Volle Läger, Erzeuger spekulieren weiterhin

Kartoffelpreise gehen langsam in die Höhe

Wegen der anhaltenden Dürre im diesjährigen Sommer kam es vielerorts zu extremen Einbußen in Deutschland. Das bekommen nun auch die Händler zu spüren. Denn aufgrund der stetig zunehmenden Großhandelspreise warten die Erzeuger noch ab und sind nicht bereit, ihre Ware bereits auf den Markt zu bringen. Das Ergebnis: volle Läger und ein stabiler, doch ruhiger Markt, heißt es in einer Umfrage.

Großhändler Hans-Joachim Poppe aus Niedersachsen

Probleme im Großhandel
Der Kartoffelmarkt sei im Moment besonders ruhig und verhalten, schildert Hans-Joachim Poppe, Inhaber des gleichnamigen Kartoffelgroßhandels im Herzen der niedersächsichen Kartoffelsteppe. ''Durch die Hitze im Sommer und entsprechende Einbuße bis 30 Prozent ist das Preisniveau momentan besonders hoch. Die Erzeuger haben ihre Erträge in schönem und sauberen Zustand in die Lager gebracht. Wegen des ruhigen Markts und der stabilen, hohen Preise warten die Erzeuger noch ab und sind nicht bereit, ihre Ware zu günstigeren Bewertungen abzugeben. Dementsprechend habe ich als Händler Probleme, überhaupt Ware zu verkaufen.''

Der niedersächsiche Großhändler schickt zur Zeit unter anderem die Sorten Belanda und Bernina in den Export nach Österreich und Italien. ''Unsere Ware ist im Vergleich zu den dortigen Knollen zu teuer. Die Ware aus Bayern und Österreich ist leider deutlich günstiger. Gegenüber Bayern liegen unsere Erzeugerpreise um 0,05 Euro über dem dortigen Kilopreis. Das einzige, was ich tun kann, ist abwarten, bis die Preise runtergehen und wir wieder konkurrenzfähig sind. Meiner Ansicht nach ist der Höchststand langsam erreicht und ich gehe davon aus, dass der Markt ab Anfang Dezember bis Weihnachten etwas lebhafter wird.''

Qualitätsschäden in Bayern
In Bayern wird die Situation am heutigen Kartoffelmarkt soweit bestätigt. ''Die Landwirte sind derzeit im Verkauf noch zurückhaltend, weil sie der Meinung sind, dass die Preise noch weiter in die Höhe gehen werden. Zugleich hält sich die derzeitige Nachfrage zumindest hier im Bayerischen Raum auch in Grenzen'', schildert ein dortiger Großhändler. Die Sommerhitze habe den diesjährigen Ertrag im Süden nicht in dem Ausmaß beeinflusst wie auf der nordlichen Kartoffelsteppe. Dafür bemerke man allerdings die witterungsbedingte Qualitätsprobleme bzw. Schönheitsfehler bei den Lagerwaren: ''Die Knollen keimen schon und haben Druckstellen, d.h. die Qualitätsschäden sind jetzt schon wie sie normalerweise im Februar sind.'' Nichtsdestotrotz gehe man in Bayern davon aus, dass es genügend Ware gibt bis zum Anschluss der neuen Ernte.

Weitere Informationen: 
POPPE - Kartoffel-Großhandel
Inh. Hans-Joachim Poppe
Bahnhofstraße 62
D-21698 Bargstedt
Telefon: 04164- 909481
Telefax: 04164- 909482
E-Mail: kartoffel-poppe@ewe.net 
www.kartoffel-poppe.de 


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