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"Richard Soepenberg, Frunet Bio: "Froh, dass die Angelegenheit abgeschlossen ist"

Hamburg muss für EHEC zahlen

Das langwierige Gerichtsverfahren zwischen zwei spanischen O&G-Betrieben und der Hamburger Regierung ist zu einem Ende gekommen. Die Betriebe wurden namentlich von der Regierung als Verursacher der EHEC-Krise genannt. Zu Unrecht, wie sich später heraus stellte. Es wurde nicht bekannt gegeben, wie hoch der Betrag ist, den die Hamburger Regierung nach Spanien überweisen muss. 


Auch in den Niederlanden wurden Tonnen Gemüse vernichtet. Diese Abbildung kommt aus einer Dokumentation eines niederländische Fernsehsenders über die Folgen für Gurken-Erzeuger.

EHEC-Krise
Der Moment, dass Gurken als Schuldige für die EHEC-Krise verantwortlich gemacht wurden, hat sich bei jedem, der auch nur irgend etwas mit Gartenbau zu tun hat, ins Gedächtnis gebrannt. Der Deutsche Gesundheitsdienst warnte vor den Produkten zweier spanischer Handelsunternehmen. Zu Unrecht, wie sich später herausstellte, als 'das Kind schon in den Brunnen gefallen war'. Im Sommer 2011 wurden ca. 56 Millionen Kilo Gemüse auf den Abfallberg gekippt und wurden allein in den Niederlanden Produkte wie Gurken, Paprika und Tomaten von einer Fläche von ungefähr 500 Hektar nicht geerntet. Nun haben zwei spanische Betriebe von der Hamburger Regierung einen Schadensersatz bekommen.

Unterschied in 'allgemein' und 'speziell' 
Diese Betriebe wurden vom Hamburger Gesundheitsdienst nämlich namentlich als Brunnen der Epidemie genannt. Aus diesem Grund reichten sie eine Klage gegen die Hamburger Regierung ein und forderten einen Schadensersatz von 2,28 Millionen Euro - der Schaden der EHEC-Krise. Dieser Betrag wurden ihnen nicht zugesprochen. Der Richter ordnete schon eher an, dass die Hamburger Regierung einen Teil des erlittenen Schadens vergüten muss: den Unterschied zwischen dem allgemeinen EHEC-Schaden, mit dem der gesamte Sektor zu tun hatte und dem Schaden, der dadurch entstanden ist, dass die Betriebe namentlich genannt wurden. Um welchen Betrag es sich hierbei handelt, ist noch nicht bekannt gegeben. Laut Informationen aus deutschen Quellen, soll es um einen sechsstelligen Betrag gehen.

Geschlossenes Buch 
Auch Richard Soepenberg von Frunet Bio geht nicht auf den Betrag ein. Das spanische Handelsunternehmen ist einer der beiden Betriebe, die namentlich genannt wurden. Innerhalb von einem Tag ist der Handel bei dem Betrieb zum Erliegen gekommen. Monatelang war fast nichts zu tun. Fast kein Kunde kam wieder, auch nicht, als klar war, dass sie nie etwas mit EHEC zu tun gehabt haben. 

Nun geht die Geschichte zu Ende. "Der Eigentümer des Betriebes ist zufrieden. Ich nehme an, dass die andere Seite auch zufrieden ist. Nun können wir das Buch endlich schließen. Wir sind schon seit sechs Jahren damit beschäftigt", sagt Richard. Letztes Jahr hat der Richter entschieden, dass ein Schadensersatz gezahlt werden muss. "Aber welcher Teil des Gesamtschadens ist allgemeiner Schaden und welcher Teil ist dann der extra Schaden der entstanden ist, weil die Namen der Betriebe genannt wurden? Das ist sehr schwer zu ermitteln. Es wurde erlassen und damit scheinen sie zufrieden zu sein. Auf jeden Fall ist es nun abgeschlossen", sagt er.

Erscheinungsdatum:



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