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''Sehr übertrieben'' oder ''wir machen möglichst wenig''

O&G-Transporteure reagieren unterschiedlich auf Warnlage rot

Wenn in den Niederlanden die ersten Schneeflocken fallen, gibt es sofort Warnlageberichte. Der Unternehmerverein Evofenedex hat den Transporteuren sogar empfohlen, Montag nachmittag nicht zu fahren, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. "Wenn sie trotzdem fahren, empfehlen wir ihnen, die Fahrgeschwindigkeit an die Umstände anzupassen. Besser später geliefert als unnötige Risikos einzugehen", schließt der Verein. Stimmt das?

"Montag um 10 Uhr schien es mir etwas übertrieben zu sein, aber zwei Stunden später habe ich ihnen recht gegeben. Es hängt davon ab wo und wann", schließt Marc Vreugdenhil von C. Vreugdenhil Transport. Er hatte noch keine Probleme. "Auf den Verladerampen ist es glatt, aber die LKWs haben Winterreifen, das klappt also. Montagmorgen war es sehr ruhig auf der Straße, nachmittags gab es viele Staus. Aber wir fahren!"

Kollege Ton Stolk von Transtolk ist der Meinung, dass die Reaktionen übertrieben sind. "Im Winter des Jahres 1979 sind wir drei Monate lang im Schnee gefahren. Das war sogar mit den LKWs mit Zeltplanen und es hat gefroren. Damals gab es die Warnlage Rot gar nicht. Natürlich haben die LKWs manchmal stillgestanden, aber das war immer zufälligerweise eine Kneipe. In den Niederlanden sieht es so aus, dass wir nicht mit ungewöhnlichem Wetter umgehen können. Sogar in Sibirien oder Skandinavien fahren alle Autos einfach weiter. Es schneit, aber keine Panik."

Peter Hendriks des gleichnamigen Transportbedriebes in Venlo passt sich an die Wetterbedingungen an. "Wir machen das, was sein muss. Namentlich die Verladungen bei den Erzeugern verschieben wir möglichst viel auf den nächsten Tag. Natürlich wollen wir die Festkunden bedienen, aber wir gehen keine Risiken ein. Hier in Limburg liegt genau soviel Schnee wie gestern morgen und hier auf dem Auktionsgelände liegt fünf bis zehn Zentimeter Schnee. Das größte Problem ist das Beladen und Entladen, die Auf- und Ausfahrten und die Landstraßen. Die Autobahnen werden im allgemeinen mit Salz gestreut, aber ich rate den Fahrern jetzt nicht, in den Schnee hineinzufahren, denn wenn man festgefahren ist, hat man ein Problem. Man kann in dem Fall besser mit dem Gabelstapler laden."

In Belgien verursacht das Wetter auch Probleme. Transportfirma Herve, die sich unter anderen mit dem Transport von Obst und Gemüse beschäftigt, bemerkt es. "Es schneit hier viel", erzählt Christoph Govaert aus dem belgischen Zulte. "Wir erfahren viele Probleme wegen des Schnees. Wir müssen heute das Schema anpassen, deshalb sind wir sehr beschäftigt."

"Die Wetterwarnungen der Niederlande werden kritisiert, aber betrachten wir mal die Lage in Belgien", fügt Rob Euser von Capespan hinzu. "Dort hat man gestern gar nicht gesagt, dass es heute noch Schnee geben wird. In und um Antwerpen und Brussel ist der Verkehr total festgelaufen. Verschiedene Straßen sind gesperrt. Vielleicht gar nicht so schlecht, diese rechtzeitige Warnungen in den Niederlanden."

Fahrzeuge mit LED-Beleuchtung müssen laut Evofenedex bei Schneefällen extra aufpassen wegen der Sichtbarkeit. "Weil bei LED-Beleuchtung keine Wärme freigegeben wird, schmilzt der Schnee nicht der sich auf dem Scheinwerfer oder dem Rücklicht befindet. Die LED-Beleuchtung kann unterschneien und das könnte wegen der Sichtbarkeit im Verkehr zu gefährlichen Situationen führen. Wir raten zur Kontrolle der Scheinwerfer vor der Abfahrt und unterwegs."

Vorhersagen in den Niederlanden
Die Wetterwarnung rot galt in Mitte und im Süden der Niederlande wegen großmaßstäbliche Glätte durch Schneefälle. Die Schneefälle haben sich Montag nachmittag weiter in nördliche Richtung ausgebreitet. Für die nördlichen Provinzen galt die Warnlage orange. An manchen Orten ist am Montag fünf bis zehn Zentimeter Schnee gefallen, vor allem auf einem Streifen von Zeeland über Mitte nach Overijssel regional möglich 10-15 Zentimeter. In Limburg ist der Schnee eine Periode in Regen übergegangen. In der zweiten Hälfte des Abends zieht der Schnee Richtung Osten, wobei es auch in Limburg wieder geschneit hat. Nachs hat Schnee den Osten verlassen, aber die Glättegefahr bleibt weiterhin anwesend wegen Schneereste und Frost, meldet das KNMI.

Vorhersagen in Belgien
Im Norden Belgiens gab es Temperaturen um die 0 Grad und es leichter Schneefall. Die Schneezone hat sich nordwärts verschoben und im Süden Flanderns ist es trockener geworden. Zwischen 12.00 und 13.00 Uhr hat man aber 1 cm Schnee im Norden der Provinzen Westflandern, Ostflandern, Brabant, Antwerpen und Limburg erwartet. In der südlichen Hälfte des Landes sind die Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes (zwischen 0 und 8 Grad). In den Provinzen Henegouwen und Luxemburg ein leichter bis mäßiger Regen, sonst trockener, meldet das belgische KMI.

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