Übersicht Weltmarkt Mango

Der Weltmarkt für Mangos befindet sich derzeit im Übergang. Mexiko endet früher aufgrund übermäßiger Niederschläge am Ende der Saison und Senegal hat auch früher aufgehört. Brasilien ist seit einigen Wochen auf dem Markt und dürfte in den kommenden Wochen der wichtigste Exporteur von Mangos werden. Israel beliefert derzeit, mit den üblichen Mengen, hauptsächlich den europäischen Markt 

Da die Lagerbestände momentan knapper sind und die Nachfrage nach Mangos steigt, wird dies den Preisen zugute kommen. Die Preisspitze liegt jedoch hinter uns, da immer mehr Mangos aus Brasilien kommen. In den kommenden Wochen werden auch die Mangos aus Spanien und Italien wieder auf dem Markt sein, obwohl weniger Ertrag zu erwarten ist als in der Vorsaison.

Niederlande: Mangomarkt ist stark
Nach einer etwas schwierigen Zeit verlief der Mangomarkt in den letzten Wochen außergewöhnlich gut, sagen niederländische Importeure. "Nach einem abrupten Ende der senegalesischen Saison ist Brasilien seit einigen Wochen auf dem Markt. Spanien startet nur langsam und Israel macht seine üblichen Mengen. Dies führt zu einem begrenzten Angebot und vor zwei Wochen sogar zu Höchstpreisen auf dem Markt. Diese Höchstpreise haben sich inzwischen etwas reguliert, aber sind immer noch freundliche Preise, mit denen jeder gut arbeiten kann. Die Erträge in Spanien scheinen in diesem Jahr etwas niedriger zu sein, und Israel wird den Markt auch nicht überfluten. Hierdurch sind die Voraussichten für die kommenden Wochen günstig. Der Markt wird sich zweifellos wieder kehren, aber dafür gibt es jetzt noch keine Anzeichen."

Belgien: Wenig Angebot sorgt für hohe Preise
Die Situation auf dem Mangomarkt ist sehr ungewöhnlich. Die senegalesische Saison endete zwei bis drei Wochen früher. Außerdem beginnt die Israel-Saison zwei bis drei Wochen später. Daher sind derzeit nur wenige Mangos verfügbar. Es wird erwartet, dass ab dieser Woche weitere Mangos aus Israel erhältlich sein werden. Neben Israel startet auch die brasilianische Mangosaison. Aufgrund des geringen Marktvolumens sind die Preise seit längerer Zeit hoch und die Nachfrage gut.

Deutschland: Selbst eingeflogene Mangos im Supermarkt zu finden
Auf dem deutschen Markt gibt es derzeit genügend Mangos. Tommy Atkins Mangos treffen per Schiffsfracht zu relativ niedrigen Preisen ein. Diese Sorte ist sehr faserig und die Frucht ist sehr grün, was bei den Konsumenten nicht gut ankommt. Aufgrund der mangelnden Qualität werden nach Angaben eines Händlers, der auch ready to eat Mangos verhandelt, nur geringe Mengen dieser Sorte verkauft. "Die Farbe und Qualität ist nicht so gut, so dass wir einen starken Rückgang der Nachfrage sehen."

Die Mangos, die per Luftfracht ankommen, seien die beliebtesten, sagt der Experte. "Israel bietet derzeit gute Sorten auf dem Markt und die Qualität der Mangos dort steigt weiter." Er sieht auch eine wachsende Nachfrage nach Mangos in den Sommermonaten, normalerweise in einer Zeit, in der eine gute Nachfrage nach lokalen Sommerprodukten besteht.

Der Preis für israelische Mangos ist sehr vernünftig, so dass Supermärkte die Mangos auch im Sortiment anbieten können. "Die kleinen Größen sind günstiger im Vergleich zum Produkt aus Brasilien oder Peru", sagt der Experte. Mit dem Ende des Sommers, gegen Ende September, rechnet der Händler mit einem weiteren Anstieg der Nachfrage.

Frankreich: Nach der israelischen Saison folgt Spanien
Die israelische Saison endet innerhalb von zwei Wochen. Kleine Mengen an Kent Mango kommen per Luftfracht aus Brasilien. Die spanische Saison steht vor der Tür. Die Mangos, die bereits aus Spanien auf den Markt kommen, sind noch viel zu grün. Die Erwartungen an die Qualität der spanischen Mangos sind gut, aber aufgrund der Wetterbedingungen (wenig Niederschlag) wird eine Reduzierung der Ernte um 20% erwartet.

Spanien: Start der Saison mit kleineren Volumen
Letzte Woche begann die Ernte der ersten Osteen-Mangos in der Region Malaga, der wichtigsten Anbauregion Spaniens. Die Ernte begann Anfang dieses Jahres mit geringeren Mengen. Dieses Jahr ist ein Off Year für die älteren Plantagen, was bedeutet, dass der Ertrag geringer ist. Die jüngeren Bäume bringen in diesem Jahr etwas mehr Volumen. Die Gesamtproduktion kann daher um 30% niedriger sein. Der größte Teil wird aus mittleren Kalibern bestehen, was gut für den Handel ist. Darüber hinaus weisen die Erzeuger auf eine gute und homogene Qualität hin. Die wichtigste Sorte sind die Osteen, aber spätere Sorten wie Keitt und Palmer werden für spanische Erzeuger immer interessanter.

Der Markt für spanische Mangos sieht gut aus, obwohl die Konkurrenz aus Israel aufgrund der höheren Mengen in diesem Jahr stark ist. Der wichtigste Absatzmarkt für Spanien liegt in Europa, aber auch weit entfernte Ziele wie Kanada werden immer beliebter. In diesem Jahr kann der südafrikanische Markt auch für spanische Mangos geöffnet werden. Die Inspektionen hierfür laufen noch, bevor ein Exportprotokoll unterschrieben werden kann.

Italien: Saison um 15 Tage verschoben
Die Nachfrage nach Mangos in Italien und Europa wächst immer noch. Italien ist die Nummer 8 in Europa, wenn es um den Import von Mangos geht. Das Volumen von Mangos aus eigenem Anbau steigt. Der größte Teil der insgesamt 100 Hektar großen Mango-Anbaufläche befindet sich in Sizilien. Die Saison für Mangos wurde verlängert. Neben der Kensington Pride werden nun auch die frühen Irwin-Sorten und die späten Sorten Kent, Keitt und Maia angebaut. Für einige Sorten wie die Gleen ist jedoch Research erforderlich, um die Produktionskapazität zu verbessern. Die Erträge sind begrenzt und die Kaliber klein. Bei anderen Sorten müssen Krankheiten bekämpft werden, die ansonsten die Erträge drastisch senken.

Die Blüte und der Fruchtansatz waren deutlich verspätet aufgrund des wechselhaften Wetters im April und Mai: 15 Tage später als in der vorhergehenden Saison begann die Ernte in Woche 34/35. Das Volumen ist bescheiden, es werden jedoch ausreichende Lagerbestände in Woche 37/38 erwartet. Trotz der Verzögerung bleiben die Lagerbestände aufgrund von Importen aus Israel und Südamerika sowohl per Flugzeug als auch per Schiff stabil. Die Nachfrage ist auch im Vergleich zum Vorjahr stabil.

Südafrika: Sorgen bei Erzeugern wegen Dürre in Limpopo
Nach der Blüte begann die Fruchtentwicklung der südafrikanischen Mangos. Die Ernte beginnt erst im Dezember. In der vergangenen Saison hat das Volumen gegenüber dem Vorjahr zugenommen, obwohl die offiziellen Zahlen noch nicht vorliegen. Dürre in der Region Limpopo gibt Anlass zur Sorge für die Landwirte und kann sich auf die Fruchtentwicklung der Mangos auswirken. In der Hoedspruit-Anbauregion ist das Wassermanagement besser aufgestellt. Letztes Jahr wurden etwas mehr Mangos als üblich auf die Märkte in Europa, im Nahen Osten und ein wenig nach Indien exportiert. Auch hier sind die offiziellen Zahlen noch nicht bekannt.

Vereinigte Staaten: Übergang von Nachfrage, Angebot und Preis
Der Mangomarkt in den USA befindet sich im Übergang von der mexikanischen Saison nach Brasilien. Die letzten Mangos aus Mexiko stammen noch aus den nördlichen Regionen, werden aber in den kommenden Wochen einen starken Produktionsrückgang verzeichnen. Die mexikanische Saison endet zur normalen Zeit des Jahres. Kalifornien hat eine bescheidene Mangofläche. Die Saison dauert von Mitte September bis Mitte Oktober.

Mittlerweile befindet sich auch die Nachfrage nach Mangos in den USA im Übergang. "In den Sommermonaten gibt es verschiedene Obstsorten. Plötzlich stellen die Verbraucher fest, dass weniger Mangos erhältlich sind", sagt ein Händler. "Die Beliebtheit der Mango nimmt insbesondere bei der jüngeren Bevölkerung zu. Die Konsumenten kaufen zunehmend auch geschnittene, geschälte und ready to eat Mangos. Dies sorgt für einen zusätzlichen Nachfrageschub."

Mit dem Übergang von Angebot und Nachfrage ist auch der Preis veränderlich. Die Preise waren im August niedrig, aber mit abnehmenden Lagerbeständen stiegen die Preise zum Ende des  Sommers, was markttypisch ist. Der Preis ist wie im Vorjahr derzeit stabil. 

Mexiko: Späte Ernte verregnet
Derzeit werden die letzten Mangos geerntet, danach endet die Saison. Die neue Ernte wird im Februar im Süden des Landes erwartet. Die Saison endete früher als erwartet, da die Produktion im letzten Jahr bis Oktober andauerte. Dies ist auf übermäßige Niederschläge am Ende der Saison zurückzuführen. Aufgrund des früheren Saisonbeginns in Brasilien besteht keine Marktlücke. Generell verlief die Saison für die Mexikaner mit einem Volumenanstieg von 2% im Vergleich zum Vorjahr gut.

Brasilien: Kommende Woche der wichtigste Produzent
Die brasilianische Saison hat früher als erwartet begonnen und wird mit dem Tommy Atkins die Mangoproduktion auf dem Weltmarkt dominieren. Brasilien wird bis Anfang November den Markt beherrschen, danach werden auch Mangos aus Ecuador erhältlich sein. Ecuador wird erwartungsgemäß Mitte September beginnen, etwas verspätet aufgrund der Wetterverhältnisse. Die Saison endet im Januar, danach kommt Peru auf den Markt. In den USA wird das Sortiment des brasilianischen Produkts in diesem Jahr erweitert. Es wird erwartet, dass die Mango auch die Märkte erreichen wird, die normalerweise bis weit nach der Saison von Mexiko dominiert werden, wie beispielsweise in Texas. Das Volumen soll in diesem Jahr um 10% steigen.

Australien: Niedrige Temperaturen sorgen für verspätete Ernte
Die Mango-Saison beginnt im Norden des Landes. Die Nachttemperaturen in der Region Darwin bleiben niedrig, was die Ernte der Mangos verzögert. In der Katherine Region bleibt die Temperatur kühl, während sich die Frucht entwickelt. Aus diesem Grund kann nicht vor Anfang Oktober mit der Ernte begonnen werden. In Westaustralien sind die Temperaturen auch niedriger als normal und das verlangsamt das Wachstum der Mangos. Außerdem wird erwartet, dass starke Windböen die Früchte von den Bäumen wehen. Die Ernte im Westen beginnt voraussichtlich Ende September mit einem Höhepunkt im Oktober und November. Die Saison dauert von August bis Ende März mit wechselnden Produktionsregionen.

Ende Juni 2018 wurden in Australien 83.315 Tonnen Mangos geerntet. Dies ist eine Steigerung von 36% gegenüber dem Vorjahr. Die Exporte stiegen ebenfalls um 8%, die Hälfte davon ging nach Hongkong und Singapur. Die wichtigsten Sorten waren Kensington Pride (41%), Calypso (29%), R2E2 (14%) und Honey Gold (7%).


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