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Das Wachstum des deutschen Spargelanbaus hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt.

Münster: 76. Tagung des Arbeitskreises Spargel

„Das enorme Wachstum des Spargelanbaus in Deutschland in den letzten 20 Jahren korrespondiert nicht mit den Kapazitäten von Versuchsanstalten und Fachexperten in diesem Bereich“, war das Resümee des Arbeitskreises Spargel der Bundesfachgruppe Gemüsebau im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) und im Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG). Die 76. AK-Tagung fand Anfang September in Senden bei Münster statt.

Unter der Leitung des Vorsitzenden Joachim Ziegler befassten sich die bundesweit zusammen gekommenen Spargelberater mit Pflanzenschutz- und Düngungsfragen, aber auch mit dem Saisonverlauf.

Von 1998 bis 2018 hat sich die ertragfähige Spargelanbaufläche von rund 11.000 Hektar auf 23.000 Hektar mehr als verdoppelt, geht aus den aktuellen Zahlen der Agrarmarkt Informations-GmbH hervor. 2018 war gekennzeichnet durch extreme Trockenheit und Hitze. Dadurch sind die Junganlagen im Norden vorzeitig in das Stadium der Abreife übergegangen. Die Ernteschwemme konnte der Markt kaum aufnehmen. In den meisten Gebieten begann der Saisonstart 14 Tage später als im Vorjahr. Danach gab es Dauerwärme ohne Niederschläge. Im Osten gab es im März noch Fröste. Dadurch wurden die Pflanzen gestresst. Die wirtschaftlichen Verluste sind enorm.

Im Rahmen der Tagung wurden auch die Aktivitäten des Arbeitskreises Lückenindikation thematisiert, verbunden mit Abstimmungen zum Pflanzenschutzversuchswesen. Versuchsbedarf wird vor allem in den Bereichen Nachbau von Spargel, Viren, Pilzerreger und möglicher Schädlingsbefall gesehen. „Das gesamte Mineralisierungspotenzial hat großen Einfluss durch den Standort“, stellte der Vorsitzende Ziegler in Bezug auf die durch die Düngeverordnung vorgegebenen Sperrfristen für organische Materialien fest. Die Gesamt-Sperrfristen für die Aufbringung von organischem Dünger im Winter müssen eingehalten werden, können aber länderspezifisch geregelt werden.

Quelle: ZVG/BfG


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