Sie haben eine Software (Adblocker) installiert, der unsere Werbung blockiert.

Da wir die Nachrichten kostenlos zur Verfügung stellen, sind wir auf die Einnahmen aus unseren Werbebannern angewiesen. Bitte deaktivieren Sie daher Ihren Adblocker und laden Sie die Seite neu, um diese Seite weiter zu nutzen.

Klicken Sie hier für eine Anleitung zum Deaktivieren Ihres Adblockers.

App icon
FreshPublishers
In der App öffnen
ÖFFNEN

Übersicht Weltmarkt Zitronen

Die Ernte in Argentinien war verspätet und Europa bekommt nun die Auswirkungen der "Citrus Black Spot" (CBS) Restriktionen zu spüren. Die erhobenen Maßnahmen machen südafrikanischen Exporteuren das Leben schwer. Die Kombination aus einer kleineren Ernte in Spanien und Problemen mit türkischen Zitronen hat zu einem fast leeren Markt und enorm hohen Preisen geführt. Die Preise in den Vereinigten Staaten sind auch gut. Momentan ist Kalifornien der einzige Staat auf dem Markt und im Herbst werden die Wüstenstaaten folgen. Bis dahin werden die Preise voraussichtlich weiter steigen. Der Mittlere Osten ist ein guter Markt, teils auch wegen Ramadan. Langsam scheint der Markt nur in Asien zu sein, so südafrikanische Exporteure, aber der Grund dafür ist nicht ganz ersichtlich.

Argentinisches Angebot kleiner
Die argentinische Ernte ist kleiner. Sie wurde wegen der extremen Wetterbedigungen beschädigt und verspätete sich. Der Ernterückgang wird auf 20 Prozent geschätzt. Wegen der Regenfälle ist ein Großteil der Zitronen nicht für den Transport geeignet. Die Nachfrage ist allerdings stark gestiegen. Zahlen zufolge hat sie im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent zugenommen. Die Argentiner profitieren vor allem von der kleineren spanischen Ernte, wodurch die Preise 15 bis 20 Prozent höher sind als im Vorjahr.

Der Mittlere Osten, den die Argentiner als potentiellen Wachstumsmarkt ansehen, ist auch ein großer Absatzmarkt für Zitronen. Das Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten befindet sich in einem fortgeschrittenen Stadium, ist jedoch noch nicht beschlossen. Daneben arbeiten die Exporteure auch am Zugang auf den chinesischen Markt. Europa ist zurzeit noch immer der wichtigste Markt.

Südafrikanische Saison endet früher
Der frühe Ramadan ist in diesem Jahr gut für den Export in den Mittleren Osten. Die Nachfrage auf diesen Märkten ist gut, Südafrika hat einen großen Teil der frühen Ernte dort hin exportiert. Die Nachfrage nach Zitronen ist generell gut, China jedoch ist die Ausnahme. Warum der chinesische Markt für südafrikanische Zitronen schwer ist, ist jedoch nicht klar. Ein möglicher Grund dafür könnte sein, dass die südafrikanische Saison auf die chinesische und armerikanische Saison folgt. Auch die Qualitätsprobleme könnten ihren Anteil daran haben.


Quelle: Agrihub/Citrus Growers Association

Das Land hat den Export von Bio-Zitronen nach Europa gestoppt. Gründe dafür sind die CBS Maßnahmen der EU und die Anzahl der Unterbrechungen im letzten Jahr. Die Bauern können Pestizide gegen CBS einsetzen, aber das ist beim Bio-Anbau verboten.

Zurzeit ist die Sunday's River Valley Region am Ostkap auf dem Markt. Die Ernte wird in diesem Jahr voraussichtlich früh enden. Die Ernte ist bisher ohne Probleme abgelaufen. Jedoch könnte es Konsequenzen haben, wenn sich das Wetter sehr verändert. Generell ist es kein schlechtes Jahr für Exporteure, aber auch kein ideales, das sagte ein Exporteur. Die Größen fallen klein aus und Europa hat strenge CBS Maßnahmen ergriffen. Der Export nach Europa findet jedoch noch immer statt. Wegen der Restriktionen mussten Exporteure anders arbeiten und die Importeure in Europa mussten akzeptieren, dass sie nicht die Mengen erhalten würden, mit denen sie gerechnet hatten. Die Preise sind allerdings gut und der Sektor profitiert davon. Neben Europa, scheint Russland ein guter Markt zu sein. Der Markt in Südostasien ist langsam, wofür es keinen ersichtlichen Grund gibt. Der Mittlere Osten ist ein stabiler Markt mit einer guten Nachfrage.

CBS hat Europa fest im Griff
Der europäische Zitronenmarkt ist zurzeit am Glühen. Obwohl scheinbar wegen der CBS Maßnahmen, die von der EU ergriffen wurden, weniger Zitronen exportiert werden, steigen die derzeitigen Exportzahlen Südafrikas. Der Export von Bio-Zitronen wurde vollständig gestoppt. Argentinien ist später und mit kleineren Mengen auf den Markt gekommen. Das in Kombination mit einer höheren Nachfrage und dem schwierigen Zitronenangebot führt zu hohen Preisen. Importeuren zufolge wird sich die Situation in der nächsten Zeit nicht ändern.

Spanien beendet Saison mit enorm hohen Preisen
Die erfolgreiche Saison hat die Beliebtheit des Zitronenanbaus gesteigert. In den kommenden Jahren wird es voraussichtlich einen Anstieg in der Region geben. Die Saison wurde mit Preisen über 1.30 Euro für die Verna beendet. Die Primofiori war 30 bis 40 Cent niedriger als im letzten Jahr und für die späte Verna sogar über 50 Cent weniger als im letzten Jahr. Weil auch die Türkei einige Probleme mit der Ernte hatte und Argentinien später auf den Markt gekommen ist, sind die Preise für spanische Zitronen in die Höhe geschossen. Wegen der kleineren Ernte war der Export 14 Prozent geringer. Insbesondere die Verarbeitungsindustrie erhielt viel geringere Mengen. 100.000 Tonnen in dieser Saison im Vergleich zu 305.000 Tonnen in der letzten Saison.

Die Ernte wird im nächsten Jahr voraussichtlich wieder regulär verlaufen und die Menge von einer Millionen Tonnen erreichen. Das macht Spanien zum weltweit Zweitplatzierten im Produktionsranking, wobei Argentinien den ersten Platz einnimmt.

Italien investiert in Verlängerung der Saison
Zahlen zufolge wird die Produktion in Italien um 10 Prozent steigen. Der Export ist im Februar 2016 um 20.000 Tonnen gestiegen, was 5,000 Tonnen mehr sind als in der vorherigen Saison. Die Ernte in Syracuse, Sizilien, beginnt im Oktober und geht bis Juni. Der Import von Südafrika und Argentinien wird dann beginnen. Die Sorte, die am öftesten importiert wird, ist die Eureka. Um die italienische Saison zu verlängern und weniger vom Import abhängig zu sein, investieren Bauern in die Ausweitung der Saison. Neben anderen Sorten werden späte Sorten wie die Verdello und frühe Sorten wie die Femminello und Siracusano gepflanzt werden. Zitronen werden auf dem lokalen Markt verkauft, sowie nach Österreich, Deutschland, Ungarn, die Tschechische Republik, in die Schweiz, die Slowakei, nach Großbritannien, Dänemark, Finnland, Schweden und andere Länder exportiert.

Fransösischer Markt leer
Ein leerer Markt hat zu höheren Preisen geführt, aber die Konsumenten sind dazu bereit, den Preis für Zitronen zu zahlen. Zurzeit werden die Zitronen aus Argentinien importiert, aber weil sich das Land noch immer am Anfang der Saison befindet, gab es einige Beschwerden über die Qualität. Die Qualität der ersten Container, die jetzt angekommen sind, köntte sich später verbessern.



Britische Preise stabil
Der britische Markt ist mit 20 bis 25 Pfund (23-29 Euro)pro Box, je nach Größe, stabil. Das ist ein guter Preis für Zitronen. Auch das Angebot aus Argentinien ist kleiner und es wurde bereits über einige Qualitätsprobleme berichtet. Auf der anderen Seite importiert Großbritannien aus Bolivien.

Belgien: Zitronen fassen keinen Fuß
Das Angebot in Belgien ist so klein und die Nachfrage so groß, dass Zitronen kaum Fuß fassen. Letzte Woche lagen die Preise zwischen 37 und 38 Euro für 18 Kilo und diese Preise werden voraussichtlich noch weiter steigen. Das Angebot aus Argentinien ist klein und auch die Ernte spanischer Verna Zitronen war eine Enttäuschung.

Der niederländische Markt hat gute Preise
Die Einzelhandelspreise für südafrikanische Zitronen haben eine gute saison. Ob diese Situation unverändert bleibt hängt vor allem von den Mengen ab, die in der kommenden Zeit noch immer von Südafrika und Argentinien geschickt werden. Südafrika wird keine großen Mengen exportieren. Das ist teilweise eine Folge der CBS Maßnahmen, die die Exporteure dazu gezwungen haben, die weniger risikoreiche Option zu wählen und die Zitronen in Länder außerhalb Europas zu exportieren.

Israelischer Sektor in Schwierigkeiten
Der Zitronensektor stagniert seit über einem Jahrzehnt wegen eines Überangebots und einem Mangel an Exportmärkten. Ende der 90er lockerte die Regierung das Preis Monitoring. Viele Zitronenbauern brachten große Mengen auf den lokalen Markt. Die Exportmärkte verschwanden aus diesem Grund, Spanien und die Türkei übernahmen Israels Position.

Eine Folge der Regierungsmaßnahmen, die die Preise deregulierten, war, dass die Bauern sehr erfolgreich waren. Die zusätzlichen Einnahmen wurden in die Expansion der Region investiert und neue Bauern kamen auf den Markt. Das Gebiet hat sich innerhalb von zehn Jahren fast verdoppelt, meistens in voller Produktion. Das große Angebot überstieg die lokale Nachfrage, wodurch die Preise sanken und die Bauern immer weniger verkauften.

Der Export ist in einigen Ausnahmefällen möglich. Beispielsweise wegen der kleineren Ernten in Spanien und der Türkei, aber die Mengen bleiben klein. Während der Saison 2015/2016 wurden 2,500 Tonnen exportiert, genauso viel wie in den vorherigen Jahren. Der einzige Vorteil für die Bauern: Zitronen sind fast das ganze Jahr über erhältlich, daher können Knappheiten auf dem Markt in kürzester Zeit ausgeglichen werden.

Preise in Russland um 30 Prozent gestiegen
Der Höhepunkt für Zitronen ist für gewöhnlich in den Wintermonaten. Die Nachfrage ist zurzeit stabil. Die Zitrusfrüchte werden aus Südafrika, Argentinien und Uruguay importiert, da diese Länder ein stabiles Angebot haben. Die Preise sind etwa 30 Prozent höher, als in der letzten Saison. Südafrikanische Zitronen werden für etwa 33 bis 34 Dollar pro Box verkauft. Die Größen südafrikanischer Zitronen sind eigentlich zu klein für den russischen Markt, aber die argentinische Produktion hat wegen des Wetters Qualitätsprobleme.

Hohe Preise für kalifornische Zitronen

Der Zitronenanbau zentiert sich an der Zentralküste in Kalifornien. Die Preise sind daher sehr gut. Der Höhepunkt der Nachfrage nach Zitronen ist während der Sommermonate. Später in der Saison, im Herbst, kommen die Wüstenregionen von Kalifornien und Arizona auf den Markt. Das große Angebot im Herbst wird den Aufwärtstrend der Preise umkehren. Die ersten Zitronen dieser Regionen könnten den Markt bereits im August erreichen, aber die Saison wird bis September oder Oktober nicht richtig beginnen.

Am 7. Juli wurden Kisten der Größe 75 für zwischen 37 und 38 Dollar verkauft. Ein Händler sagte, dass der Höchstpreis bei 45 Dollar für größere Größen liegt. Zum Ende des Sommers hin, könnten die Preise 50 Dollar erreichen.

Jede Woche publizieren FreshPlaza eine Übersicht der Marktsituation eines Produktes im weltweiten Sinn. Mit den Artikeln wollen wir ein Bild des Weltmarktes geben, der durch Globalisierung immer kleiner wird. Nächste Woche stehen Melonen zentral.
Erscheinungsdatum:

Verwandte Artikel → See More