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Übersicht Weltmarkt Zitronen

 

Die französischen Autobahnen färben sich gelb. Nicht von den Zitronen, sondern durch Demonstrationen. Dadurch verzögern sich die Lieferungen. In Spanien werden hauptsächlich kleine Kaliber geerntet und die zunehmende Konkurrenz aus der Türkei ist spürbar. Türkische Exporteure sind nach einem enttäuschenden Saisonstart trostlos. In den USA ist das Bild anders und die drei wichtigsten Anbaugebiete in Kalifornien sind auf dem Markt. Vielleicht nicht ideal, aber es gibt kein Klagen. Kurz gesagt, genug Tumult auf dem Weltmarkt für Zitronen und nicht überall Platz für saure Gesichter.

Israel: größere Ernte setzt Preise unter Druck
Obwohl die Zitronen auf der Rangliste des wichtigsten Exportprodukts Israels nicht hoch stehen, wird viel für den heimischen Markt angebaut. In diesem Jahr werden voraussichtlich 64.500 Tonnen Zitronen geerntet. Davon werden 60.000 Tonnen lokal abgesetzt. Etwa 4.000 Tonnen sind für die Industrie bestimmt. Die restlichen 500 Tonnen werden exportiert. "Wir sehen jedes Jahr eine leichte Steigerung der Produktion", sagt ein Exporteur. Dies erhöht den Preisdruck. Die Liste der Exportziele umfasst Frankreich, Deutschland, Italien, Russland, Großbritannien und Japan. "Unsere größte Herausforderung für die kommenden Monate ist der Export in ferne Ziele, es gibt Möglichkeiten", sagt ein Exporteur.

Der Zitronenmarkt ist für israelische Erzeuger konkurrenzstark. Da die Ernte mehrmals im Jahr stattfindet, kommt die Konkurrenz sowohl von der nördlichen als auch der südlichen Hemisphäre. "Daher sind wir vom Wettbewerb stärker betroffen als Spanien oder Italien." Die Konkurrenz kommt auch aus Südafrika und Argentinien. "Israel könnte Glück haben, weil Spanien und Mexiko Probleme mit den Kalibern haben.

Türkische Zitronensaison verloren?
Am 20. August begann die Saison mit den Mayer-Zitronen, die einen guten Preis erzielten. Mitte September sanken die Preise aufgrund von kleineren Kalibern und "schlechtem Marketing", wie von einem Exporteur beschrieben. Der Wettbewerb zwischen türkischen Exporteuren war hart.

Einen Monat nach der Mayer begann die Saison für die Enterdonat, die sich in einer ähnlichen Situation befand. Zum Start gab es gute Preise, aber man sah schnell einen Abwärtstrend. Darüber hinaus macht der Wechselkurs den Exporteuren zu schaffen. Aufgrund eines Rückgangs im Wert der Lira gegenüber dem Dollar und Euro sahen die Exporteure einen Teil des Gewinns verfliegen. "Es ist die schlechteste Saison überhaupt", beklagt ein Exporteur. "Die Saison ist verloren und ich erwarte in den kommenden Monaten noch mehr schlechte Tage."

Der Export konzentriert sich hauptsächlich auf Europa, aber im nächsten Jahr werden auch der Ferne Osten und die arabischen Länder in Betracht gezogen. Die türkischen Zitronen sind in der Regel günstiger als die spanischen und laut einem türkischen Exporteur gibt es kaum Konkurrenz. Derzeit liegt der Preis für die Mayer, dessen Saison in den kommenden Wochen ausläuft, je nach Qualität und Größe bei 0,28 - 0,38 Euro. Der Preis für Lamas ist nicht so deutlich. Aus Europa würde der Preis unter Druck gesetzt werden und einem Exporteur zufolge, ist es unmöglich, da mitzuhalten.

Spanien: kleine Maße und türkische Konkurrenz
Der Markt befindet sich am Vorabend der Weihnachtszeit. Für die Primofiori begann die Saison ohne große Überraschungen: mildes, frühlingshaftes Wetter, Probleme mit den Größen und Konkurrenz aus der Türkei. In Murcia begann die Saison mehr als zwei Wochen später als normal, da die Früchte noch die richtige Größe erreichen mussten. Es gibt eine große Auswahl an kleinen Kalibern, obwohl der Regen das Kaliber im Laufe der Saison noch beeinflussen kann.

In den ersten Wochen der Saison kämpfte der Sektor damit, um die Nachfrage zu erfüllen, da kaum Zitronen mit der richtigen Größe zur Verfügung standen. In den folgenden Wochen mussten viele europäische Supermarktketten ihre Anforderungen an die Größen anpassen und sich auf wenige Millimeter kleinere Zitronen einlassen. Die unflexibelsten Ketten mussten daher mit einem geringeren Angebot fertig werden. Laut einem Exporteur ist das Rennen noch nicht gelaufen und kann sich verbessern, da es in den Anbaugebieten in letzter Zeit viel geregnet hat. Mitte Dezember wird der Großteil der Ernte mit einer besseren Größe erwartet. 

Die Konkurrenz mit der Türkei war zum Beginn der spanischen Saison härter, obwohl sich die Saisons nicht vollständig überschneiden. Die türkischen Exporteure verfügen in diesem Jahr über ein großes Volumen. Außerdem dauerte es länger, bis die letzten Zitronen in Übersee (Argentinien und Südafrika) den Markt verließen. Obwohl die Saison mit normalen Preisen begann, werden die kommenden Wochen entscheidend sein. Ein Exporteur warnt vor der türkischen Konkurrenz. Das Land hat eine größere Ernte und könnte die Zitronen zu einem aggressiven Preis auf den Markt bringen.

Italien startet die Saison später
Auf der Nordhalbkugel begann Italien die Saison einige Tage später (Anfang November) aufgrund der Dürre im Sommer. Infolgedessen verzögerte sich die Blüte. Ein geringeres Volumen als im Jahr 2017 wird geschätzt, es sollte aber ausreichen, um die nationale und internationale Nachfrage zu befriedigen. In Sizilien wächst die Fläche mit neuen Anpflanzungen, die in den kommenden Jahren in Produktion gehen werden. Die Qualität der Zitronen sieht besser aus als im Vorjahr.

Frankreich: begrenzte Versorgung durch Straßensperren
In Frankreich gibt es große Probleme mit Streiks und Straßensperren, die durch die Bewegung Les Gilets Jaunes (die gelben Jacken) verursacht werden. Dies erschwert die Lieferung von Obst und Gemüse und dies gilt auch für Zitronen. Supermärkte haben hierdurch Engpässe, während die Vorräte bei Erzeugern und Transportunternehmen steigen. Aufgrund der Verzögerungen verschlechtert sich die Qualität der Produkte und die Preise fallen. Vor allem spanische Produkte kommen schwierig ins Land. Letzte Woche waren aufgrund des Regens im Land auch wenige spanische Zitronen auf dem Markt. Die Kaliber reichen von klein bis mittel. Laut einem Händler ist die Nachfrage nach Zitronen gut, obwohl die Preise regelmäßig sinken.

USA: Überschneidung der Saison schränkt Exportmöglichkeiten ein
Das Angebot an Zitronen ist groß, weil in Distrikt 1 (Zentraltal) und Distrikt 3 (Wüstengebiet) geerntet wird. Die Ernte in Distrikt 1 begann infolge des warmen Herbstes etwas früher als normal. Auch der Distrikt 2 (Küstenregion) ist in Produktion, obwohl die Ernte dort noch nicht auf Spitzenniveau liegt.

Darüber hinaus sind auch noch die letzten Importzitronen erhältlich. Das behindert auch die Exportchancen. Berichten zufolge sinkt die Anzahl der Zitronen aus der südlichen Hemisphäre in Japan, was den amerikanischen Exporteuren Chancen bietet. In diesem Jahr gibt es eine größere Erntemenge als im letzten Jahr, aber in der Regel ist in allen Qualitäten ausreichend vorhanden.

Australien muss Exportchancen nutzen
Zitronen sind das ganze Jahr über erhältlich. In den Daten von Hort Innovation werden Zitronen und Limetten zusammengeschmissen. 76% davon befinden sich jedoch in der Hand von Zitronen. Insgesamt sind es 41.436 Tonnen. Der Anbau von Zitronen wächst immer noch, auch weil neue Produzenten Zitronenbäume pflanzen. Die Importzitronen und Limetten stiegen um 21% auf 7.812 Tonnen. Die Supermarktkette Coles informierte Anfang des Jahres, dass es den Verkauf von Importzitronen einstellen wird.

Ein Erzeuger rief kürzlich seine Kollegen dazu auf, auf lange Frist zu denken und Exportmöglichkeiten zu entwickeln. Derzeit werden 4% der Ernte exportiert und 9% an die Industrie geliefert. Das bedeutet, dass 87% der Ernte auf den heimischen Markt gebracht wird. Laut einem Produzenten gibt es Exportmöglichkeiten nach China, Indonesien, Japan, Kanada und den USA. Hongkong und Singapur werden als leicht zugängliche Länder genannt. In Indonesien ist zu beachten, dass die Mengen ihn zu einem unsicheren Markt machen.

Chile notiert Exportwachstum
Das Land hat die Saison für die Zitronen Ende Oktober beendet. Die Exporte in diesem Jahr belaufen sich auf 87.909 Tonnen, was ein Anstieg gegenüber den Vorjahren darstellt. Die große Mehrheit (63,6%) ist für die USA bestimmt. Die Saison dauert von Mai bis November. In diesen Monaten werden die Sorten Génova, Eureka, Fino und Mesina vermarktet. In den Sommermonaten startete das Land Japan eine Werbekampagne in Japan, um die gesundheitlichen Vorteile der Frucht hervorzuheben.

Argentinien exportiert mehr nach Russland
Die Saison, die vor wenigen Monaten endete, war vergleichbar mit den Vorjahren. Aufgrund des Wetters war es eine ungewisse Saison: ein warmer Herbst, gefolgt von viel Regen und Frost in den Anbaugebieten. Schäden wurden nicht gemeldet, hemmten jedoch die Ernte. Im Zusammenhang mit pflanzenschutzrechtlichen Fragen haben Exporteure beschlossen, mehr Zitronen in Nicht-EU-Länder zu exportieren. Russland erhielt erheblich mehr Zitrusfrüchte.

Für die argentinischen Exporteure ist es wichtig, neue Ziele in die Exportliste aufzunehmen, auch weil die Konkurrenz aus Südafrika zunehmend spürbar ist. In diesem Jahr wurden Chile und Kolumbien in die Liste aufgenommen und die Exporte nach Japan wurden wieder aufgenommen. Außerdem versuchen Exporteure, ihren Namen auf dem amerikanischen Markt zu stärken


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