Griechen weiterhin von Folgen der Krise betroffen

Griechische Exporteure haben die Krisenjahre gut überstanden. Trotz des Augenmerks auf die Exportmärkte blieb das südeuropäische Land vom Marktrückgang im Inland größtenteils verschont. Indirekt wurde aber vor allem der Zitrusfrüchtemarkt getroffen. Regierungsmaßnahmen führten zu negativen Nebeneffekten.

Die Zitrusfrüchteproduktion in Griechenland ist aufgespalten. "Jedem gehören einige Hektar," sagt Nikos Katsaloulis, Logistics & Sales Manager für Mitrosilis. Früher kamen die Haupterträge aus der Zitrusfrücheproduktion, dann wurden die Grundstücke durch Erbprozesse unter vielen Erben aufgeteilt. Aufgrund dieser Tradition wurden die griechischen Ländereien so klein, dass Erzeuger heutzutage ihr Angebot durch Orangen ergänzen müssen. Außerdem ist das ganze Erzeugerhandwerk angeschlagen. Steuervorteile für den Agrarsektor wurden aufgehoben und an die Zolltarife anderer Sektoren angepasst. "Die Arbeit auf den Feldern ist deswegen sehr unattraktiv geworden," erklärt Nikos.

Man rechnet mit regulärer Zitrusfrüchtesaison
Obwohl es viele kleine Erzeuger gibt hat sich Mitrosilis für die wenigen großen entschieden, die noch übrig sind. "Diese Erzeuger haben das GlobalGAP-Zertifikat." Um die Qualität der Zitrusfrüchte zu garantieren, werden bestimmte Bäume ausgesondert. Der nächste Schritt ist eine strikte Inspektion der Früchte beim Verpacken. "Bei schlechtem Wetter liefern wir lieber nichts statt Früchte minderer Qualität," so Nikos. "Brix und Farbe müssen einer festgelegten Qualität entsprechen."

"Spanien hat dieses Jahr wenig produziert aber hält sich dennoch gut," so Nikos bezüglich der aktuellen Saison. "Wenn das Wetter mitspielt produzieren wir griechische Orangen bis Ende März. Ich rechne mit einer regulären Saison und normalen Erntemengen." In den letzten beiden Jahren wurden Teile der Ernte aufgrund schlechten Wetters zerstört. Letztes Jahr war Hagel schuld, 2016 lag zwei Wochen lang Schnee auf den Orangenbäumen.

Türkische, spanische und ägyptische Konkurrenz
Griechische Zitrusfrüchte werden hauptsächlich nach Osteuropa exportiert. Doch die Konkurrenz durch Ägypten und die Türkei verstärkt sich. "Die Türkische Lira hat an Wert verloren, deswegen sind Früchte gerade sehr billig. Das verursacht Probleme für uns, vor allem in rumänischen und bulgarischen Absatzmärkten." Ägyptische Zitrusfrüchte stellen keine große Gefahr dar, da sie hauptsächlich Saftfrüchte in die Niederlande exportieren, eine Sorte, die die Griechen nicht anbieten.

Kein Investitionskapital
Nikos sieht die Zukunft des griechischen Zitrusfrüchtesektors kritisch. "Letzte Saison haben unsere Erzeuger kaum Erträge erwirtschaftet, außerdem steigt der Ölpreis." Die Konsequenzen der Krise verschlimmern die Situation weiter. Offiziell erhält Griechenland keine finanzielle Unterstützung mehr, aber die Folgen der Krise sind immer noch zu spüren. "Die Regierung will zeigen, dass die Krise hinter uns liegt, aber die griechischen Bürger merken davon nichts. Die Bevölkerung ist verschuldet und hat Schwierigkeiten, über die Runden zu kommen." Auch Firmen haben es weiterhin schwer. Steuerauflagen wurden erhöht, obendrein müssen Steuern jetzt hälftig im Voraus gezahlt werden.

 

"Uns Exporteure hat die Krise nicht getroffen," sagt Nikos. Vor der Krise litt die Firma allerdings unter Markteinbrüchen im Exportbereich. "Wir erwarten keine Hilfe von der Regierung, aber die verschärften Auflagen erschweren unsere Situation erheblich."

Für weitere Informationen:
Nikos Katsaloulis
Mitrosilis
T: +30 27 52 04 50 00
M: +30 69 47 77 55 33
F: +30 27 52 04 30 36
E: nikos.katsaloulis@mitrosilis.gr
W: www.mitrosilis.gr 


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