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Transport- und Hafeneinrichtungen während der Hochsaison unter Druck

Epizentrum des Zitrusfrucht Booms

In Burgersfort, Mpumalanga, liegt eines der größten Zitrusfrucht-Packhäuser Südafrikas. Die Region hat zwei große Vorteile: Die hat mit den besten Boden des Landes und ein Klima mit kühlen Nächten und heißen Tagen, was perfekt für den Anbau von Zitrusfrüchten ist.

Wenn man zu diesen Vorteilen noch den globalen Boom in der Zitrusfrucht-Industrie hinzunimmt, hat man das perfekte Rezept für exponentielles Wachstum. Indigo Fruit Farming hat deswegen ein Packhaus mit einer Fläche von 14.000qm und der Kapazität für 100 Vorratsbehälter (entspricht etwa 38 Tonnen) pro Stunde gebaut. 

Hier werden Navels und Valencias und auch ein 10%tiger Anteil an Zitronen verpackt, allerdings findet man in der Maf Roda Sortiermaschine vor allem weiche Zitrusfrüchte. Das Packhaus hat sowohl vom British Retail Consortium Accrediation als auch von Tesco die höchsten Akkreditierungs-Bewertungen erhalten.

"Wir behandeln weiche Zitrusfrüchte wie Steinfrüchte, denn es sind sehr sensible Produkte", sagt Josef Malan, Geschäftsführer von Naranja Packers. "Der Unterschied zwischen Klasse I und Klasse II Produkten liegt bei 100R (6 Euro). In einem modernen Packhaus wie unserem garantieren wir Kontinuität - die Qualität innerhalb der Klasse ist immer gleich. Mit moderner Technologie kann man den Packout um 2% bis 10% verbessern - das hat große Auswirkungen", sagt Lucille Strecker, System- und Infromationsmanagerin bei Naranja. Sie fügt hinzu, dass Klasse III Produkte immer etwa 15% des Packouts ausgemacht haben, der Durchschnitt inzwischen jedoch bei nur 8% liegt. 



Um das Upgrade der ursprünglichen Packstation zu designen, haben Josef Malan und seine Kollegen Packstationen auf der ganzen Welt besucht. Das Ziel war es, ein Vorreiter im Bereich der Automatisierung zu sein, sodass die Packstation - sollte dies jemals benötigt werden - von nur 18 Angestellten betrieben werden kann. Dennoch werde bei einer Kapazität von 100 Behältern pro Stunde doppelt so viel Personal benötigen wie bisher, so Malan.

Zurzeit ist Hochsaison, daher arbeiten mehr als 400 Angestellte Tag und Nacht, um die Zitrusfrüchte, die aus einem Umkreis von 200km angeliefert werden, zu sortieren und zu verpacken. Sie kommen aus Letsitele, Hoedspruit, Burgersfort und Nelspruit. Die Packstation hat pro Saison einen Durchlauf von 64.000 Tonnen, zurzeit liegt sie bei 30.000 Tonnen, was etwas weniger ist als prognostiziert war. Grund dafür ist der Hagel in Lowveld, der die Erträge um 8.000 Tonnen reduziert hat. 

Um sich und ihr Produkt zu differenzieren - ClemenGold und SweetC Mandarinen sind die größten Output Produkte - bietet die Packstation ihren Kunden über 20 verschiedene Verpackungsformate an. Es dauerte fünf Jahre, die richtigen Karton-Designs auszuwählen und die richtigen Materialien sowie Maschinen dafür zu beschaffen.


Die verschiedenen Verpackungsformate

Eine weitere Neuheit ist die biologische Wasser-Recyclinganlage. Sie filtert und säubtert 50.000 Liter Wasser, die in der Packstation genutzt werden, sodass das Wasser für die Bewässerung wieder verwendet werden kann. 

Enormer Druck auf Straßen- und Hafeninfrastruktur
Das Obst von der Packstation zu einem ausländischen Käufer zu bringen, ist nicht leicht, da die Infrastruktur (der Zugtransport spielt bei der Beförderung von Frischwaren eine große Rolle) und die Hafeneinrichtungen unter dem riesigen Zitrsufrucht Angebot und anderen Frischwaren drohen unterzugehen. "Transport und Logistik sind eine große Herausforderung", sagt Josef Malan. "Nehmen wir mal an das Packout sind 32 Paletten pro Stunde und die Packstation arbeitet auch nachts, dann entspricht das 640 Paletten am Tag. Dafür braucht man mindestens 30 LKW an der Packstation, 30 auf den Straßen und weitere 30 auf dem Weg zurück zur Station. In anderen Worten: Für eine Station braucht man allein 90 LKW im Umlauf."

Und das auch nur, wenn am Hafen alles rund läuft. Vor Kurzem haben die Hafenarbeiter gestreikt und es kam zu Verspätungen. Auch wenn man nicht genug Anlegestellen hat oder die LKW in langen Schlangen am Hafen warten müssen kann es zu Verzögerungen kommen. "Die LKW müssen in die umliegenden Straßen ausweichen und kriegen dann oft Knöllchen" sagt Lucille. "Am Hafen können die LKW nicht schnell genug ihre Waren entladen. Wenn beispielsweise nicht genug Kühlräume zur Verfügung stehen, müssen sie ewig am Hafen warten."

Die Avocado Hochsaison fällt in den gleichen Zeitraum wie die Zitrusfrucht Hochsaison, wodruch noch mehr Druck auf die Kühleinrichtungen und Häfen ausgeübt wird. Naranja Packers wählt die Häfen je nach Zitrusfrucht Sorte, Timinung und Zielmarkt aus. Wenn das Obst an den Hafen Kapstadt geht, kosten die Transportkosten von Burgersfort fast doppelt so viel. Dafür kommen die Produkte eine Woche früher in Europa an. Der Hafen in Durban hingegen bietet gute Möglichkeiten für den Rücktransport (wobei sich das wegen der Angst vor Listeriose auch ein wenig geändert hat). 

Es dauert 40 bis 50 Tage, bis die Zitrusfrüchte von der Plantage auf ihrem Zielmarkt in Übersee angekommen sind.



Für weitere Informationen: 
Josef Malan
Naranja Packers

Erscheinungsdatum:



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