Welche Sorte kommt beim Verbraucher gut an?

Tomatenvielfalt in der Gemüsetheke

An der Gemüsetheke können Verbraucher aus einer großen Palette an Tomatensorten wählen. Meist landen rote Tomaten im Einkaufskorb, die nicht zu teuer sind. Das ist ein Resultat einer Untersuchung der Universität Göttingen.

Die Wissenschaftler hatten über 1.000 Konsumenten in Deutschland zu ihren Vorlieben beim Tomatenkauf befragt. Im Fokus standen die Merkmale Farbe, Größe, innere Festigkeit, Geschmack, Schale, Aroma, Regionalität, Etikett und Preis. In einem Experiment wurde der Einkauf im Supermarkt online simuliert: Die Probanden sollten sich anhand von Beschreibungen von Merkmalen und Fotos für eine bestimmte Tomatensorte entscheiden. Das Gemüse stammte durchweg aus Deutschland. Anhand einer einfachen Ampelkennzeichnung (rot, gelb, grün) ließ sich am Etikett die Klimafreundlichkeit des Produkts ablesen.

Das Kaufverhalten und die Auswahl von Lebensmitteln werden von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören unter anderem frühere Erfahrungen, persönliche Vorlieben, der Lebensstil und verfügbare Informationen über das Produkt. Tomaten sind das meist konsumierte Gemüse in Deutschland. Im Handel finden Verbraucher zahlreiche Tomatensorten – von runden Tomaten bis Eier- und Kirschtomaten, gerippte, pflaumen- und birnenförmige Tomaten. Die Farbpalette reicht von rot über gelb bis grün. Aber welche landet im Einkaufskorb?

Klimaschädlichste Aspekte
Die Auswertung der Ergebnisse hat gezeigt, dass deutsche Konsumenten frische Tomaten in erster Linie nach Preis (32 %), Farbe (22 %) und Geschmack (16 %) aussuchen. Auch wenn die Farbvielfalt in den vergangenen Jahren gestiegen ist, liegt Rot nach wie vor auf dem ersten Platz. Grüne Tomatensorten werden gemieden. Vermutlich denken viele Verbraucher irrtümlich, dass diese speziellen Varianten noch nicht reif sind. Aroma und Größe (je 6 %), Regionalität und innere Festigkeit (je 4 %) haben für die Kaufentscheidung eine geringere Bedeutung.

Aus Sicht der Konsumenten sind Plastikverpackungen und Luftfracht die klimaschädlichsten Aspekte bei der Tomatenproduktion. Der Transport auf dem Luftweg spielt bei Tomaten allerdings kaum eine Rolle. Der Energieverbrauch von beheizten Gewächshäusern wird dagegen häufig unterschätzt, erklären die Autoren in der Fachzeitschrift „British Food Journal“. In weiteren Studien sollen die Probanden tatsächlich in einem Supermarkt einkaufen. Dann kann das Gemüse vor dem Kauf mit allen Sinnen beurteilt werden.

Quelle: BZFE / Universität Göttingen


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