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Rosenbaumgruppe setzt neue Maßstäbe in der Personalausbildung:

"Wir betrachten die Thematik nicht als Kostenfaktor, sondern als Investition in die Zukunft"

Für Branchenakteure entlang der Wertschöpfungskette im Obst- und Gemüsesektor wird es tendenziell schwieriger, gute, geschulte Fachkräfte zu finden. "Unsere Branche ist sehr speziell und anspruchsvoll, allein schon wegen der verderblichen Ware, mit der wir tagtäglich arbeiten, sowie der Geschwindigkeit des Sektors", betont Thomas Dickes, Einkäufer und Ausbildungsleiter bei der Rosenbaumgruppe in Köln. Diese Hürden bei der Personalfindung machen sich auf allen Stufen des Unternehmens bemerkbar, sei es im Lager oder im kaufmännischen Bereich, ergänzt Hr. Dickes.

Herausforderungen zeigen sich vor allem bei der Personalakquise im Lager, dem personalintensivsten Bereich des etablierten Unternehmens. "Kommissionierer für die Nachtschicht zu finden, ist überhaupt kein Problem, was primär den attraktiven Nacht- und Feiertagzulagen zu verdanken ist. Deutlich schwieriger hingegen ist die Personalakquise von Fachlageristen für die Tagesschicht", bringt es Personalreferentin Joelina Peters auf den Punkt.

Neben der klassischen Personalakquise setzt die Rosenbaumgruppe seit einigen Jahren verstärkt auf die Förderung von Nachwuchskräften. Dabei spielen sowohl soziale Medien als auch regionale Ausbildungsmessen eine wichtige Rolle. „Seit zwei Jahren sind wir als Aussteller auf den IHK-Ausbildungsmessen vertreten und gehen inzwischen noch einen Schritt weiter, indem wir aktiv Schulen besuchen", berichtet Fr. Peters. Ziel ist es, frühzeitig mit potenziellen Auszubildenden in Kontakt zu treten. „Wer zu spät kommt, verpasst oft die besten Talente. Zeiten, in denen sich 30 bis 40 Bewerber auf einen Ausbildungsplatz bewerben, gehören aus unserer Sicht der Vergangenheit an."

© RosenbaumgruppeJoelina Peters und Thomas Dickes. Fr. Peters ist seit Sommer 2025 Personalreferentin bei der Rosenbaumgruppe.

Unverbindliche, informelle Gespräche
Die bisherigen Maßnahmen zeigen bereits vielversprechende Ergebnisse und schaffen Vorteile für beide Seiten, erläutert das Duo. „Im Gegensatz zu früher, als Bewerber zunächst Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse einreichen mussten, treten wir heute direkt und unkompliziert mit ihnen in den Austausch", erklären sie. Durch diese Messebesuche entfällt eine wesentliche Hürde – stattdessen entstehen kurze, informelle Erstgespräche auf Augenhöhe.

Ein weiteres Projekt befindet sich bereits in Planung: die Entwicklung einer App, die Ausbildungssuchende und Unternehmen miteinander vernetzen soll. Auch hier hat die Rosenbaumgruppe frühzeitig Interesse signalisiert und ist mit einer Universität im Austausch. „Wir sind grundsätzlich offen für alle Kanäle", betonen die Verantwortlichen.

Neue Bewerber durchlaufen zunächst ein zweitägiges, intensives Kennenlernprogramm, bei dem sie sämtliche Abteilungen des Unternehmens kurz kennenlernen. Erst im Anschluss fällt die finale Entscheidung – ein Ansatz, der sich positiv auf Effizienz und Erfolgsquote auswirkt. Die kaufmännische Ausbildung dauert regulär drei Jahre, kann jedoch auf zweieinhalb Jahre verkürzt werden. Insgesamt lernen die Auszubildenden elf Abteilungen kennen, darunter acht interne Bereiche wie Ein- und Verkauf, Lager und Buchhaltung.

Im externen Teil arbeitet das Unternehmen mit festen Partnern zusammen, darunter Erzeuger, Speditionen und LEH-Partner. Ziel ist es, dass die Auszubildenden am Ende ihrer Ausbildung die gesamte Wertschöpfungskette vom Feld bis zum Point of Sale kennengelernt haben. Aktuell beschäftigt die Rosenbaumgruppe vier Auszubildende im kaufmännischen Bereich. In der Lagerlogistik durchlaufen die Auszubildenden hingegen eine kompaktere, praxisorientierte Variante des Ausbildungsprogramms.

© Hugo Huijbers | FreshPlaza.deDie Früchte Rosenbaum GmbH ist Teil der Rosenbaumgruppe und im Gewerbepark Eifeltor beheimatet. Dank der Neugründung der Rosenbaum Frische Logistik GmbH konnte die Effizienz und Schlagkraft auf Logistikebene gesteigert werden.

Zukunftsweisende Investition statt Kostenfaktor
In Zeiten exponentieller Kostensteigerungen wird jede Investition mehr denn je zuvor mehrfach überlegt und ausgewertet. "Wir sind jedoch der festen Überzeugung, dass wir jeden Euro, den wir in die Ausbildung investieren, schlussendlich doppelt und dreifach zurückbezahlt bekommen. Wir betrachten die Ausbildung von Nachwuchskräften auch nicht als Kostenfaktor, sondern als Investition in die Zukunft. Dies spiegelt sich auch in der Alltagspraxis wider: Denn im Normalfall übernehmen Azubis bereits nach kurzer Zeit erste Aufgaben. Spätestens im Laufe des zweiten Ausbildungsjahres bearbeiten sie selbstständig feste Bereiche. Uns ist es wichtig, dass wir sie nach der Ausbildung übernehmen oder problemlos in der Branche vermitteln können. Wir profitieren am Ende alle davon, wenn Nachwuchskräfte dem Sektor erhalten bleiben", heißt es abschließend.

Weitere Informationen:
Joelina Peters und Thomas Dickes
Rosenbaumgruppe
Am Eifeltor 16
D-50997 Köln
Tel.: +49-221-988 888 72
[email protected]
www.rosenbaumgruppe.eu
www.fruechte-rosenbaum.de

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