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Kris Wouters, Wouters Fruithandel:

"Für Conference-Birnen ist Deutschland das neue Russland"

Der Top-Fruchtsektor machte in diesem Jahr einiges durch. Zum Ende der Saison zeigt sich aber nun, dass die Situation nicht so schlecht ist wie erwartet. Viele Exporteure wurden wachgerüttelt und realisierten, dass sie neben Russland neue Märkte finden müssen. "Es ist nicht gut, von einem Markt vollkommen abhängig zu sein", so Kris Wouters von Wouters Fruithandel. "Was an diesem desaströsen Jahr positiv ist, ist dass Belgien in diesem Jahr Länder beliefert hat, die es in den vergangenen Jahren nicht versorgt hat. Die geringeren Preise für Baumfrüchte konnten viele überzeugen."

"Es gab eine Vielzahl an Märkten, die an Äpfeln interessiert waren, etwa afrikanische Staaten und Indien. Deutschland kaufte viele Birnen. Andere Länder sind schwer von Birnen zu überzeugen, speziell von Conference-Birnen. Das raue Äußere der Birne ist oft ein Stolperstein, wenn man neue Märkte von ihr überzeugen will. Es kam allerdings auch wiederholten Kauf in verschiedenen Ländern, was ein gutes Zeichen ist. Hoffentlich werden in der neuen Saison nun mehr Exporte beauftragt und die gute Nachfrage ist nicht nur auf die geringen Preise zurückzuführen."



Nicht zu enthusiastisch
Die Niederlande und Belgien haben in Deutschland gemeinsam die Conference-Birne beworben. "Es gibt definitiv Hoffnung, dass wir in der nächsten Saison größere Mengen dorthin exportieren können. Natürlich sollten wir nicht zu enthusiastisch werden und nun sofort mehr anpflanzen. Die Birnen-Saison ist noch ganz gut zu Ende gegangen, aber wir haben viel worüber wir nachdenken müssen. Große Mengen wurden zu lächerlich kleinen Preisen verkauft und die europäische Ernte ist kleiner ausgefallen. Sollten wir im nächsten Jahr eine großartige Ernte haben, wird es für die Conference-Birne schwierig sein einen akzeptablen Preis zu erzielen. Außer natürlich, ein Land wie Deutschland, kauft riesige Menge an."

Nicht China, aber Deutschland
China ist auch ein potenzieller Käufer von Conference-Birnen. "Aber nicht viel geht dorthin. Wir können nicht erwarten, dass die Menge, die bisher nach Russland ging, in den kommenden fünf Jahren nach China gehen wird. Oder es gibt dort eine Wahnsinns-Saison. Ich denke wir sollten uns hauptsächlich auf Deutschland konzentrieren. 80 Millionen Menschen leben dort, die leicht zugänglich sind. Falls wir den Konsum dort in die Höhe treiben können, könnte es ein Markt wie in Russland werden. Russland hat zwar 150 Millionen Einwohner, aber viele haben nicht genug Geld, um Früchte zu importieren. Deutsche haben generell genug Geld, daher sollte dies kein großes Problem darstellen. Wenn man sie so vergleicht, ist Deutschland das neue Russland."

Nicht solide
Die Baumfrucht-Saison ist fast vorüber. "Wir haben noch ein paar Äpfel und Birnen. Die Verkaufszahlen sind nicht toll. Die Aufwärtsentwicklung der Äpfel ist wieder ein wenig zurückgegangen. Da aber nicht mehr so große Mengen vorhanden sind, wird es nicht mehr schmutzig werden." Wenn Kris die Saison so reflektiert, glaubt er, dass die Beschreibung "solide" noch zu positiv ist. "Bis Februar/März waren die Preise niedrig. Es gibt sogar Bauern, die alles schon verkauft hatten als die Preise gefallen sind. Sie hatten ein sehr schlechtes Jahr. Hier und da gab es auch Ausnahmen und Bauern die gut kalkuliert hatten, aber für den durchschnittlichen Bauern war es eine desaströse Saison, insbesondere für Äpfel."


Für mehr Informationen:
Wouters Fruithandel
Kris Wouters
Kasteellaan 21
3454 Rummen, Belgium
Tel.: +32 11586190
Fax: +32 11581041
www.woutersfruit.be

Erscheinungsdatum:



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