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Das zweite "Innovationsforum Ernährungswirtschaft" von Agroscope

Smartphone so wichtig wie die Mistgabel

«Nachhaltigkeit, Klima, Ressourcen-Effizienz und der menschliche Gestaltungsspielraum wird in der Öffentlichkeit verstärkt diskutiert», sagt Regierungsrätin Monika Knill, in ihrer Begrüssung zum Innovationsforum. Die Chefin des Departements für Erziehung und Kultur spricht mit einem Gespür für das Anekdotische die Digitalisierung an – ein Mega-Thema an der Tagung. Sie zitiert aus einer Medienmitteilung des Bundesamtes für Statistik. Dabei ging es um die letztjährige landwirtschaftliche Betriebszählung. Das Bundesamt habe eruiert, sagte die Magistratin, dass mehr als ein Drittel der Betriebe auf dem Hof digitale Technologien gebrauche. Spitzenreiter sei laut dieser Statistik das Smartphone. Es sei bei fast 30 Prozent der Betriebe im Einsatz. Aber nicht zum Telefonieren oder Surfen, sondern zum Erkennen von Krankheiten, zur Steuerung, zur Kontrolle des Stallklimas und zur Bewässerung.

Futuristischer Grasschnitt für die Berge: Autonomer Mäher mit elektrischem Antrieb. Foto: Harry Rosenbaum

Umweltmanagement für den ökologischen Fussabdruck
Nahrungsmittelproduktion und Ernährung sind grosse Emittenten von Schadstoffen. Thomas Nemecek, stellvertretender Forschungsgruppenleiter Ökobilanzen bei Agroscope, verweist in seinem Referat auf Treibhausgase und CO2, die sowohl bei der Herstellung von Nahrungsmitteln wie auch bei deren Konsum als negative Umweltwirkungen in rauen Mengen anfallen würden. Die Stärke der Austragungen hänge im Wesentlichen von der Anbauweise, der Verarbeitung und den Transportwegen ab, die die Produkte bis zu den Verbrauchenden zurücklegten. Das Problem könne man nur durch gezieltes Umweltmanagement und verändertes Konsumverhalten wirklich in den Griff bekommen, meint der Wissenschaftler, der zu diesem Thema an verschiedenen internationalen Studien mitgearbeitet hat.

Robotik in der Landwirtschaft macht den intelligenten Bauernhof
Trekker fahren über einen Acker. Nur im Vordersten sitzt ein Mensch. Die anderen werden von Kollege Roboter bedient. Selbständig führen sie die Arbeiten aus, für die man sie programmiert hat. Eine geisterhafte Performance aus der Welt des «Smart Farming». So heisst die «intelligente Hofbewirtschaftung» oder anders gesagt, gezielte Technisierung und Digitalisierung in der Landwirtschaft. Ziel der ganzen Übung ist die Steigerung der Effizienz. Damit könne man zwar aus einem schlechten Bauern keinen guten, aber aus einem guten einen noch besseren machen, sagt Nicolas Helmstetter, Projektleiter bei der Swiss Future Farm und Spezialist für die Digitalisierung der Landwirtschaft.

Der Mensch bleibt beim «Smart Farming» nach wie vor der Kapellmeister, aber sein Orchester sind hochspezialisierte und in ihren Funktionen unfehlbare Apparate und Maschinen. Zurück zum Beispiel Robotik-Traktor. Der Mensch in der Führerkabine könne aussteigen und nach Bedarf andere Arbeiten erledigen wie das Ausbringen des Saatgutes oder die Pflanzenqualität kontrollieren. Derweil fahre der Traktor führerlos weiter und mache genau das, wofür er eingesetzt sei, sagt Helmstetter. Beruhigend. Die Robotik in der Landwirtschaft führt also nicht in eine Zukunft, wo es plötzlich heisst: Alle Macht den Maschinen!

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