Matthias Reuter, Bereichsleiter Obst & Gemüse bei Edeka Stenger im Gespräch mit Kaasten Reh.

Allgemein sei die Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema und so gebe ist die Verpackunsgdebatte auch in seinen Märkten: "Allerdings merken wir, das gefühlte Nachhaltigkeit wichtiger ist für die Kunden als tatsächliche." Nur, weil eine Verpackung natürlicher aussehe heiße es nicht unbedingt, dass sie nachhaltiger ist. Darüber müsse noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden.

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Fresh-Cut? Ja! Aber nur, solange der Konsument es nicht mitbekommt
Außer-Haus Verpflegung wird ein immer größerer Bestandteil der Ernährung in Deutschland und für den Gastronomiesektor ist Convenience-Ware nicht mehr wegzudenken. Entsprechende Zahlen stellte Dr. Hans-Christoph Behr im Breakout-Forum "Außer-Haus-Verzehr – der unbekannte Markt, der wächst" vor.

Vorgeschnittenes oder vorverarbeitetes Obst und Gemüse ist eine Möglichkeit mit hohen Arbeitskosten und mangelndem Personal umzugehen. Convenience im stillen Kämmerchen, denn: Der Konsument, der derzeit noch scheu ist, was vorverarbeitete Lebensmittel angeht, wird nicht damit konfrontiert, dass das Gemüse und Obst nicht vor Ort in der Küche vorbereitet wird. Unter den Konsumenten gibt es in den meisten Bereichen des Fresh-Cut-Sektors noch Bedenken; nur Kartoffeln seien hier inzwischen eine Ausnahme. Die geschnittenen Knollen kommen gut an. "Außer beim Mischsalat ist vorgeschnittenes Gemüse für Privathaushalte vollkommen irrelevant", so Behr.


Dr. Hans-Christoph Behr, AMI

Es gäbe zwar bereits ein Wachstum, jedoch sei abzuwarten wie es sich in der Zukunft weiterentwickele. Behr betont außerdem: "Wir sprechen hier nicht mehr über Produkte wie Dosenchampignons: Neue Konzepte sind mehr an Frische orientiert – auch in der Systemgastronomie, für die Convenience besonders wichtig ist, ist die Frische ein ausschlaggebender Faktor."

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