Seit Mitte Dezember sorgen niedrige Temperaturen und trübe, regnerische Tage in der spanischen Provinz Huelva für auffallend geringe Lieferungen von Beerenobst. Diese Situation hält bereits seit Wochen an und wird noch eine Weile andauern.
„Dieses Jahr hatten wir alles so geplant, dass wir früher als je zuvor mit der Erdbeerernte beginnen würden", erzählt Carlos Esteve, kaufmännischer Direktor von Onubafruit. „Wir hatten sogar die Anzahl der Pflanzen in Töpfen deutlich erhöht, um mehr Volumen zu erzielen." Es begann vielversprechend mit der ersten Ernte Anfang Dezember. „Aber ab Mitte des Monats sank die Temperatur auf unter fünf Grad. Hinzu kamen noch viele regnerische und bewölkte Tage."
© Onubafruit S. Coop
Die Kälte und der Mangel an Sonnenlicht haben die Ernte erheblich verzögert. „Nicht nur bei uns in Spanien, sondern auch in Marokko, wo die Saison gerade erst beginnt. Es sind also weniger Erdbeeren verfügbar als geplant", so Esteve.
Normalerweise starten um diese Zeit die ersten großangelegten Lieferprogramme. „Aber jetzt sind die Mengen deutlich geringer als im letzten Jahr. Das spiegelt sich auch in den Preisen wider, die eher hoch sind."
Nicht nur Erdbeeren sind knapp. Auch die Lieferung von Himbeeren und Heidelbeeren bleibt hinter den Erwartungen zurück. „Die frühen Heidelbeeren haben sich verzögert. Wir haben zwar mehr Angebot als letztes Jahr um diese Zeit, da unsere exklusiven Sorten jetzt mit der Produktion beginnen, aber es ist immer noch weniger, als man erwarten würde", erklärt Esteve.
© Onubafruit S. Coop
Seiner Meinung nach dominieren derzeit vor allem südamerikanische Lieferungen – aus Peru, Chile und Südafrika – die europäischen Regale. „Ab Mitte Februar werden unsere spanischen Heidelbeeren stärker in Erscheinung treten. Unser Ziel ist es, bereits ab Ende November Heidelbeeren auf den Markt zu bringen, deren Qualität sogar die von Übersee-Produkten übertrifft. Vor allem jetzt, wo die Nachfrage weiter steigt."
Auch bei Himbeeren ist die Lage nicht rosig. „Wir befinden uns in einer Übergangsphase. Die frühen Herbstsorten liefern aufgrund der Kälte immer weniger Ertrag, während die Wintersorten aufgrund des Wetters noch nicht richtig in Gang kommen. Daher sind seit Wochen kaum Himbeeren aus Spanien oder Marokko verfügbar, und das wird auch noch eine Weile so bleiben", prognostiziert Esteve.
© Onubafruit S. CoopWeitere Informationen:
Onubafruit S.L.
P.E Mirador del Odiel. C/ Lentisco s/n Portal 3, Of.17
Huelva, Spanien
Tel: +34 959540844
[email protected]
www.onubafruit.com