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Gemüse- und Beeren-Engpässe in Spanien nach drei Tagen Lieferanten-Streik

Vor drei Tagen hat die Plattform zur Verteidigung des nationalen und internationalen Straßengüterverkehrssektors zum Streik aufgerufen und schon jetzt gibt es eine spürbare Obst- und Gemüse-Knappheit. Aus Südspanien fehlen vor allem verschiedene Gemüsesorten und Erdbeeren.

"Die verbliebene Produktion, die wir am Samstag verladen haben, hat mehr oder weniger bis gestern gereicht. Jetzt haben wir kein Gemüse und auch keine Beeren mehr aus Huelva, weil einfach keine LKW mehr kommen. Besonders betroffen sind die Gemüse- und Beerenproduktionsregionen in Südspanien", sagt Antonio Montes, Verkaufsleiter bei Frutas Hermanos Montes. Frutas Hermanos Montes ist ein Import- und Exportunternehmen aus Mercamadrid. "In den kommenden Tagen wird es wegen des Streiks voraussichtlich in vielen Teilen Spanien zu Engpässen kommen."

 
Engpässe in Südspanien befürchtet
"Durch den Streik machen wir große Verluste, weil wir weder uns noch unsere Kunden oder andere Großhändler und Supermarktketten in Spanien beliefern können. Diese Abnehmer sind am stärksten betroffen. Wir verstehen, dass es für die Lieferanten im Moment nicht einfach ist, aber wir hoffen, dass es so schnell wie möglich eine Lösung geben wird, damit am Ende alle möglichst gut aus der Sache rauskommen", sagt Antonio Montes.

Laut dem Verband der Obst- und Gemüsegroßhändler von Barcelona (AGEM) kommen in Mercabarna viel weniger LKW mit Obst und Gemüse aus Südspanien an. Deswegen wird es voraussichtlich auch bei Produkten aus den großen Produktionsregionen wie Almeria, Granada, Malaga und Huelva Engpässe geben. "Globale Knappheiten wird es im Großhandel wohl nicht geben, allerdings sind einzelne Produkte wie Auberginen, Paprikas, Zucchinis und Erdbeeren betroffen. Viele machen sich Sorgen, dass die Bauern ihre Ernte verlieren könnten, da die Saison gerade auf Hochtouren läuft." Deswegen ist es wichtig, eine schnelle Lösung zu finden und den Konflikt beizulegen.

 

Beeinträchtigung der Saison
Auch der Produktions- und Verkaufssektor in Almeria bekommt die Folgen des Streiks deutlich zu spüren. Viele Unternehmen mussten ihren Betrieb einstellen, bis sich die Situation wieder normalisiert. Denn es ist zurzeit einfach nicht möglich, Güter, die für die großen lokalen oder internationalen Märkte bestimmt sind, zu verladen.

Durch den Stillstand ist es im Moment nicht wirklich möglich, Agrarprodukte zu verkaufen. Das gleiche gilt für die Produkte, die noch gar nicht geerntet sind. Und das zu einem ungünstigen Zeitpunkt, denn die Saison läuft in vollem Gange und die Preise sind für die Bauern aus Almeria ebenfalls gut. Solange der Streik aber anhält, werden sie ihre Produkte nicht los.



Geringere Mengen, schlechtere Qualität 
Die Situation führt aber nicht nur zu wirtschaftlichen Verlusten bei den Bauern, sagt UPA Huelva. Auch die Erntehelfer auf den Farmen sind betroffen. Einige Bauern haben ihre Ernte nämlich bereits eingeschränkt, weil sie Angst haben, nicht alles loszuwerden. "Die Situation scheint noch einige Tage anzuhalten. Währenddessen wird das Angebot eingeschränkt sein. In dieser Zeit wird viel Obst und andere verderbliche Lebensmittel weggeschmissen werden müssen. Außerdem gibt es Befürchtungen, dass die Produkte nach dem Streik in geringeren Mengen oder aber mit einer schlechteren Qualität auf den Zielmärkten ankommen werden", sagt ein Händler. 


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