Übersicht Weltmarkt Ananas

Momentan ist der Preis für Ananas auf dem Weltmarkt recht stabil. Die Qualität ist im Allgemeinen gut. Der europäische Markt weist geringe Mengen auf, und sowohl Angebot als auch Nachfrage sind begrenzt. Die Nachfrage in Deutschland ist im Vergleich zu den Vorjahren sogar etwas rückläufig.

In den Vereinigten Staaten haben sich die Erzeuger entschieden, ihre Produktion einzuschränken, da die Preise derzeit niedrig sind. Durch diese Preisentwicklung auf dem Markt halten auch Importeure Ihre Vorräte niedrig. Die Produktion in China ist gestiegen. Infolgedessen sanken die Preise und stieg die Nachfrage. Die Produktion begann aufgrund des milden Wetters früher als in den Vorjahren. In Australien droht aufgrund der Wetterbedingungen in diesem Jahr ein Überschuss. Die Produktion wird hauptsächlich auf dem heimischen Markt verkauft.

Niederlande: Ananasmarkt zu ruhig
Nach Ansicht der Importeure ist der der Ananasmarkt in den letzten Wochen immer noch zu ruhig. Der Markt hat sich seit Januar leicht verbessert, aber er ist seit langem sehr schlecht. Der Umsatz und die Nachfrage im Tageshandel bewegen sich auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Preise liegen je nach Größe zwischen 7 und 8 Euro. Die Erwartung ist, dass das Angebot in Costa Rica nach dem zweiten Quartal noch kleiner wird. Die Importeure hoffen, dass die Preise aufgrund eines geringeren Angebots wieder über die 10 Euro Grenze kommen. 

Belgien: stabile Preise, wenig Angebot
Der Ananasmarkt ist ziemlich stabil und das Angebot ist eher gering. Der Verkauf verläuft reibungslos und die Preise für die Sweet Gold Ananas bleiben fest.

Deutschland: Geringe Nachfrage, kleine Volumina
In Deutschland sind Nachfrage und Angebot derzeit begrenzt. Die Mengen, die hauptsächlich aus Costa Rica, von der Elfenbeinküste und aus Ghana importiert werden, sind ebenfalls relativ gering. Das Preisniveau sei - angesichts dieser Marktsituation - doch recht akzeptabel, berichtet ein Importeur aus Hamburg. Dies hängt auch mit der relativ guten Produktqualität zusammen.

Langfristig verliert die Ananas, insbesondere als Standardprodukt, an Bedeutung. Flugananas, und spezielle Sorten sind dahingegen im deutschen Handel beliebt. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist auf breiter Front leicht gesunken. Im Convenience-Bereich gibt es Möglichkeiten: Vor allem die jüngere Generation bevorzugt frische, geschnittene Ananas, so ein Händler.

Frankreich: Nachfrage nach Ananas geht zurück, Preise steigen
Mit dem bevorstehenden Sommer wird die Nachfrage nach Ananas im Vergleich zu den typischen Sommerfrüchten in den Supermärkten zurückgehen.

Nach Monaten, in denen der Preis für Ananas sehr niedrig war, hat sich die Situation auf dem Markt seit Ende Februar geändert. Im März waren die Mengen niedrig und die Preise recht hoch. Derzeit ist der Markt insbesondere für die Bio-Ananas sehr komplex. Viele Erzeuger haben den Anbau von Bio-Ananas eingestellt, weil sie im letzten Jahr, aufgrund des großen Angebots und der niedrigen Preise, die Kosten für die Produktion nicht mehr decken konnten. Ein kleiner Anteil des Biomarktes kommt aus Costa Rica, ein größerer Teil aus Togo und der Elfenbeinküste. Die Preise sind hoch und das Angebot recht begrenzt.

Die Preise für konventionelle Ananas aus Costa Rica sind gestiegen und die Mengen sind niedriger als im Vorjahr. Letzte Woche lag der Durchschnittspreis für eine süße Ananas aus Costa Rica bei Rungis bei rund 1,05 € und für das Produkt aus der Elfenbeinküste bei 1,10 €.

Italien: weniger Nachfrage nach Ananas zu den Feiertagen
Seit einem Monat ist der Vorrat an Ananas bei den großen Produzenten in Kolumbien, Ecuador und Costa Rica begrenzt. Die Ursachen hierfür sind wechselnde Wetterbedingungen und übermäßiger Regen. Diese Situation kann einige Wochen andauern. Aufgrund der kleinen Lagerbeständen (20 bis 30% weniger) ist der Preis um 15 bis 20% gestiegen, was wiederum keine Auswirkungen auf die Nachfrage hatten. Während der Feiertage stieg der Umsatz, konnte jedoch nicht mit den Vorjahren verglichen werden, als zu Ostern und Weihnachten ein starkes Nachfragewachstum zu verzeichnen war, wie vor ungefähr 5-10 Jahren. In diesem Jahr war der Anstieg in der Nachfrage während der Feiertage nicht so stark (Ostern).

Von Ende Mai bis Ende Juni beginnt in den Produktionsländern die "natürliche Blüte". Daher ist mit einer Fülle von Ananas zu rechnen.

In Italien steigt auch das Interesse an der Ananas ohne Krone. Aufgrund der Entwicklungen im Fertigsegment ist es möglich, dieses Produkt ohne übermäßigen Restmüll auf den Markt zu bringen.

China: mehr Produktion, niederigere Preise, bessere Qualität
Die wichtigsten Anbaugebiete in China liegen in Hainan, Taiwan und Guangdong. Der Anbau in Hainan und Guangdong begann bereits im November und wird bis Mai andauern. Die Produktion war größer als im letzten Jahr und daher waren die Preise in diesem Jahr etwas niedriger, so dass die Nachfrage nach Ananas bei den Verbrauchern stieg. Die Qualität der Ananas war auch besser als im Vorjahr.

In Taiwan begann die Ananasernte in diesem Jahr etwas früher als im Vorjahr. Das lag daran, dass Taiwan einen milden Winter hatte, wodurch die Ananas schneller reif wurde. Die Nächte waren jedoch immer noch kalt, was bedeutete, dass die Ananas in der ersten Periode noch nicht ihre volle Süße erreichte. Ende März wurden die Nächte wieder wärmer, was sich positiv auf die Süße der Ananas auswirkte. Der Preis für die taiwanesische Ananas ist dieses Jahr sehr stabil. Dies ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass die Regierung dieses Jahr mehr in die Förderung taiwanesischer Ananasexporte investiert und somit dazu beigetragen hat, den Preis stabil zu halten.

Desweiteren gibt es Importananas auf dem chinesischen Markt. So müssen sich die chinesischen Ananas zum Beispiel gegen Ananas aus den Philippinen, Thailand, Malaysia und Costa Rica  behaupten.

Vereinigte Staaten: Produktion wird durch Importananas leicht abnehmen
Nach monatelangen regelmäßigen Lieferungen scheint der Markt für importierte Ananas leicht abzunehmen. "Die Versorgung war in diesem Jahr sehr regelmäßig. Der Preis ist prima, genau wie auch der Markt, sagt Maurizio R. Ghelfi von M.L.G., ein Handelsunternehmen in Frischeprodukten aus Los Angeles, Kalifornien. Und dies, trotz des derzeitigen, leichten Angebotsrückgangs aus Costa Rica.

Bis Woche 25-26 herrscht im Allgemeinen eine gute Produktion von Ananas aus Costa Rica, sagt Ghelfi. "Danach wird sich das Wetter in Costa Rica wieder ändern, was Auswirkungen auf den Anbau haben wird", sagt Ghelfi. Neben der Produktion aus Costa Rica wird auch aus Mexiko importiert.

Preisverfall?
Obwohl es mehr als genug Ananas gibt, erwartet man, dass Erzeuger und Transporteure den Handel etwas zurückschrauben. "An der Westküste senken die wichtigsten Marktteilnehmer die Preise. Das bedeutet, dass auch andere Parteien folgen müssen." Ghelfi fügt hinzu, dass ein Importeur beschlossen hat, diese Woche aufgrund dieses Preisrückgangs die Produktion zu reduzieren.

Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sind die Preise im Allgemeinen niedrig. "Die mexikanische Produktion, die auf den Markt kommt, hält diesen Preis ebenfalls etwas niedriger", sagt Ghelfi.

Mit Blick auf die Zukunft wird es einen leichten Rückgang der Importe geben. "Die Importeure vermindern die Importe, weil sie sinkende Preise auf dem Markt erwarten. Im Moment liegt der Preis zwischen 10 und 10,50 $ und wird wahrscheinlich unter 10 $ fallen. Bis Ende Juni wird der Markt abnehmen.

Australien: Risiko auf Überschuss
Es wird gesagt, dass einige Ananas-Erzeuger in Zentral-Queensland in den kommenden Monaten einen potenziellen Überschuss haben werden. Die Ursache hierfür ist das extreme Wetter, vor allem die Hitzewellen im Sommer. Das wöchentliche Volumen kann hierdurch auf rund 300% steigen, obwohl nicht alle Erzeuger dieses Problem sofort spüren werden. Piñata Farms erwartet eine 'recht normale' Saison in diesem Winter. Das Unternehmen hat seine Produktion an drei verschiedenen Standorten in Nordaustralien verteilt, um das Risiko des extremen Wettern zu spreizen. General Manager Gavin Scurr sagte, der Überschuss könne sich auf alle Erzeuger auswirken, wenn man sich die Marktpreise anschaue. Eine weitere Herausforderung ist die steigende Nachfrage im Winter. Denn die Ananas ist eine Frucht, die gerade im Sommer gefragt ist und sie ist nicht einfach zu verarbeiten, wie dies bei Bananen und Beeren der Fall ist.

Neueste Statistiken von Hort Innovation zeigen, dass Ende Juni 76.002 Tonnen mit einem Wert von 53,4 Millionen US-Dollar produziert wurden. Dies war ungefähr so ​​wie in den vergangenen Jahren. 40% der australischen Haushalte kauften Ananas. Die Früchte wurden nicht exportiert, da alle Lagerbestände für den Inlandsmarkt bestimmt waren: 62% frisch, 38% verarbeitet.


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