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Philip Wißkirchen, Obsthof Wißkirchen:

"Zufriedenstellende Erträge von rheinischem Kernobst"

Kurz vor dem Start der Apfelsaison im Rheinland sprach Philip Wißkirchen vom gleichnamigen Obsthof mit uns über die letzte sowie die kommende Saison des rheinischen Obstanbaus. "Im Jahr 2021 haben wir die Niederschläge erhalten, die wir die letzten drei Jahre sehr vermisst haben", so Wißkirchen, der der Vorsitzende der Kreisfachgruppe Bonn/Rhein-Sieg und im Vorstand der Landesfachgruppe Obstbau des Provinzialverbandes Rheinischer Obst- und Gemüsebauern e.V. ist. Wißkirchen zufolge verspätet sich die Saison aufgrund des kalten Frühjahrs um 10 - 14 Tage.  

Befriedigende Fruchtgrößen, kleinere Hagelschäden
"Die Fruchtgrößen sind aufgrund des Wassers in Ordnung. Jedoch kommt es zu einer Verzögerung der Blüte und der Reife. Dafür sinkt die Frostgefahr und der Ertrag ist insgesamt zufriedenstellend." Vereinzelt gab es im Rheinland auch leichte Hagelschauer, die allerdings lokal und nicht flächendeckend aufkamen. 

Haupternte Mitte September
Mit der Haupternte, beginnend mit Elstar, ist erst in der zweiten Septemberwoche zu rechnen. "Aufgrund der geringeren Sonnenstunden als in den Vorjahren wird Gala dieses Jahr erst etwa eine Woche nach Elstar reif", sagt Wißkirchen. "Für eine gute Ausfärbung benötigen die Äpfel kühle Nächte und sonnige Tage. Zusätzlich fördern wir die Ausfärbung durch einen Sommerschnitt, der dafür sorgt, dass die Äpfel mehr Sonne bekommen." Insgesamt wird es im Rheinland aber zufriedenstellende Erträge geben. Zu den Preisen konnte uns Wißkirchen bislang noch nicht viel mitteilen. 

Hohe Nachfrage nach Kernobst während Lockdown
Nicht allen Betrieben erging es während den Lockdowns durchgängig schlecht. Wißkirchen: "Der Lockdown hat die Nachfrage nach Äpfeln und Birnen aus der Region durchweg deutlich gesteigert. Das ist eine Entwicklung die uns sehr zusagt. Wir produzieren unter sehr hohen Standards. Standard bedeutet für uns, das Höchstmaß an Umwelt- und Artenschutz zu betreiben und gleichzeitig ein frisches, regionales und vor allem gesundes Lebensmittel für unsere Kunden im Rheinland anzubieten. Mindestens genauso wichtig sind für uns die Sozialstandards. Nicht umsonst beschäftigen wir einige Saisonarbeiter, die bereits seit mehreren Jahrzehnten gerne jedes Jahr wieder zu uns kommen. Ich würde mich freuen, wenn immer mehr Endverbraucher unseren Mehraufwand durch höhere Standards anerkennen und somit in unserem regionalen Produkt auch einen Mehrwert sehen." 

Unterschiedliche Vermarktungsstrategien
Zusammen mit anderen Obstbauern organisierte Wißkirchen eine Apfelverteilaktion in der Bonner Innenstadt. Dies sollte den Endverbrauchern die Vorteile der regionalen Produkte verdeutlichen. Wißkirchen: "Hierbei waren Direkt- und Indirektvermarktende Betriebe, sowie Konventionelle und biologisch wirtschaftende Betriebe gleichermaßen zusammen beteiligt. Wir haben nicht einfach nur Äpfel verteilt, sondern wollten den Menschen vor Ort die Bedeutung der regionalen Produktion näherbringen."    

Direktvermarktung sei nach Wißkirchen zudem äußerst ortsabhängig. "In Ortschaften mit vielen Obstbauern ist es nur sehr schwer möglich, eine größere Fläche ausschließlich direkt zu vermarkten, aber die Direktvermarktung gibt dem Endverbraucher oft einen guten Einblick in die Produktion, die Sortenvielfalt und die Vielseitigkeit unseres Berufes." Zumal der Konkurrenzdruck aus Übersee nicht auf sich warten lässt. "In der Überseeware sehe ich insoweit eine Daseinsberechtigung, dass sie dann zu kaufen ist, wenn die regionale Ware nur noch kaum vorhanden ist. Sozusagen als Übergangsware von Mitte Juni bis Mitte August. Ich verstehe, dass der Handel bereits lange im Voraus Überseeware einkauft und somit nur sehr schwer den perfekten Übergang zur regionalen Ware treffen kann, aber dennoch finde ich es schade, wenn ich Mitte September nur eine oder zwei, manchmal aber auch keine Apfelsorte aus der Region im Supermarkt auffinden kann. Über Landgard vermarktet der Betrieb aus Meckenheim-Ersdorf hauptsächlich an den Lebensmitteleinzelhandel. 

Weitere Informationen: 
Obsthof Wißkirchen
K&P Wißkirchen GbR
Philip Wißkirchen
Rheinbacher Str. 36
53340 Meckenheim-Ersdorf
Telefon +49 1516 7510944
E-Mail info@obsthof-wisskirchen.de 
Web: https://obsthof-wisskirchen.de/  


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