Florian Pfahler (BioFrische GmbH) zur Initiative Mushromeatz:

"Wir wollen den Bio-Portobello als Sommerprodukt platzieren"

Bio und Regional ist in Zeiten von Corona in aller Munde. Davon profitiert zweifelsohne auch die Bio-Pilzbranche. Doch die Platzierung und Etablierung neuer Pilzsorten aus regionalem Anbau bleibt nach wie vor herausfordernd, weiß Florian Pfahler, Geschäftsführer der Berliner bioFrische GmbH. In enger Kooperation mit dem Biopilzhof Leipzigerland bringt er seit nunmehr drei Jahren den Bio-Portobello unter dem Markenauftritt MUSHRO MEATZ auf den Markt. 

Das Label MUSHRO MEATZ steht für schmackhafte, qualitativ hochwertige Portobello, welche als Fleischersatz verwendet werden können. "Unser Grundgedanke war es, den Bio-Portobello vorwiegend als Sommerprodukt zu vermarkten. Wir haben aber festgestellt, dass sich die handelsüblichen Portobellos oft nicht zum Grillen eignen – weil sie oft zu wässrig oder zu dünn sind. Zusammen mit Leipzigerland haben wir daher den MUSHRO MEATZ entwickelt, das sind fleischige, aromatische Portobellos, die auch auf dem Grill überzeugen. Das Vermarktungsfenster läuft von Ende Mai bis in den September hinein, obwohl Nachfrage im Prinzip das ganze Jahr über vorhanden ist", erläutert Pfahler, der die Spezialpilze überwiegend über den Biofachhandel an ausgewählte Biosupermärkte, Bioläden und Lieferdienste vertreibt. 


Bernd Lautner am Gemeinschaftsstand des Biopilzhofs Leipzigerland und der BioFrische GmbH auf der BioFach 2020.

'Burgerfähige' Pilzsorte
Als exklusiver Vermarkter des "Biopilzhof Leipzigerland" verkauft der Spezialhändler 12 Monate im Jahr etwa 14 Tonnen Bio-Speisepilze die Woche. "Im Sommer läuft der Warenumschlag bei den Bio-Pilzen traditionell etwas zurück. Mit unserem Spezial-Portobello haben wir es allerdings geschafft, eine 'burgerfähige' Pilzsorte zu platzieren, welche sehr guten Anklang beim Verbraucher findet", blickt Pfahler auf die ersten Jahre nach dem offiziellen Marktlaunch im Jahr 2018 zurück. 

Die steigende Nachfrage habe aber auch eine Schattenseite: Denn der exklusive Zuchtbetrieb im Leipziger Land stößt derzeit an seine Wachstumsgrenze. Pfahler: "Wir haben uns eine zeitlang einen zweiten Lieferanten gesucht, mussten aber feststellen, dass der MUSHRO MEATZ  Portobello anbautechnisch ein sehr schwieriges Produkt ist, der höchste Sorgfalt bei Zucht und Ernte verlangt. So ist zum Beispiel das richtige Erntefenster nur wenige Stunden groß und erfordert höchste Aufmerksamkeit und Flexibilität vom Erntepersonal. Eine Kooperation mit einem Großbetrieb kommt daher für uns nicht in Frage."

Stabile Produktqualität erforderlich
Stattdessen fokussiert sich die bioFrische GmbH nach wie vor auf den "qualitätsorientierten Fachhandel" - eine bisher erfolgreiche Vermarktungsstrategie. "Bei den kleineren Bio-Handelsketten hat sich unser Konzept bereits bewährt. Eine ausgeprägte und gleichbleibende Produktqualität ist bei der Vermarktung veganer Produkte ein entscheidender Faktor. Wir versuchen bestmöglich auf diese Ansprüche zu reagieren, etwa mittels ansprechender, nachhaltiger Produktverpackungen. Wir sind verpackungstechnisch von Holz auf Pappe umgestiegen und vermarkten unsere Bio-Portobellos nun überwiegend in 250-Gramm-Schalen mit 2-3 Stück."

Weitere Informationen:
bioFrische GmbH
Florian Pfahler
Monumentenstr. 33/34
D-10829 Berlin
Tel.: 030-78892538
Fax: 030-78892539
mobil: 0173-9244289
info@biofrische.de 
www.biopilzhof-leipzigerland.de 
http://portobello.bio/ 


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