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Louwerse Wortelen, Niederlande:

"Deutschland benötigt in diesem Jahr schon früh einen größeren Anteil an niederländischen Bio-Karotten"

Der Januar begann auf dem Karottenmarkt sehr ruhig. „Wir haben bis Heiligabend geerntet, danach setzte Frost ein. Dann wurden viele Karotten in Scheunen oder unter Abdeckungen gelagert, die später neben den Verträgen aus der Kühlanlage als Lagerkarotten verkauft wurden", erzählt Caroline Louwerse, die zusammen mit ihrer Schwester Judith und ihrem Vater André das Karottenhandelsunternehmen in Emmeloord leitet, das sich auf den Handel mit Frühkarotten und Lagerkarotten mit Absatz im In- und Ausland konzentriert.

© Fa. André Louwerse WortelenCaroline Louwerse

© Fa. André Louwerse Wortelen„Anfangs war die Nachfrage nicht besonders groß, aber in der zweiten und dritten Januarwoche stieg das Interesse unter anderem aus den osteuropäischen Ländern, wenn auch zu niedrigen Preisen. Die Qualität der niederländischen Kühlhausbestände ist unterschiedlich. Derzeit ist Ringfäule (Foto rechts) der größte Übeltäter für minderwertige Qualität, manchmal auch in Partien, in denen wir dies nicht erwartet hätten", fährt Caroline fort. „Aber man sieht jetzt, dass sich ein Spannungsfeld entwickelt. Die Kunden wollen gute Karotten; von minderwertigen Partien haben sie jetzt genug gesehen, aber der Erzeuger will auch dafür bezahlt werden. Der aktuelle Handelspreis (11-15 Cent) kommt dem noch nicht annähernd entgegen. Deshalb werden die Erzeuger gute Partien nicht einfach so abgeben. Auf der anderen Seite gibt es auch noch Partien im Kühlhaus, die inzwischen dringend verarbeitet werden müssten, aber noch nicht angeboten oder abgenommen werden."

„Die Gesamtvorräte aus den Kühlhäusern in den Niederlanden sind groß. Der durchschnittliche Ertrag pro Hektar lag in dieser Erntesaison in Flevo und Noordoostpolder um bis zu 15 % höher als im Vorjahr. Die Anzahl der Hektar Winterkarotten ist im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Trotz des geringen Rückgangs der Anbaufläche steigt der Gesamtertrag dennoch. In den fünf Jahren, in denen ich nun im Karottenhandel tätig bin, habe ich noch nie so hohe Erträge pro Kiste erlebt", fährt Caroline fort.

© Fa. André Louwerse Wortelen

Die Karottenhändlerin sieht auch Lichtblicke. „Voriges Jahr begann die Saison ebenfalls verhalten und es gab während der gesamten Saison keinen großen Durchbruch, da die Märkte um uns herum selbst über ausreichende Vorräte verfügten. Jetzt sehe ich es positiver: Sowohl aus Belgien als auch aus Deutschland höre ich unterschiedliche Berichte über die Qualität aus den Kühlhäusern und ich gehe davon aus, dass wir früher oder später mit unserem Handel einspringen müssen. Günstig ist auch, dass wir in den Niederlanden den größten Teil bis Weihnachten ernten konnten, und nach zweimaligem Frost ist die Ernte direkt vom Feld nun abgeschlossen. In den vergangenen Jahren mussten wir im Januar oft noch mit frisch geernteten Karotten konkurrieren", so Caroline.

© Fa. André Louwerse Wortelen
Ernte Ende 2025 bei einem Erzeuger in Groningen

„Derzeit werden auch keine Bio-Karotten als konventionelle Karotten verkauft, da sich der Biomarkt positiv entwickelt. In anderen Jahren landen die Bio-Karotten manchmal auf dem konventionellen Markt. Aber der Markt für Bio-Karotten steht derzeit in starkem Kontrast zum konventionellen Markt. In den Niederlanden wurde etwas weniger geerntet, und die Deutschen benötigten in diesem Jahr schon früh einen größeren Anteil an niederländischen Bio-Karotten. Da 80 % der niederländischen Bio-Karotten nach Deutschland gehen, ist dieser Markt deutlich positiver. Die Preise auf dem Biomarkt steigen auf bis zu 46 Cent pro Kilo für qualitativ hochwertige Karotten. Allerdings sieht man, dass wir in den Niederlanden aufgrund der guten Wachstumsbedingungen mehr grobe Partien geerntet haben. Sehr grobe Partien sind auf dem Biomarkt nicht immer erwünscht. Für konventionelle Karotten wird die Saison jedoch schwieriger werden."

© Fa. André Louwerse WortelenWeitere Informationen:
Caroline Louwerse
Fa. André Louwerse Wortelen
Espelerweg 8 II
8303 HX Emmeloord, Niederlande
[email protected]

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