Marokko festigt seine Position auf dem globalen Avocado-Markt kontinuierlich. Laut EastFruit stiegen die Exporte zum fünften Mal in Folge und erreichten neue Rekordwerte. Im Wirtschaftsjahr 2024/25 (September bis August) exportierte Marokko 112.000 Tonnen Avocados und verdoppelte damit den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2023/24. Auch die Exporteinnahmen überstiegen erstmals 300 Millionen US-Dollar.
Avocados sind zu einem der führenden Obst-Exportprodukte Marokkos geworden und tragen mehr als 10 % zu den gesamten Deviseneinnahmen aus Obst- und Beeren-Exporten bei. Im Jahr 2024 übertrafen nur Mandarinen und Wassermelonen die Avocados im Exportvolumen. Die Exportsaison beginnt in der Regel im September mit frühen Sorten und erreicht ihren Höhepunkt im Winter, wenn die Lieferungen der beliebten Sorte Hass dominieren. Im Januar 2025 wurde mit 32.600 Tonnen das höchste Monatsvolumen erreicht – mehr als die gesamten Avocado-Exporte Marokkos im Jahr 2019/20.
© EastFruit
Spanien blieb mit einem Anteil von über 35 % das wichtigste Zielland, obwohl sein Anteil zurückging. Es folgten Frankreich und die Niederlande mit 25 % bzw. 22 %, während auf Großbritannien und Deutschland 7 % bzw. 3 % entfielen. Marokko verzeichnete auch starke Zuwächse in Sekundärmärkten, die zusammen 6,7 % der Exporte ausmachten, gegenüber 3,2 % im Vorjahr.
Ein bemerkenswertes Wachstum war in Kanada, Italien, der Schweiz, Portugal, Belgien, Mauretanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu verzeichnen, während die Exporte in die Türkei wieder aufgenommen wurden. Insgesamt vervierfachten sich die Exporte in Sekundärmärkte auf 7.600 Tonnen, wobei marokkanische Avocados 27 Länder erreichten. Trotz anhaltender Dürre wächst die Produktion weiter und stützt die starke Exportleistung Marokkos.
Quelle: east-fruit.com