Die Aussagen dreier Betreiber aus Kalabrien, Apulien und Sardinien bestätigen das

Granatäpfel: Optimale Qualität, aber geringere Erträge

Während in Spanien, abhängig vom Produktionsgebiet, Probleme bei der Stückgröße auf Grund der schlechten klimatischen Bedingungen registriert werden (Freshplaza vom 05/09/2018), wird in Italien ein niedrigerer produktiver Ertrag verzeichnet. Wir befragten drei Betreiber des Bereichs, in drei unterschiedlichen Regionen in Italien. 

Kalabrien
In der Ebene von Gioia Tauro, sind die Mengen relativ gering, auf Grund der warmen Temperaturen und des Regens. "Es gibt etliche Produzenten, die kleine Anbauflächen für den Granatapfelanbau betreiben. Es wird z.B. der Wonderful produziert und die Erträge sind rückläufig. Im Moment sieht man von weiteren größeren Investitionen ab." Die Produktionen werden an die Händler für den Verkauf geliefert.

Die Kampagne für den Wonderful beginnt in einer Woche und geht bis 15-20, Oktober. "Das hängt von den Temperaturen ab, und die sind in diesem Jahr sehr unsicher."


Die Sorte Wonderful

Apulien
Giacomo Linoci, Besitzer des Unternehmens, verzeichnet  geringfügigen Rückgang der Produktivität. "Niedriger als erwartet, aber mit einer Verbesserung der Qualität. Gegenüber letztem Jahr als die Dürre für ein cracking bei etlichen Anpflanzungen sorgte sind die Granatäpfel in dieser Kampagne uniform und haben ein  größeres Kaliber." 

Am 26. August startete die Ernte mit der Sorte Acco, 20 Tage verfrüht. "In der ersten Oktoberwoche starten wir mit dem Wonderful. Die Kampagne sollte dann bis März andauern, mit einem Spitzenvolumen Mitte Januar." 

Über Konkurrenz gesprochen erzählt Linoci: "Im letzten Jahr gab es größere Konkurrenz aus Ägypten, die Ware wurde zu Tiefstpreisen angeboten. Aus der Türkei gab es geringere Konkurrenz. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass sie nach Russland exportieren dürfen." 


Die Sorte Acco

Sardinien
Sardinien scheint mit seiner Anbaufläche größentechnisch hinter den anderen Produktionsgebieten zu liegen. Die größten Volumen werden im Zentrum und im Süden der Insel angebaut. "Man beginnt in das Produkt zu investieren. Das Interesse der Produzenten ist geweckt und jedes Jahr kommt mehr an Anbaufläche hinzu. Die Investitionen sind momentan nicht hoch." Das erklärt Agronom Orazio Casalino.

Dieses Jahr haben die starken Regenfälle für Probleme bei der Fruchtbildung gesorgt. "Es gab Probleme für die Bestäuberinsekten auf Grund der hohen Feuchtigkeit, die für weniger fruchtbare Pollen sorgten. Die Granatäpfel werden immer interessanter, spricht man über Qualität, Farbe und dem Kaliber. Der fehlende Ertrag kann hoffentlich durch höhere Preise kompensiert werden."


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