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Denis Piper, Melzig GmbH:

"Pflaumen werden extrem angepriesen, der Absatz fehlt aber im Vergleich zu Zwetschgen"

Aktuell zeichnet sich die Urlaubszeit noch stark am Markt für Obst und Gemüse ab. Während das Ferienende sich in Hessen schon im Absatz abzeichnet, ist es in Bayern noch sehr ruhig. Das bemerkt Denis Piper von der Melzig GmbH in Aschaffenburg. Im Sommer sieht man hier ein typisch deutsches Phänomen: Die Zwetschgensaison. „Im deutschen Handel sind gerade zu dieser Jahreszeit Zwetschgen viel weiter verbreitet als Pflaumen. Im LEH sehen wir ein Verhältnis von 1:10, und auch in den Bäckereien geht ohne Zwetschgen zu dieser Jahreszeit nichts“, erzählt Piper.

Pflaumen weniger beliebt
Bei den Großküchen hingegen seien Pflaumen beliebter – das Coronavirus schmälert daher den Absatz: „Pflaumen verkaufen wir vorwiegend an Kindergärten, Altersheime und Großkantinen. Auch um sie aus der Hand zu essen halte ich die Susine für das bessere Produkt.“ Diese bezieht die Melzig GmbH aus Frankreich, Italien und Spanien, die derzeit alle am Markt sind. Deutsche Erzeuger gebe es kaum. „Pflaumen werden extrem angepriesen, der Absatz fehlt aber. Wir haben schon mehrmals versucht größere Mengen mit ins Sortiment zu nehmen, der Verbraucher springt aber einfach nicht so darauf an.“

Bei den Zwetschgen stehen die Preise aktuell unter Druck: „Neben der einheimischen Ware stehen nun auch Polen, Serbien und Tschechien auf der Matte. Da die Frucht eine klassische Zutat für Bäckereien ist, die eher auf den Preis schauen anstatt auf die Herkunft, mussten auch deutsche Erzeuger ihre Preise nach unten justieren.“ Auch bei den Zwetschgen sind nun viele Anbauländer am Markt – und Osteuropa hat gerade erst begonnen. „Sobald die Mengen richtig losgehen wird auch der Preis noch mal sinken.“

Die Situation wird durch die großen Kaliber der deutschen Ware verstärkt: „Aufgrund von Regen und Hagel gab es im Bodenseeraum Verluste von 20-30% und die verbliebenen Früchte fallen größer aus. Das macht sie ungeeignet für das maschinelle Entsteinen und somit die Weiterverarbeitung.“

Sommerobst – ein Ende in Sicht?
„Die Lust auf Steinobst vergeht so langsam, das merkt man. Jedoch ist es noch zu heiß um auf anderes Obst umzusteigen“, bemerkt Piper. „Es sind bereits große Mengen Trauben im Umlauf, aber noch kein Zug dahinter. Bei 30° wollen die Verbraucher nun mal einfach eher Melonen.“ Er wartet nun auf milderes Wetter in den nächsten Wochen um richtig mit dem Handel beginnen zu können.

Ein weiteres Produkt, dass bereits in den Startlöchern steht, sind die Äpfel. „Wir beziehen unsere Äpfel aus der Region um Heidelberg, die in diesem Jahr sehr früh mit der Ernte begonnen hat. Die Kampagne der Frühäpfel ist bereits beendet und so können wir unseren Kunden bereits das volle Sortiment der Standardsorten anbieten. Da haben die Leute auch schon richtig Lust drauf.“

Für weitere Informationen:
Denis Piper
Frischezentrum Aschaffenburg Melzig GmbH
Magnolienweg 46
63741 Aschaffenburg
Mobil 0159 / 04600878
Tel  06021 / 15087-52
www.melzig-gmbh.de  


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