Sorte „Quarta“ wurde in Kaltenberg gezüchtet

Kartoffel des Jahres kommt aus Bayern

Die Sorte „Quarta“ ist die Kartoffel des Jahres 2019 und kommt aus Bayern. Die rotäugige Speisekartoffel eigne sich sehr gut für Klöße und weise eine gute Lagerfähigkeit auf, teilte der Arbeitskreis „Kartoffel des Jahres“ am Dienstag mit. Die Knolle setzte sich gegen fünf Mitbewerber durch und wurde 1979 von einem Züchter im niederbayerischen Kaltenberg (Landkreis Kelheim) gezüchtet. Vor allem in Süddeutschland habe die „Quarta“ viele Fans, sagte der Sprecher des Arbeitskreises „Kartoffel des Jahres“, Wilfried Stegmann der Schwäbischen Zeitung.

Der Jury gehören nach seinen Worten elf Experten von Umwelt- und Verbraucherverbänden sowie Biolandbaubetrieben an. Die Auszeichnung gibt es seit 14 Jahren. Zur Wahl stünden ausschließlich Sorten, die ohne Lizenzgebühren nachgebaut werden können, weil sie älter als 30 Jahre sind oder weil der Züchter auf Gebühren verzichtet.

Verringerte Kartoffelvielfalt
Ziel sei es, auf die sich verringernde Kartoffelvielfalt aufmerksam zu machen, betonte Stegmann. Im Handel könnten Verbraucher nur aus zehn Sorten auswählen, dabei würden in Deutschland 182 Sorten angebaut. „Beim Wein hat jeder seinen Lieblingsriesling, bei der Kartoffel achten nur wenige auf die Sorte“, kritisierte er.

Weitere Informationen unter www.blaue-kartoffeln.de/  


Erscheinungsdatum:



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