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Wolfgang Grüne, Geschäftsführer von Exner Grüne Innovation

1.100 m2 großes Forschungs- und Produktionsgewächshaus in 25 Metern Höhe

Auf dem Dach des Altmarktgartens in Oberhausen befindet sich ein 1.100 m2 großes Gewächshaus, auf dem jährlich ca. 16.000 Köpfe Salat, 14.000 Kräutertöpfe und 150 Kilo Erdbeeren produziert werden. Bei einer Exkursion anlässlich des DOGK 2022 führte Wolfgang Grüne, Geschäftsführer des Unternehmens Exner - Grüne Innovation, die Teilnehmenden durch die unter anderem von der Fraunhofer UMSICHT unterstützten Forschungs- und Produktionsanlage. "Über unsere Außenwetterstation können Klimadaten erfasst werden, sprich: Windstärke, Windrichtung, Niederschlag, Feuchtigkeit usw., die wiederum im Klimacomputer des Gewächshauses gespeichert werden", erläutert Grüne.


Wolfgang Grüne auf dem Altmarktgarten in Oberhausen

"Je nach Wetterlage kann das integrierte System dann entscheiden, ob zum Beispiel ab 15 Grad die Fenster aufgehen sollen oder ab einer Einstrahlung der Menge X die Schirme geschlossen werden. Licht kann einerseits reflektiert werden und weiterleiten, damit es nicht zu warm wird. Andererseits kann der Schirm im Winter auch zugemacht werden, um die Luftfeuchtigkeit zwischen Glas und Schirm, um Wärmekosten zu sparen", so Grüne.


Bis zu 500 Salate können pro Woche über das sogenannte "Raft-System" bzw. dem klassischen Hydroponikanbau geerntet werden.

Eine weitere Besonderheit dieses Gewächshauses liegt zudem an dessen Integrierung an das untere Gebäude. "Zum einen wird unser Boden über das Gebäude unter uns beheizt. Zum anderen können wir die Abluft des Büros unter uns verwenden, die über dicke Aluminiumrohre ins Gewächshaus geblasen wird, womit wir zudem Heizkosten einsparen können", so Grüne. 

Mikrostrukturierte Fensterscheiben
Das Gewächshaus verfügt sowohl über normale, klare Fensterscheiben als auch milchige, sogenannte mikrostrukturierte Scheiben. Grüne: "Durch das mikrostrukturierte Glas wird das Licht sehr stark gebrochen und kann durch jede einzelne Ritze vordringen. Bei Kulturen wie Tomaten und Paprika kann das einen signifikanten Ertragsunterschied machen. Ein weiterer Punkt ist, dass Vögel erkennen können, dass es sich hierbei um einen geschlossenen Raum handelt und nicht dagegen fliegen." 


Das Gewächshaus wird per Fernwärme beheizt, die über die städtische Müllverbrennungsanlage bezogen wird. 

Bei der im Gewächshaus angebauten Erdbeere handelt es sich um eine sogenannte remontierende Sorte Florentina, die das ganze Jahr über in der Blüte steht und entsprechend Früchte produziert, wodurch bis zum Oktober/November hindurch Erdbeeren geerntet werden könnten. Trotz der Höhe habe man auch hier Probleme mit Spinnmilben, der weißen Fliege, Mehltau oder der Kirschessigfliege.

"Im Keller werden ca. 20 Kubikmeter Regenwasser gespeichert. Über eine durch das Gebäude führende Leitung wird das Wasser in einen Düngemischer zusammen mit einer komplexen Nährstoffstammlösung gemischt, solange bis ein bestimmter Wert erreicht und an die Pflanzen weitergegeben wird. Über den Schaltschrank lässt sich das System sowohl automatisch als auch manuell betreiben." 

Die im Altmarkgarten geernteten Produkte werden bislang an die lokale Gastronomie und an Cateringunternehmen verkauft. "Wir lassen uns aktuell auch von QS zertifizieren, um die Ware gegebenenfalls auch an den LEH liefern zu können", so Grüne.

Weitere Informationen:
Wolfgang Grüne
Exner Grüne Innovation GmbH
Blankenfelder Dorfstraße 94
15827 Blankenfelde-Mahlow
Mobil: +49 (0) 1711755178 
Mail: w.gruene@exner-grueneinnovation.de  
https://exner-grueneinnovation.de/ 

ALTMARKTgarten Oberhausen
Marktstraße 34
46045 Oberhausen


Erscheinungsdatum:



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