Christoph Buchner, Hausladen Fruchthandelsgesellschaft mbH, zum aktuellen Avocadomarkt

"Avocados konnten während des Lockdowns gut in den LEH umgeleitet werden"

Aufgrund der Pandemie kam es zu Verschiebungen des Warenflusses bei den Avocados: Der Absatz in die Gastronomie und die verarbeitende Industrie brach drastisch ein, dafür stieg die Nachfrage im LEH. "Zu Beginn der Pandemie war sowohl seitens der Exporteure als auch der Importeure eine Unsicherheit zu spüren wie sich der Absatz von Exoten entwickeln wird. Die Avocado hat diese Krise jedoch gut überstanden und die Absatzmengen sind stabil geblieben, was zu hohen Preisen aufgrund der Verknappung des Produkts zwischen April und Mitte Mai geführt hat. Seit Ende Mai normalisiert sich die Situation mehr und mehr", so Christoph Buchner von der Hausladen Fruchthandelsgesellschaft mbH.


Avocados der Marke Struwwelpeter

„Die peruanische Saison war in diesem Jahr wegen des Fettgehaltes der Ware um etwa zwei bis drei Wochen verspätet, inzwischen sind wir am Peak der Ankünfte aus Peru angelangt. Bisher hatten kleine Früchte (Kaliber 22 und kleiner) den Markt dominiert, mit dem Wechsel der Anbauregionen sehen wir jetzt Kaliber 16 und größer – von einem Extrem zum anderen“, so Buchner weiter. Das ergänze sich gut mit der südafrikanischen Ernte: „Dort sind die Früchte eher kleinfallend, das sollte für einen ausgeglichenen Markt sorgen.“ Auch die Zwischensaison der kolumbianische Avocados soll noch bis August andauern. Hier seien die Früchte vor allem in Kaliber 18-22.


Die Geschäftsführung der Hausladen Fruchthandelsgesellschaft mbH 

Mit dem Saisonhöhepunkt in Bezug auf die Mengen haben die Preise nun ihren Tiefpunkt erreicht. „Das hängt auch damit zusammen, dass wir in den letzten Wochen einen leichten Überschuss verzeichnet haben. Wegen des Coronavirus hatten sich die vereinzelt Sendungen um gut eine Woche verzögert und so kam Ware teilweise in einer Woche in Europa an welche auf verschiedene Ankunftswochen geplant war. Das hat Druck auf den Markt ausgeübt, konnte aber durch Werbeaktionen in ganz Europa abgefedert werden. So wurde eine Überflutung verhindert und wir rechnen mit einer Erholung in den kommenden Wochen.“


Moderne Sortieranlage für Avocados am Münchner Standort

Eine spezielle Vorliebe bei den Größen gebe es im deutschen Lebensmitteleinzelhandel nicht: „Bei loser Ware wird nach Größen zwischen 16 und 20 gefragt, 22-24er werden in 2-3-4er Schalen abgepackt. Die kleineren Größen werden ausschließlich für Netze genutzt, die inzwischen fast alle Ketten im Sortiment haben.“ Netzavocados seien zwar nicht das Kernprodukt, jedoch trotzdem beliebt.


Der Haupsitz in München

Die Schließung der Gastronomie im März hatte natürlich auch eine Auswirkung auf den Avocadomarkt: „Normalerweise gehen größere Mengen in Restaurants und zu Catering, glücklicherweise konnten die Avocados jedoch gut auf den LEH umgeleitet werden. Die Situation hatte sich also schnell geklärt und so hatten wir im April und Mai trotz allem einen ausgeglichenen Markt. Seit Mitte Mai verzeichnen wir wieder normale Mengen, die stufenweise Öffnung des HORECA-Sektors wirkt sich positiv auf den Markt aus“, so Buchner abschließend.

Für weitere Informationen:
Christoph Buchner
Hausladen Fruchthandelsgesellschaft mbH
Schäftlarnstraße 8
Großmarkthalle
81371 München
Telefon 089 72014-0
Fax 089 72014-50
E-Mail verkauf@hausladen-frucht.de  
Web www.hausladen-frucht.de 


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