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Nach Großbrand Mitte März

Tobi Seeobst: Lagerhalle steht wieder

Im März diesen Jahres hatte ein Großbrand eine Lagerhalle der Tobi Seeobst AG in Egnach zerstört. Am Freitag ist nun nach nur sechs Monaten schon die Aufrichte der neuen Lagerhalle - eine der modernsten weltweit.

Als der Geschäftsführer von Tobi Seeobst, Benno Neff vom Brand in einer seiner Lagerhallen erfuhr wusste er (unser Bericht zum Brand), er muss den Wiederaufbau sofort beginnen. Er befürchtete damals, dass durch eine Verzögung die Geschäftsverluste einen größeren finanziellen Schaden anrichten würden als der Brand an sich. Deshalb beantragte er den Bau nur zehn Tage nach dem Brand, der vermutlich von vier Jugendlichen gelegt wurde. 



Nun ist die Fertigstellung des ersten Teils der Halle für Mitte September geplant, der zweite Teil soll Anfang Oktober folgen. Der rasche Aufbau ist ungewöhnlich: Der Betrieb, die Ämter, Versicherungen und alle beteiligten Firmen hätten schnell gehandelt, erzählt Neff. Bei der Planung des Wiederaufbaus konnte man glücklicherweise überwiegend auf bereits vorhandene Pläne zugreifen. Auch die bestehende Bodenplatte konnte teilweise wieder verwendet werden. "Auch das hat den schnellen Wiederaufbau ermöglicht. Einsprachen hat es auch nicht gegeben", so Neff. Die Lagerhalle steht also für die aktuelle Tafelobsternte zur Verfügung, die zudem sehr groß ausfällt.

Gute Obsternte
In diesem Jahr wird die doppelte Vorjahresmenge geerntet, solche Schwankungen sind allerdings nicht ungewöhnlich im Obstbau. Die Erträge verlaufen wellenartig. Die diesjährige Hitze hat die Erträge um gut 10% zurück gehen lassen, was dieser guten Ernte aber nur wenig Schaden hinzufügt. Neff erklärt, der sonnige April sei der entscheidene Faktor gewesen.

Beim Brand im März wurden 1.200 Tonnen eingelagertes Obst, welches für den Verkauf bestimmt war, vernichtet. Die Halle selbst war erst sieben Jahre alt. Die neue Halle ist der alten zwar sehr ähnlich, sie wurde aber technologisch auf den neusten Stand gebracht - und so ist sie eine der modernsten Lagerhallen für Obst weltweit. 



Die Halle hat Platz für 3.500 Tonnen obst und hat sieben Millionen Franken gekostet. Die Wände sind hoch isoliert mit Material aus dem Tiefkühlbau, und Tore riegeln die Kammern luftdicht ab. Die Umgebung ist für Menschen tödlich: "Die Äpfel werden in eine Art Winterschlaf versetzt, damit sie frisch bleiben", erklärt er. "Dazu wird der Sauerstoff bis auf einen Anteil von 0,3 bis 0,2 Prozent der Luft entzogen." Neben dem Sauerstoff spielt die Temperatur eine entscheidende Rolle. Sukzessive wird das Obst heruntergekühlt. An heißen Tagen haben die Äpfel Temperaturen von bis zu 30 Grad. "Damit der Apfel nicht zu sehr ­gestresst wird, wird der Sauerstoffgehalt der Luft langsam heruntergefahren."

Quelle: tagblatt.ch


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