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Video und Foto Reportage

Italien: Wie man mit Nüssen Gewinn erzielen kann

Es ist möglich, die Nuss mit Profit anzubauen. Man muss klare Ideen haben, die richtigen agronomischen Entscheidungen fällen und die Verarbeitungskette organisieren. Darüber wurde am 18. September 2017 bei dem Unternehmen Valier, in der Provinz Rovigo in Italien, während einer Fachtagung diskutiert. Anwesend waren die Pflanzschule F.lli Zanzi und Valier selbst. Berichterstatter sind Alberto und Daniele Valier und Giovanni Zanzi.

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"Wir produzieren jedes Jahr ca 200.000 Pflanzen der Sorte Chandler, Lara und Tular. Wir sind überzeugt, dass der Anbau der Nuss einen guten Ertrag garantieren kann. Man muss aber die Produktionskette verbessern und sich zusammenschließen. Darum ist für Oktober ein Zusammentreffen mit wichtigen Kooperativen und Landwirtschaftsbetrieben geplant, um ein Konsortium anzuregen, die Produktionskette zu organisieren, unser Produkt zu bewerten und somit die Konkurrenz durch Chile und den USA ausstechen zu können".


Video zum mechanischem Rütteln.

An der Tagung nahmen ca 200 Personen aus unterschiedlichen Gebieten aus Norditalien teil. Nach dem Vorwort durch Zanzi beschrieb Alberto Valier die agronomischen Eigenschaften der Pflanze. "Wir haben ca 40 Hektar Nussbaumhaine, in drei Phasen angepflanzt: 1990, 2006 und 2016. Wir besitzen eine 30 jährige Erfahrung im Anbau von Nüssen, basierend auf: Einen Pflanzenabstand von 7-8 Metern zwischen den Reihen und 4-7 innerhalb der Reihe. Die Sorten Lara und Chandler können bis zu 300 Pflanzen pro Hektar vertragen, während die kräftige Tulare nur 200 Pflanzen pro Hektar verträgt".


Video zur mechanischen Ernte

Während der Tagung wurde deutlich, dass man überlegen muss, um einen konkurrenzfähigen Nusshain zu haben, es müssen mindestens 10-15 Hektar angebaut werden. Weniger lohnt sich nicht. Valier betonte, gut entwickelte und geformte Pflanzen anzubauen. "Es wird nur einmal gepflanzt. Wenn die Pflanze angebaut wird, benötigt sie die beste Versorgung und man muss darauf achten, wie sich die Wurzeln verhalten".

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Ca 200 Personen kamen nach Rovigo zur Fachtagung über die Nuss, angeregt durch die Gärtnerei F.lli Zanzi und dem Betrieb Valier

Valier sagt, dass ab dem ersten Jahr bewässert werden muss, am besten mit Mini-Sprinklern. Die Wassertropfsysteme bewässern die beinahe 10 m hohen Pflanzen nicht ausreichend. In den Reihen kann man Unkraut bis auf einem Meter beseitigen, zwischen den Reihen muss der Rasen gemäht werden. Nach dem Schnittsystem der Zuchtform kann, wenn notwendig, auch mechanisch geschnitten werden. Laut Valier kann ein Nusshain bis zu 35 Jahre alt werden.


Giovanni Zanzi und Alberto Valier

Was den Vertrieb betrifft hatte Daniele Valier das Wort. "In unserem Betrieb haben wir es mit 5 Tonnen Produkt pro Hektar zu tun. Der Bruttowert liegt bei ca 14.000-15.000 Euro. Die Betriebskosten liegen hier bei 4000 Euro, ebenso für die Bearbeitung nach der Ernte. Um auf der sicheren Seite zu sein, rechnen wir mit einer Marge von 5000 Euro/Hektar".

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Sorte Lara

Bei der gesundheitlichen Behandlung hat Alberto Valier die Wirkstoffe aufgezählt, die die Nuss schädigen. "Bakteriosen schienen ein Problem zu sein, diese können aber sehr gut durch Kupfersalze behandelt werden. Die braune apikale Nekrose wird durch Pilze hervorgerufen und kann durch Tebuconazol behandelt werden, so auch die Botryosphäria. Der Apfelwickler ist ein Problem, auch wenn der Angriff bei der Schale stoppt. Die Kontrolle ist ähnlich wie beim Apfel. Auch die Anthraknose könnte negativ wirken und kann durch Tebuconazol unter Kontrolle gebracht werden".

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Geeigneter Zerstäuber zur effektiven Bewässerung der bis zu 10 Meter hohen Pflanzen


Valier hat auf die Frage des Publikums zur biologischen Produktion Antwort gegeben: "Ich glaube nicht, dass die Pflanze biologisch angebaut werden und man eine gute Bilanz erhalten kann. Die Erträge gehen mit 75% zurück. Ich spreche über echten biologischen Anbau. Ich habe Erfahrung mit einem totalen Misserfolg einer biologischen Nussproduktion".


Maschine für die mechanische Ernte der Nüsse

Eine andere Frage war, ob die mikrovermehrten Pflanzen effizient sind? Antwort: Nein, da sie eine Produktion verzögern. Was die Bestäubung betrifft: Die Pflanzen sind kompatibel und es ist wichtig, die Blütezeiten zu kontrollieren im Bezug auf die Bestäuberinsekten.

Kontakt:
Vivai F.lli Zanzi

Via del Gorgo 137
Loc. Gorgo di Fossanova San Marco
44124 Ferrara
Tel.: +39 (0)532 719072
Email: vivaizanzi@vivaizanzi.it
Web: www.vivaizanzi.it

Az. Agr. Valier
Via Maestri del Lavoro
45100 Rovigo
Tel.: +39 (0)425 474575
Email: info@valier.it
Web: www.valier.it

Erscheinungsdatum:



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