Bárður Níelsson über die Trends auf den isländischen Importmärkten:

"Wir erleben gerade einen Anstieg des Blumenkohlverbrauchs in Island"

Von der Blumenkohlknappheit wurde in letzter Zeit ausgiebig berichtet, die Auswirkungen waren in ganz Europa zu spüren, wobei die Importeure trotz der geringeren Produktverfügbarkeit daran arbeiteten, die Verbrauchernachfrage zu befriedigen.

Die isländische Importfirma Bananar ehf. hat den Mangel hautnah erlebt. Einkäufer Bárður Níelsson sagt: "Blumenkohl ist in Island sehr beliebt, wir erleben gerade einen Anstieg des Verbrauchs. Das Produkt wird von Juli bis Ende September lokal produziert, aber wir importieren auch, um die Nachfrage das ganze Jahr über zu decken." Derzeit importiert das Unternehmen Blumenkohl aus den Niederlanden, im Winter aus Spanien, erklärt Níelsson: "Das Wetter in Europa in diesem Sommer hat den Blumenkohl- und Brokkolianbau erheblich geschädigt, so dass wir Schwierigkeiten hatten, ihn zu importieren. Es ist nicht unmöglich, es bedeutet nur, dass die Preise steigen müssen."

Das extreme Wetter in Europa hat mehr als nur einen Blumenkohlmangel verursacht. Die Hitzewelle verursachte nicht nur niedrigere Erträge bei bestimmten Produkten, sondern beschädigte auch Produkte, die damals transportiert wurden. Níelsson sagt: "Wir importieren Kräuter aus den Niederlanden und fliegen sie dann von Belgien nach Island. Während der Hitzewelle wurde es so heiß, dass ein Teil der Sendung beschädigt wurde, bevor sie ankam."

Umweltbewusste Trends
Níelsson spricht über die zunehmende Popularität von kleineren Äpfeln: "Wir beobachetetn, dass die Verbraucher häufiger kleinere Äpfel kaufen als größere. Wenn Menschen Äpfel als Zwischenmahlzeit essen, werfen sie am Ende die größeren Äpfel teilweise weg. Dies gilt insbesondere für Kinder, die Äpfel als gesunden Snack erhalten. Snack-Früchte und Snack-Gemüse sind jetzt sehr beliebt, und die kleineren Äpfel passen in dieses Muster. Es spiegelt auch das wachsende Bewusstsein für Lebensmittelabfälle wider, die Menschen sind achtsamer, bevor sie Lebensmittel wegwerfen. Das Angebot bestimmter Produkte in kleineren Größen trägt dazu bei."

Weitere umweltbewusste Trends, an denen das Unternehmen arbeitet, sind Verpackungen und Bio-Lebensmittel. Als Reaktion auf die globale Sorge um Kunststoff hat das Unternehmen damit begonnen, die Verpackungen anzupassen, in denen die Produkte verkauft werden. So werden beispielsweise Blumenkohl und Brokkoli jetzt ohne Plastikfolie verkauft, das Unternehmen strebt auch danach, Plastikkörbchen durch Pappkörbchen zu ersetzen.

Etwa 5% der Importe des Unternehmens sind jedoch Bio, bemerkt Níelsson: "Jeder interessiert sich für Bio-Produkte, aber nur ein kleiner Teil dieser Menschen ist auch daran interessiert, dafür zu bezahlen. Während die meisten Leute die Idee mögen, sind sie nicht bereit, mehr dafür zu bezahlen. Deshalb machen Bio-Produkte nur einen kleinen Teil unserer Importe aus." Auf die Frage, was er für die Zukunft von Bio sieht, bleibt Níelsson positiv: "Junge Menschen sind sich bewusst, was sie essen, und das wird die Zukunft von Bio beeinflussen und es populärer machen".

Das Unternehmen ist bestrebt, die Vielfalt der Artikel, die es aus Großbritannien importiert, zu erweitern; Níelsson ist besonders an wichtigen Produkten wie Beeren, Spinat und Salat interessiert.

Für weitere Informationen:
Bárður Níelsson
Bananar ehf.
Tel: +35 45250100
Email: bardur@bananar.is
www.bananar.is


Erscheinungsdatum:



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