Ankündigungen

Stellenbörse

Top 5 -Gestern

Top 5 -letzte Woche

Top 5 -im letzten Monat

Jan Nowakowski von Genesis Fresh:

"Polen sollte darüber nachdenken seine Apfelproduktion zu reduzieren"

Die neue Saison für polnische Herbstäpfel hat begonnen, was bedeutet dass bald Sorten wie Gala, Champion, Red und Golden Delicious, Jonagored, Idared und viele andere auf den Markt kommen. Die Meinungen der Bauern gehen auseinander, eine Frage zeichnet sich aber klar ab: "Kann Polen all diese Äpfel verkaufen?" Das polnische Unternehmen Genesis Fresh, ein Produzent und Exporteur, ist davon überzeugt, dass alle Mengen verkauft werden können.

Die Saison hat in diesem Jahr etwas früher begonnen, so Nowakowski von Genesis Fresh: "Das Wetter war gut, obwohl der Sommer in Europa und somit auch in Polen ziemlich trocken war. Wir hatten allerdings ein bisschen mehr Regen als der Rest Europas. Der Hagel hatte nicht so schwere Folgen für uns wie im vergangenen Jahr. Das Brix-Level der Äpfel ist sehr gut."



Die Rekordernte ist nichts Neues. Aber wie viel wird Polen tatsächlich produzieren und was wird das Land mit den Äpfeln anfangen? Mögliche Optionen sind ein günstiger Verkauf an die Verarbeitungsindustrie oder aber der Export in Länder wie China. Nowakowski ist überzeugt, dass Polen alle Äpfel verkaufen kann: "Was die Menge angeht, so haben wir diese Saison fast 50 Millionen Tonnen Äpfel in Polen. Der Grund für die Rekordernte ist, dass die Äpfelbäume sich in den vergangenen zwei Jahren erholen konnten und nun, da die Wetterbedingungen sehr gut waren, erwarten wir eine Rekordernte. Je nach Sorte werden wir etwa 40 - 45 Prozent mehr Äpfel haben, bei einigen Sorten sogar doppelt so viele!"
 
"Diese Saison werden unsere Äpfel überwiegend auf europäische Märkte exportiert, so wie immer. Wir beliefern diese Märkte seit vielen Jahren, allerdings haben dieses Jahr auch diese Länder ein größeres Angebot an Äpfeln verfügbar. Unsere Äpfel gehen auch in den Mittleren Osten, nach Afrika und in den Fernen Osten. In diesem Jahr werden wir voraussichtlich 30 bis 35 Prozent mehr an diese Ländern liefern als im vergangenen Jahr. Unser Fokus liegt auf China, da der Hagel dort etwa 30 Prozent der Ernte zerstört hat. Wir hoffen, dass wir die Lücke mit unserem Angebt schließen können."



Auf die Frage hin, warum er sich so sicher sei, dass Polen all seine Äpfel verkaufen wird, sagt Nowakowsi, er habe genau die gleiche Frage vor einem Jahr gehört: "Jedes Jahr werden wir das gefragt. Im letzten Jahr konnten wir beweisen, dass polnische Äpfel auf der ganzen Welt sehr beliebt sind und auch neue Märkte wollen sie einmal probieren. Wir werden schon klar kommen! Mit der Zeit wird sich zeigen, wie viele Äpfel wir tatsächlich nach China verkaufen, aber ich bin optimistisch und wir werden auch in diesem Jahr wieder neue Kunden finden."

Natürlich läuft in Polen aber nicht alles perfekt. Nowakowski gibt zu, dass es einige Probleme gab, genug Erntehelfer zu finden: Der Arbeitskräftemangel herrscht in vielen Ländern, das gleiche gilt also auch für Polen. Im Sommer hatten wir nicht genug Leute, um Früchte wie Kirschen, Erdbeeren und Pflaumen zu ernten. Jetzt, zu Herbstbeginnn, gibt es jedoch mehr Arbeitskräfte und wir machen uns weniger Sorgen, nicht alle Äpfel pflücken zu können."



Nowakowski stimmt allerdings zu, dass Polen darüber nachdenken sollte, seine Apfelproduktion zu reduzieren: "Auf der Prognosfruit 2018, die im August in Polen stattgefunden hat, habe ich mit Produzenten und Exporteuren aus Frankreich, Italien und Belgien diskutiert und es gab viele Bedenken über die Produktion von polnischen Äpfeln. Ich stimme zu, dass Polen darüber nachdenken sollte seine Apfelproduktion zu reduzieren. Es wird einen gesunden Einfluss auf den Markt in Europa haben und auch auf die Preise auf dem polnischen Markt. Unsere Produktionskosten und Profitabilität wird dadurch in jedem Fall steigen. Jedes Jahr steigen die Produktionskosten und Arbeitskosten, aber die Verkaufspreise ziehen nicht mit. Tatsächlich deckt der Verkaufspreis oft nicht einmal die Produktionskosten."

Für weitere Informationen:
Jan Nowakowski
Genesis Fresh
Tel. +48223783405
Email: info@genesisfresh.com

Erscheinungsdatum:



Erhalten Sie den täglichen Newsletter in Ihrer E-Mail kostenlos | Klick hier


Weitere Nachrichten in dieser Branche:


Melden Sie sich für unseren täglichen Newsletter an um immer auf dem neusten Stand zu bleiben!

Anmelden Ich bin bereits angemeldet