Melden Sie sich für unseren täglichen Newsletter an um immer auf dem neusten Stand zu bleiben!

Anmelden Ich bin bereits angemeldet

Sie haben eine Software (Adblocker) installiert, der unsere Werbung blockiert.

Da wir die Nachrichten kostenlos zur Verfügung stellen, sind wir auf die Einnahmen aus unseren Werbebannern angewiesen. Bitte deaktivieren Sie daher Ihren Adblocker und laden Sie die Seite neu, um diese Seite weiter zu nutzen.

Klicken Sie hier für eine Anleitung zum Deaktivieren Ihres Adblockers.

Sign up for our daily Newsletter and stay up to date with all the latest news!

Abonnieren I am already a subscriber

Früher Start beeinflusste Gemüsepreise im weiteren Saisonverlauf

Das Jahr 2017 hat mit einem starken Preisanstieg für Gemüse aus den südeuropäischen Produktionsgebieten begonnen. Winterliche Witterungsbedingungen hatten zu erheblichen Ertragseinbußen geführt, so schreibt die Agrarmarkt Informations GmbH. In der Folge gingen die Lieferungen in Richtung Deutschland im Januar und Februar deutlich zurück. Auf allen Handelsebenen stiegen die Preise stark. Besonders Eissalat und Broccoli waren davon betroffen, aber auch Fruchtgemüse war Anfang 2017 deutlich teurer als in den Vorjahren. Trotz der zunächst eingeschränkten Liefermöglichkeiten haben die Gemüseeinfuhren nach Deutschland 2017 wohl das Vorjahresergebnis erreicht. Gemessen am Wert haben die Einfuhren schon auf Basis vorläufiger Daten ein Rekordniveau erreicht. Dazu haben auch die hohen Preise zu Jahresbeginn beigetragen. Aufgrund der hohen Eigenversorgung in der Saison 2016/17 wurden 2017 weniger Möhren und Zwiebeln nach Deutschland importiert. Dagegen haben sich die Einfuhren an Blumenkohl von dem schwachen Vorjahresergebnis erholt.



Blitzstart in die deutsche Gemüsesaison
Ein warmer und sonnenreicher März hat in Deutschland 2017 zu einem Blitzstart in die Gemüsesaison mit schnell steigenden Erntemengen geführt. Bei den Frühgemüsearten wie Spargel, Rhabarber, Radieschen und Bundzwiebeln sind die Preise angesichts der schnell steigenden Erntemengen früher und schneller gesunken als in anderen Jahren. Für die Verbraucher war das nach den hohen Preisen im Januar und Februar erfreulich. Für die Produzenten entwickelte sich daraus eine echte Herausforderung. Denn nach dem März war es mit frühlingshaftem Wetter erst einmal vorbei. Der April und auch der Start in den Mai waren ungewöhnlich kühl. Die Ernte in den späteren Produktionsgebieten und in den anschließenden Anbausätzen verzögerte sich, und das Angebot wurde wieder kleiner. Die niedrigen Preise hatten aber erst einmal Bestand und konnten nicht im eigentlich notwendigen Maße angehoben werden.

Auch im weiteren Saisonverlauf stand die Gemüseernte unter dem Einfluss von Witterungsextremen. Regionale Ausfälle durch Starkregen konnten meist überregional ausgeglichen werden, so dass es keine extremen Preisreaktionen gab. Ab August führten anhaltende Niederschläge gerade in Norddeutschland zu einer schnellen Entwicklung bei vielen Lagergemüsearten, insbesondere Kopfkohl. Die Niederschläge waren bis in den Oktober immer wieder ein Thema. Die Ernte von Möhren und Zwiebeln für die Einlagerung verzögerte sich, und auch die Ernte von Gemüse für die sofortige Vermarktung war beeinträchtigt.

Mehr Gemüse geerntet als im Vorjahr
Trotz der teils extremen Witterungsbedingungen wurde in Deutschland 2017 mehr Gemüse geerntet als im Vorjahr. Allerdings ist der größte Teil des Mengenanstiegs auf eine größere Anbaufläche zurückzuführen. Der rechnerische Durchschnittsertrag ist nach dem Einbruch 2016 dagegen nur leicht gestiegen. Auch im Unterglasanbau wurde auf größerer Fläche mehr Gemüse geerntet als im Vorjahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in der Gemüseerhebung 2017 wurde in Deutschland im vergangenen Jahr auf einer Fläche von 128.900 ha Gemüse im Freiland angebaut. Damit war die Fläche knapp 7 % größer als 2016. Die Erntemenge an Freilandgemüse legte um gut 7 % auf 3,77 Mio. t zu. Die Anbaufläche von Unterglasgemüse wurde um 4 % auf 1.271 ha vergrößert. Mit der Fläche ist auch die Produktion von Gemüse unter Glas deutlich gestiegen. Mit 182.118 t erreichte sie ein Rekordniveau.

Auswirkungen auf Preise, Angebotsaktionen und private Nachfrage

Gemüse wird überwiegend im Freiland angebaut und unterliegt damit mehr oder weniger stark den jeweiligen Witterungsbedingungen. Die Produktion ist schwieriger zu planen als beispielsweise bei industriell hergestellten Gütern. Entsprechend stehen Produktion, Handel und Verbraucher immer wieder vor neuen Herausforderungen und Marktsituationen.

Wie haben sich die Rahmenbedingungen 2017 auf das Angebot, die Nachfrage und die Preise ausgewirkt? Als Antwort auf diese Fragen haben die AMI Marktexperten in der AMI Markt Bilanz Gemüse umfangreiche Fakten und Daten zu Erntemengen von Gemüse in Deutschland, Europa und der Welt, zum Außenhandel, zur Preissituation und zur Nachfrage zusammengestellt. Nutzen Sie die Jahrbücher als wichtige Grundlage für Ihre strategischen Entscheidungen: Sie haben die Wahl zwischen der Buchausgabe im handlichen A5-Format für den Schreibtisch oder dem eBook plus als pdf-Dokument mit allen Kennzahlen als Excel-Tabellen. Beide Ausgaben können Sie bequem online bestellen.

Für weitere Informationen:
www.ami-informiert.de
Michael Koch

Erscheinungsdatum: