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Start der Bundzwiebelernte im Gemüsegarten Pfalz:

"Massive Wettbewerbsverzerrung und Benachteiligung des heimischen Anbaus"

Ab sofort läuft im Gemüsegarten Pfalz wieder flächendeckend die Ernte von Frühlingszwiebeln. Traditionell handelt es sich bei der knackigen Bundware, um das erste Frischgemüse der neuen Saison, das in Deutschland im Freiland geerntet wird. Damit die auf den Bundzwiebelanbau spezialisierten Betriebe im Gemüsegarten Pfalz den Handel und die bundesweiten Verbraucher täglich mit superfrischen Bundzwiebeln beliefern können, wird von März bis in den Oktober/November hinein jeden Tag auf Bestellung knackfrisch geerntet.

In Summe wachsen in der Pfalz – die das größte zusammenhängende Freilandanbaugebiet für Frischgemüse in Deutschland ist – Saison für Saison rund 350 Mio. Bund des vielseitigen Superfoods. Die jährliche Anbaufläche liegt zwischen 2.000 bis 2.500 Hektar und macht die Pfalz zum unangefochtenen Europameister im Bundzwiebelanbau.

© Gemüsegarten Pfalz
Die Bund- oder Frühlingszwiebeln, die jetzt in der Pfalz geerntet werden, wurden bereits ab Sommer über mehrere Wochen zeitlich versetzt ausgesät. Da sie über den Winter auf den Feldern in der Pfalz stehen, werden sie auch als Winterzwiebeln bezeichnet.

Kurze Transportwege garantieren Qualitäts- und Frischevorteile
Die frühe Ernte erfordert wortwörtlich Zeit und Fingerspitzengefühl. Die Selektion beginnt bei der Ernte: Vom kalten Winter verfärbte Spitzen werden – ebenso wie die äußeren Blätter – per Hand entfernt. Gebündelt werden sie – je nach Kunden- und Gewichtsvorgabe – meist als Fünfer- oder Achter-Bund direkt auf dem Feld. Im Gegensatz zu Auslandsware, die vorwiegend aus Nordafrika über tausende Kilometer und mehrere Tage via Seetransport und LKW nach Deutschland importiert wird, bieten Frühlingszwiebeln aus dem Gemüsegarten Pfalz nachhaltige Qualitäts- und Frischevorteile.

Direkt nach der Ernte wird die knackfrische Bundware in den Betrieben vor Ort gewaschen, auf die gewünschte Vermarktungslänge gebracht, in Mehrwegkisten verpackt und dann direkt per Kühl-LKW zu den Großmärkten und Verteilzentren der bundesweiten Supermärkte transportiert. Erzeuger Jochen Fehmel dazu: „Meist sind die früh am Morgen geernteten Bundzwiebeln bereits wenige Stunden später auf der Autobahn. Als Frischeplus landen sie also in Rekordzeit im Handel!"

© Gemüsegarten Pfalz
Pfälzer Bundzwiebelerzeuger mit u. a. Jochen Fehmel (l).

Unfairer Wettbewerb: Nachhaltiger Anbau wird mit hohen Zusatzkosten belegt
Im Hinblick auf die Versorgungssicherheit müsste man deutsches Obst und Gemüse besonders wertschätzen und den heimischen Anbau unterstützen und fördern. Politisch geschieht seit Jahren genau das Gegenteil. Ein aktuelles Beispiel ist die gesetzlich verordnete Anhebung des Mindestlohns zum 1. Januar 2026 auf 13,90 EUR, der ausnahmslos auch für Saisonarbeitskräfte aus dem europäischen Ausland gilt, die nur wenige Wochen im Jahr in Deutschland arbeiten und deswegen ihren Lohn brutto für netto erhalten.

Dr. Christian Stoermer, Geschäftsführer der Gemüsegarten Pfalz Management GmbH sagt: „Da viele Saisonkräfte meist auch Kost und Logis erhalten, sind sie – anders als festangestellte Mitarbeiter – von den hohen Lebenshaltungskosten so gut wie gar nicht betroffen. Aufgrund des hohen Personalbedarfs bei der Ernte stellt die abermalige Anhebung des Mindestlohns den Obst- und Gemüseanbau in der Pfalz vor enorme wirtschaftliche und organisatorische Herausforderungen. Im Vergleich zum EU-Ausland, wo es entweder gar keinen oder wesentlich niedrigere Mindestlohngrenzen gibt, führt dies zu einer massiven Wettbewerbsverzerrung und Benachteiligung des heimischen Anbaus!"

Weitere Informationen:
https://gemuesegarten-pfalz.de/
https://www.pfalzmarkt.de/

Erscheinungsdatum:

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