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Übersicht Weltmarkt Knoblauch

Nachdem China im letzten Jahr eine schwierige Saison hatte und die Produktion niedriger als normal war, sahen viele Länder ihre Chance, um ihren Marktanteil zu vergrößern. In diesem Jahr hat China wieder höhere Volumen und fordert seinen Platz auf dem Weltmarkt wieder zurück. Das merken unter anderem die Exporteure in Peru. Andere Länder sehen Möglichkeiten im Knoblauchanbau, wie zum Beispiel Erzeuger in der Dominikanischen Republik und in der Ukraine.

Chinesische Bestände im Jahr 2017 mit 80 Prozent gestiegen
Der Knoblauchvorrat liegt in diesem Jahr bei 348.000 Tonnen, ein Anstieg von beinahe 78 Prozent im Gegensatz zu den 196.000 Tonnen vor einem Jahr. Letzte Saison stieg die Fläche, wodurch die Ernte dieses Jahr beinahe verdoppelte. Das größere Angebot konnte man am Exportpreis des Knoblauch bemerken, der bei 6.000 Yuan (770 Euro) pro Tonne lag. In derselben Periode im letzten Jahr lag der Preis bei 10.000 Yuan pro Tonne, ein Unterschied von 40 Prozent mit der jetzigen Situation. Insgesamt wird nicht mehr als 2,4 Mio Tonnen Knoblauch vermarktet. In den Lagern ist noch Platz für 1 Mio Tonnen.
 


Indien hauptsächlich für den Inlandsmarkt
Der Anbau findet im Norden und der Mitte des Landes statt. Auf dem Großhandelsmarkt in Mandsaur wird während des Höhepunktes der Saison mehr als 800 Tonnen Knoblauch verhandelt. Der Großteil der Produktion bleibt allerdings innerhalb der Landesgrenzen, ca. 10 Prozent ist für den Export bestimmt. Die Nachfrage ist begrenzt und die Konkurrenz mit dem chinesischen Knoblauch macht es schwierig.

Australien will mehr inländisches Produkt
Bis vor Kurzem wurde in Australien wenig Knoblauch auf kommerzieller Basis angebaut. Die Ernte beginnt am Ende des Frühjahres und läuft den ganzen Sommer. Ungefähr 80 Prozent des Knoblauchs wird importiert. Der Großteil kommt aus China, aber das Angebot aus Spanien, Argentinien, Mexiko und den Vereinigten Staaten wird auch immer größer. Man beschäftigt sich mit einem Plan, um die inländische Produktion zu vergrößern, um damit 30 Prozent der Nachfrage zu befriedigen.

VS: stabiler Preis erwartet
Jetzt da die argentinische Exportsaison beginnt, scheinen die Exporteure aus Peru den Druck auf dem amerikanischen Markt zu verschärfen. "Ich habe verschiedene Anfragen von peruanischen Erzeugern und Händlern erhalten", so sagt ein amerikanischer Importeur. Das Unternehmen importiert Knoblauch aus Argentinien. Wie sich der Markt entwickeln wird, ist noch unsicher. "Wir erwarten nicht, dass die Preise in 2018 so hoch sein werden, aber wir antizipieren auf einen stabilen Preis."

Niederlande: Niedriger Knoblauchpreis zieht Gelegenheitsimporteure an
Der Knoblauchmarkt verläuft in Holland derzeit mühsam. Da mit den aktuellen Preisen jeder die Möglichkeit hat, einen Container Knoblauch zu kaufen, ist der Markt über zu viele Importeure verteilt, obwohl man oftmals nur ein paar Paletten pro Woche benötigt. Das macht die Situation unübersichtlich, obwohl man niemanden hiervon die Schuld geben kann. Die Preise des Knoblauch liegen weit auseinander. Die Ernte in sowohl China als auch in Spanien waren sehr gut und in China spricht man sogar von der größten Ernte aller Zeiten. Grundleggend haben alle produzierenden Länder im letzten Jahr mehr angepflanzt. Importeure erwarten aufgrund der Vorräte und der schlechten Nachfrage, dass sich der Markt stabilisieren oder langsam kleiner wird. Sie sind sich sicher, dass, wenn die Nachfrage nicht ansteigt, sich der Preis nach dem chinesischen Neujahr verringern wird.

Belgischer Handel wählt europäisches Produkt
Der Markt wird durch Knoblauch aus Europa dominiert. Momentan enttäuscht der chinesische Knoblauchmarkt ein wenig, erzählt ein belgischer Händler. Einzelhandel und Großhändler bevorzugen doch lieber den Knoblauch aus Europa, wenn der Preisunterschied nicht so groß ist. Chinesischer Knoblauch wird beinahe zum Importpreis verkauft und doch läuft der Handel sehr träge.

Spanien: höhere Ernte, stabiler Preis
Die spanische Ernte lag in diesem Jahr 20 Prozent höher als im Vorjahr. Die Preise sind seit dem Ende der Ernte im Juli stabil. Die Nachfrage ist gut und den Händler zufolge gibt es genug Platz für den spanischen Knoblauch. Das ist auch der Tatsache zu verdanken, dass trotz der Konkurrenz aus China, im letzten Jahr neue Märkte angebort wurden. Die Preise waren im vorigen Jahr niedrig, aber trotzdem wird das Jahr als ein Rekordjahr bezeichnet. Momentan sind die Preise gewinnbringend.

Erzeuger pflanzen derzeit den Frühjahrsknoblauch für die nächste Saison. Das Klima ist günstig, obwohl Produzenten Trockenheit fürchten. Es ist noch zu früh, um definitiv etwas über die kommende Saison sagen zu können, aber es scheint als ob die Fläche im nächsten Jahr kleiner ausfallen wird. Die Pflanzung des neuen Knoblauchs dauert bis Februar.

Italien meldet gute Produktion
Obwohl Einzelhändler den inländischen Knoblauchanbau unterstützen, ist die Produktion zu klein, um die Nachfrage zu decken. "Die Volumen sind gut und der Ertrag (Trockengewicht) ist 10 bis 12 Tonnen pro Hektar. Die trockene Saison hat keine Auswirkungen auf die Produktion und wir haben die Fusariumprobleme gut unter Kontrolle bekommen", so ein Händler. Der Importknoblauch ist meist billiger als der inländische. Die meisten Einzelhändler achten beim Einkauf aber auf das Ursprungsland.

Frankreich hat schwierige Saison
Durch die Konkurrenz aus Spanien ist der Markt nicht einfach. Hinzu kommen die Probleme mit Fusarium, dass die Produktion in dieser Saison beeinflusst. Das Volumen ist allerdings stabil, auch wenn gut sortiert werden muss. Der spanische Knoblauch geht für weniger als 0,50 Euro pro Kilo weg. Konsumenten achten mehr auf Preis als auf das Herkunfsland. Der weiße Knoblauch ist am beliebtesten. Sowohl der Import als der Export wächst. Import gibt es unter anderem aus Spanien und China. Export geht beispielsweise in die Schweiz, nach Deutschland, Belgien und Österreich.

Stabile Saison für Griechenland
Die Produzenten sind schon mehr als zwei Wochen am Pflanzen. Die Bedinungen hierfür sind derzeit gut. Die letzte Saison kannte ein gutes Volumen und eine gute Qualität. Dadurch wird momentan noch aus Lager verkauft. Die Preise sind normal und der Fokus liegt auf dem Inlandsmarkt. Der Preis für Kategorie 6 liegt zur Zeit zwischen 2,50 und 2,70 Euro pro Kilo. Bis November gibt es wenig Importprodukt. Die meisten Konsumenten wählen den griechischen Knoblauch. Nach Weihnachten gibt es mehr Platz für spanisches und chinesisches Produkt auf dem Markt.

Ukraine sieht Chance im Knoblauchanbau
Immer mehr Erzeuger sehen Verdienstmöglichkeiten im Knoblauchanbau. Obwohl die Produktion noch klein ist, sehen die Erzeuger ein großes Potenzial in diesem Anbau. Es wurde viel in technologischen Fortschritt investiert, wodurch die Produktion gestiegen ist und neue Märkte geöffnet wurden. Diese Saison wurde mehr als 200.000 Tonnen geerntet. Der inländische Anbau deckt 90 Prozent des lokalen Marktes. In den Monaten Februar bis Mai wird aus China importiert. Weißrussland ist ein historischer Exportmarkt für den Knoblauch, aber auch die baltischen Staaten nehmen das Produkt ab. In den letzten Jahren hat sich durch Teste nach Holland, Kanada und andere EU Staaten viel verändert. Der Drang zum Export kommt auch durch den niedrigen Preis von 1 Euro pro Kilo für frischen Knoblauch.

Peru sucht nach Möglichkeiten
Es ist eine schwierige Saison verglichen mit vorigem Jahr. "Letzte Saison war der Markt gut für die Kaliber 5 und 6, aber da China in diesem Jahr wieder größere Mengen hat, bekommen wir nur Anfragen für die Größen 7 und 8", so ein Händler. Eine Lösung für dieses Problem fand man in Netzverpackungen mit kleinen Kalibern, die in die VS geliefert werden. Die Ernte des lila Knoblauchs steht vor der Tür. Für die großen Kaliber dieses Knoblauchs gibt es Platz auf dem australischen Markt. "Wir haben hohe Erwartungen für die Exportsaison des lila Knoblauchs und das sollte die Saison des weißen Knoblauchs kompensieren."

Mehr Volumina für argentinische Produzenten
Die Produktion stieg im Verleich zu letzten Jahr mit 14 Prozent, so wird aus Zahlen deutlich, die die Regierung bekannt gab. In den vorigen Jahren hat dieser Anbau ein stabiles Wachstum mitgemacht. Im Jahr 2016 hatte der Knoblauch einen Anteil von 64 Prozent der Fläche, was in diesem Jahr auf 73 Prozent steigt. Damit wird die Produktion auf 130.000 Tonnen geschätzt. Der Großteil, 74 Prozent, ist für den Export bestimmt, der Rest wird auf dem inländischen Markt abgesetzt. Der wichtigste Markt ist Brasilien, mit 34 Prozent des Exportes. Mehr als die Hälfte der Anpflanzung besteht aus Lila Knoblauch, 34 Prozent ist roter Knoblauch, 6 Prozent weißer und 5 Prozent andere Sorten.

Produzenten Dominikanische Republik steigen um auf gewinnbringenderen Anbau
Für die Anpflanzung in diesem Jahr wird ein größeres Volumen als letztes Jahr erwartet. Erzeuger sind motiviert durch die Rentabilität des Produktes und sie hoffen, dass die Regierung den Import stoppt, wenn lokales Produkt auf den Markt kommt. Es wurden auch Trocknungsanlagen installiert, um den Prozess der Ernte zu verschnellen. "Wir schätzen, dass 4.000 Tonnen geerntet werden, was genug ist, um die Nachfrage zu decken."

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