Ankündigungen

Stellenbörse

Top 5 -Gestern

Top 5 -letzte Woche

Top 5 -im letzten Monat

Bauern machen sich Sorgen über die kommende Saison

Südafrika: Valencia Ernte in Citrusdal verspätet

Trotz exzellenter Brix-Level kam es zu einigen Verspätungen bei Midknight, Valencia und einigen späten Mandarinen Sorten in Citrusdal am Westkap. Der Säuregehalt sank nur langsam auf das gewünschte Level, ein Phänomen, das immer mal wieder auftritt. Die Gründe dafür sind nicht wirklich klar, vielleicht hängt es von den klimatischen Bedingungen ab und in diesem Jahr war die Valencia Ernte beispielweise um sechs Wochen verspätet.

Die Zitrusfrucht-Bauern in dieser Region haben Zugang zum US-amerikanischen Markt. Dort wird ein hohes Zucker-Säure-Verhältnis vorausgesetzt und die Bauern lassen die Früchte so lange an den Bäumen, bis ein maximaler Wert von 1,5 erreicht ist.



Die Bauern in Citrusdal sind bekannt für ihre süßen Früchte, wie späte Mandarinen (sowohl Navel-artige, als auch Navels). Sie sagen, dass es am mediterranen Klima, der Wasserqualität und der Bodenbeschaffenheit liegt. 

Die Orri vom Volcani Institut ist ein besonderer Favorit. "Sie ist sehr lecker und bekannt für ihr hohes Brix-Level. Außerdem kann man die Orri wirklich am Geschmack erkennen. Vor allem ihr süßer Duft macht die Sorte einzigartig", sagt Piet Smit von Favourite Fresh Export. "Die meisten Märkte machen keinen Unterschied zwischen Orri und Mor, aber in Frankreich fragen sie seit kurzem ganz speziell nach Orri. Unsere größten Märkte für Orri sind daher Frankreich und die USA."

Vor allem Clemenules, späte Mandarinen und Nadorcotts stechen diese Saison in der Region besonders hervor. Hendrik Warnich, Marketing Manager von ALG Estates stimmt zu, dass die Brixwerte in dieser Saison ausgezeichnet sind.



Buoyant Valencia verkauft weltweit
"Die Märkte für Valencias sehen gut aus, wir hatten keine der Probleme, die wir mit Navels hatten", sagt Smit. "Die Situation sieht in der EU, den USA und im Fernen Osten sehr gut aus und auch im Mittleren Osten. Das liegt daran, dass die südafrikanischen Exporteure sehr sensibel und verantwortlich verkauft haben."

Hannes de Waal, Geschäftsführer der Sundays River Citrus Company am Ostkap sagt, dass die Zitrusfrucht-Mengen in diesem Jahr die kleinsten seit zehn Jahren waren. Dafür sind drei Faktoren verantwortlich: die berüchtigte "Navel Splitting Krankheit", heiße Winde, die Mitte des Winters die Bäume beschädigt haben und außerdem die extrem kleinen Größen der Zitronen. Immerhin gibt es einen Bereich, in dem es diese Saison für das Ostkap gut läuft und das sind Valencias.

Die Valencia Ernte verkauft sich gut auf dem belebten Markt. Dadurch, dass immer mehr Läden in Europa frisch gepresste Säfte verkaufen, ist die Nachfrage nach südafrikanischen Valencias schlagartig gestiegen. Hurrikane Irma in Florida hat dieses Phänomen noch weiter bestärkt, auch wenn die südafrikanischen Valencia Exporteure sagen, dass es den Aufwärtstrend schon davor gegeben hätte. Der globale Orangen Markt war leer, da Südafrika in diesem Jahr fast sieben Millionen weniger Kisten Navels exportiert hat als im letzten Jahr.

"Wenn die Valencias etwas kleiner ausfallen, ist das nicht schlimm", so De Waal. "Wir haben viele 88er und 105er Medium-Größen, was für den Mittleren Osten und Europa genau richtig ist. Wir haben etwas zu viele 144er, als uns lieb wäre, aber der Saft-Markt läuft gut. Es gibt eine gute Nachfrage nach südafrikanischen Valencias und zwar unabhängig von den Mengen."



Auswirkungen der Dürre auf Citrusdal und das Sundays River Valley
Citrusdal liegt an den oberen Ausläufen des Olifants River, der bisher immer das Überleben der Region gesichert hat: Die Bauern dürfen bis Ende September Wasser aus dem Fluss schöpfen, um ihre Dämme zu füllen, denn in der Region ist im Winter Regenzeit. Die Bauern füllen zurzeit ihre Wasservorräte für die kommende Saison auf.

"Wir denken, dass die Wasserrestriktionen noch strenger werden und wir haben ein Problem. Es wird eine sehr schwierige Saison werden", warnt Piet Smit. Okkie Burger von Quattro Citrus, Teil der Munoz Gruppe, stimmt zu, da es in diesem Winter durchschnittlich wenig regnen soll. Normalerweise gibt es einen Niederschlag von etwa 350mm. Bisher sind es jedoch nur 130mm. "Wir brauchen eine angemessene Menge regen, 50mm oder mehr, damit der Fluss wieder aufgefüllt wird. Diesen Winter gab es viele kleine Schauer."

Es gibt Anzeichen dafür, dass sich die Zitrusfrucht-Bauern am Beispiel von Premium-Obst- und Steinfrucht-Bauern orientieren werden. Die Bauern setzten dabei ihre Prioritäten so, dass nur noch qualitativ hochwertige, produktive Plantagen bewässert werden und die älteren und weniger produktiveren sich selbst überlassen werden.

Manchmal werden die weniger produktiven Plantagen so beschnitten und vor der Sonne geschützt, dass sie bis zur nächsten Saison am Leben gehalten werden können. Andere Bauern treffen die schwere Entscheidung, ihre Plantagen gänzlich abzuholen, auch wenn dies erst in den kommenden Jahren nötig gewesen wäre.

Für das Sundays River Valley sieht es besser aus als für das Westkap und andere, große Obst-Produktionsregionen am Ostkap, Patensie und Langkloof. Das liegt daran, dass das Valley in der Nähe des riesigen Gariep Damms liegt, der eine verlässliche Wasserquelle ist. Der Damm ist zurzeit 66% gefüllt, sodass man nicht von einem Wassermangel sprechen kann.

"Viele Faktoren müssen zusammenwirken, damit wir nicht die Probleme haben, die wir im letzten Jahr mit Navels hatten. Dazu gehören unter anderem kühlere Temperaturen während der Blütezeit und der Aussaat. Wir haben Glück, dass wir ausreichend Wasser zur Bewässerung haben, aber das Regenwasser wäscht die wichtigen Mineralien aus dem Boden. Die Stürme lassen Stickstoff frei, sodass die Bäume nach einem Gewitter deutlich grüner sind", erklärt Hannes de Waal von der Sundays River Citrus Company. "Wir beschweren uns nicht, sondern sind noch immer dankbar. Unsere Situation ist nicht halb so schlimm wie in manchen anderen Regionen des Landes, aber wir brauchen Regen. Wir brauchen mindestens 100mm mehr vor Ende November."

In Citrusdal, dem Sundays River Valley und in anderen Regionen des Kaps hoffen die Bauern auf die wichtigen Niederschläge zum Ende des Winters hin oder zumindest auf einen milden Frühling. 

Für weitere Informationen:
Piet Smit
Favourite Fresh Export
Tel: +27 22 921 2636

Hendrik Warnich
ALG Estates
Tel: +27 22 921 3439


Okkie Burger
Quattro Citrus
Tel: +27 22 100 0108

Hannes de Waal
Sundays River Citrus Company
Tel: +27 42 233 0320

Erscheinungsdatum:



Erhalten Sie den täglichen Newsletter in Ihrer E-Mail kostenlos | Klick hier


Weitere Nachrichten in dieser Branche:


Melden Sie sich für unseren täglichen Newsletter an um immer auf dem neusten Stand zu bleiben!

Anmelden Ich bin bereits angemeldet