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COO Alexander Widmann zur Exotenproduktion der NFG New Fruit Group GmbH aus Westafrika, Südamerika und der Karibik:

"Mit der Transparenz und der Optimierung unserer Lieferkette möchten wir bei NFG wirklich 'Field to Fork' leben und anbieten"

Die NFG New Fruit Group wurde 2019 von vier Partnern in Deutschland gegründet und widmet sich dem Anbau, Export und Vertrieb von Bananen, Mangos und Avocados, hauptsächlich aus der Elfenbeinküste und der Dominikanischen Republik. Ihr Fokus liegt dabei auf der nachhaltigen Landwirtschaft, Fair Trade und einer Verkürzung der Lieferketten. Bereits seit 2016 waren die Gründer in der Elfenbeinküste für Energieprojekte tätig und erkannten schnell, dass neben der Energie auch der Agrarsektor große Chancen bietet.


Die vier Gründer von NFG: Gian Ferreiras, Alexander Widmann, Philipp Kofler und Nikolaus Widmann (v. l. n. r.) 

Kurz nach ihrem Besuch auf der Fruit Logistica Messe im Jahr 2019, befanden sie sich schließlich im Flugzeug auf dem Weg in die Elfenbeinküste, wo sie ihre erste Tochtergesellschaft, die NFG CI, gründeten sowie ihr erstes Team aufstellten. Dort verbrachte COO Alexander Widmann ein ganzes Jahr, um sich mit dem Land und seinen Menschen vertraut zu machen, den ersten Exportvertrieb mit aufzubauen und legte gleichzeitig die Grundsteine für eines der mittlerweile wichtigsten Projekte der NFG: Die Mango-Produktion, wie er uns mitteilte.

Zwischen 2.000-2.500 Container Mangos und Bananen 
Für die Mangoproduktion hat das Unternehmen, kleinere Erzeuger zusammengebracht, die Betriebe exportfähig gemacht, die Partner gescoutet, sowie eine langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit ermöglicht. In den letzten Jahren konnte NFG dabei zwischen 2.000-2.500 Container Bananen und Mangos vermarkten. Zu den Kunden des Unternehmens zählen hauptsächlich der Einzelhandel vereinzelt aber auch der Großhandel. 

Bei Mangos kommen nur 50-80% an den europäischen, je nach Saison. Da nicht alles verkauft werden könne, widmet sich die NFG auch der Verarbeitung. "Dadurch, dass wir sehr nachhaltige Projekte führen, schaffen wir stabile Arbeit mit stabilen Einkünften für mehr als 600 Personen. Wir arbeiten sechs bis zehn Wochen mit den frischen Mangos, wobei wir die Saison durch die Verarbeitung auch verlängern können. Das heißt, dass die ganze Saison über drei Monate verlängert werden kann und somit weitere Arbeit geschaffen wird." 

Von den Bananen kann NFG wöchentlich 30 bis 40 Container anbieten. "Das ist mit Hinblick auf den Gesamtmarkt eine überschaubare Menge. Bananen sind sozusagen der Toröffner für den Markt, der auch eine gewisse Stabilität mit sich bringt. Aber natürlich muss die Qualität auch passen", sagt Widmann. Die Nachfrage sei weiterhin konstant. 

"Wir sind sowohl in der Produktion als auch in der Logistik direkt beteiligt und dementsprechend auch vom Erzeugerbetrieb bis hin zum Händler präsent. Unser Ziel ist es, die gesamte Kette kontrollieren zu können, um für Stabilität zu sorgen und nicht den üblichen Marktschwankungen ausgesetzt zu sein." Die Nachfrage sei zwar von Produkt zu Produkt unterschiedlich, wobei sie für Bananen konstant geblieben sei, im Vergleich zu den Vorjahren. Preisanpassungen angesichts des hohen Produktionsaufwands wurden bislang von den Kunden auch angenommen.  


Mangoproduktion an der Elfenbeinküste

ESG-Strategie und PV-Projekte
Schon frühzeitig haben Widmann und seine Partner damit begonnen eine ESG-Strategie für NFG zu implementieren, die von PV-Projekten zur nachhaltigen Energieerzeugung über nachhaltige Bewässerungssysteme bis hin zu eigenen Verarbeitungsanlagen reicht, um auch Produkte, die nicht für eine frische Vermarktung geeignet sind, verwerten zu können. 

"Gleichzeitig stärken wir vor Ort vor allem Kleinbauern, die auf sich allein gestellt keine Möglichkeit hätten, ihre Produkte auf den Weltmarkt zu bringen. Auf unseren zahlreichen Reisen haben wir viele motivierte und tüchtige Landwirte kennengelernt, die wir mit der NFG fördern und unterstützen", so Widmann. 

Nach dem Modell, das sie aus ihrer Heimat Südtirol kannten, haben die Unternehmer damals die einzelnen Kleinbauern vereint, ihnen das nötige Know-How vermittelt, eine Struktur aufgebaut, Zertifizierungen und Materialien zur Verfügung gestellt und schließlich gemeinsam mit ihnen eine erste und sehr erfolgreiche Mango-Saison durchgeführt.  

Den Gründern war von Anfang an klar, dass sie als Exportunternehmen in den Herkunftsländern nur dann erfolgreich sein können, wenn sie eine einwandfrei funktionierende Lieferkette einschließlich einer Vertriebsstruktur in Europa aufbauen. "Damit sind wir in der Lage die Produktion sowie die Exportwaren laufend zu kontrollieren, flexibel auf die Marktsituation in Europa zu reagieren und somit die richtigen Entscheidungen in den Herkunftsländern zu treffen", erläutert Widmann. Mittlerweile zählt die NFG 13 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, welche tagtäglich die Lieferketten und den Vertrieb ihrer Produkte perfektionieren, so das Unternehmen. 

90% Bio-Landwirtschaft
"Mit der Transparenz und der Optimierung unserer Lieferkette möchten wir bei NFG wirklich 'Field to Fork' leben und anbieten. Denn wir sind davon überzeugt, dass die Menschen heute wissen möchten, was sie auf dem Teller haben, woher es kommt, von wem es kommt und unter welchen Umständen. Daher passt unser Konzept einer nachhaltigen Landwirtschaft und direkten Verkaufskanälen, genau in unsere Zeit." Sie betreiben bereits jetzt über 90% Bio-Landwirtschaft und wollen in den nächsten zwei Jahren auf 100% kommen.  

Die Verbraucher, so sagen sie, würden immer bewusster leben, weshalb auch die Einzelhandelsunternehmen inzwischen unmittelbar mit den Produzenten zusammenarbeiten möchten, während sie gleichzeitig Ansprechpartner brauchen, die ihre alltäglichen Probleme in diesem Zusammenhang lösen können. 

Den jungen Unternehmern sei wohl bewusst, dass der Früchte-Markt als etablierte Branche mit seinen zahlreichen großen Playern kein einfacher ist. "Doch gerade unsere frische Herangehensweise und der anfängliche Blick von außen, gekoppelt mit dem landwirtschaftlichen und unternehmerischen Wissen, das wir bereits haben, hat uns geholfen neue Wege zu ergründen und zu finden", beschreibt Widmann. 

Steigende Nachfrage für Mangos in kommenden zehn Jahren
NFG kann auf 1.000 Hektar Mangos aus Südamerika und Afrika zurückgreifen. "Die Nachfrage nach Mangos steigt so schnell, dass wir mit Produktion kaum hinterherkommen. Wir sehen hier einen großen Vermarktungstrend aus der südamerikanischen und westafrikanischen Produktion und sind davon überzeugt, dass in den kommenden zehn Jahren die Nachfrage steigen wird", sagt Widmann abschließend. 

Weitere Informationen:
Alexander Widmann
NFG New Fruit Group GmbH
Streitfeldstr. 19
81673 München
+49 30 344084706
info@newfruitgroup.com 
https://www.newfruitgroup.com/  


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