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Chilenische Avocado-Ausfuhr nimmt zu wegen des Regens

Der chilenische Avocado-Export hat explosiv zugenommen. Von Januar bis September 2017 hat der Export volumenmäßig um 43 Prozent und um 62 Prozent an Wert zugenommen. Der wichtigste Grund dafür ist der höhere Ertrag wegen der guten Regenfälle dieses Jahr und voriges Jahr. Der Absatz auf allen Exportmärkten hat zugenommen. Chile wurde sogar zum größten Lieferanten des chinesischen Marktes. Voriges Jahr trug Mexiko diesen Titel. Das geht aus einem Bericht der USDA (das amerikanische Landwirtschaftsministerium) hervor.



Die Anbaufläche Chiles nimmt seit 2007 ab, aber seit 2013 hat sich der Rückgang verzögert. 2013 betrug die chilenische Anbaufläche der Avocados 30.330 Hektar. 2016 ist die Zahl auf 29.319 Hektar gesunken. Etwa 65 Prozent der Anbaufläche findet man in der Region Valparaiso. Die Regionen Metropolitan und Coquimbo machen beide 15 Prozent der Anbaufläche aus. Die meisten Plantagen bauen die chilenische Hass Avocado an: Diese Sorte macht 88 Prozent der Anbaufläche aus. Die Sorte ist empfindlich gegen niedrige Temperaturen und Frost, deswegen kann sie nicht überall angebaut werden. Die Plantagen befinden sich in Hanglagen wo das Frostrisiko geringer ist und die Temperaturen höher sind als anderswo. Für den einheimischen Markt werden auch andere Sorten angebaut, wie Edranol, Negra de la Cruz und Fuerte.

Mehr Regen, mehr Ertrag

Wasserknappheit und Dürre waren in den vergangenen acht Jahren die größten Einschränkungen der Produktion. In den Marktjahren 2016 und 2017 hat es aber viel geregnet, so dass die Erzeuger Wasser lagern konnten. Das hat trotz des Flächenrückgangs zu einer höheren Produktion geführt. Laut des chilenischen Avocado-Komitees hat man 2016/2017 (die Saison dauert von Juli bis Juni) 215.000 Tonnen Avocados geerntet. Für das Jahr 2017/2018 wird das Volumen auf 220.000 Tonnen geschätzt.



Avocado ist eine der wenigen Obstsorten die in Chile angebaut und regional vermarktet werden. Die Mehrheit des Obstanbaus ist auf den Export gerichtet. Etwas weniger als die Hälfte der Produktion, etwa 65.000 Tonnen werden auf den einheimischen Markt verkauft. In der Saison 2016/2017 waren es etwa 30 Prozent, weil das geerntete Volumen groß war. Neben der einheimischen Produktion werden Avocados aus Peru, Mexiko und den VS importiert, während der entgegengesetzten Saison (April-August). Weil dieses Jahr größere Volumen verfügbar sind, ist die Einfuhr zwischen Januar und September halbiert.



Exportwachstum
Zwischen Januar und September dieses Jahr hat die Ausfuhr um 42,9 Prozent an Volumen und 61,7 Prozent an Wert zugenommen. Das sind 90.985 Tonnen und 167,5 Millionen Euro. Der wichtigste Absatzmarkt der Avocados sind die VS, gefolgt von den Niederlanden, Argentinien, China und das Vereinigte Königkreich. In den ersten acht Monaten dieses Jahres hat die Ausfuhr in die VS mit 158,5 Prozent an Volumen bis 23.070 Tonnen und 219 Prozent an Wert bis 49,9 Millionen Euro zugenommen. Unter anderen weil Mexico eine kleinere Ernte hatte, ist auf dem amerikanischen Markt Platz für die chilenischen Avocados.



Im Marktjahr 2017 hat die Ausfuhr nach Spanien um 37,7 Prozent an Volumen zugenommen. Der britische Markt hat um 3,4 Prozent mehr an Volumen gekauft. Der Export in die Niederlande ist etwas zugenommen mit 0,7 Prozent. Die europäische Nachfrage nach chilenischen Avocados wächst, aber die Zahlen sind nicht so beeindruckend als die der anderen Märkte. Der Export nach Argentinien hat zum Beispiel mit 50,5 Prozent an Volumen zugenommen, das bleibt erwartungsgemäß weiterhin ein guter Markt. Der chinesische Markt hat 2017 um 76,5 Prozent mehr Avocados von den chilenischen Exporteure gekauft. Der chinesische Markt wird in Zukunft weiterwachsen.



Die chinesische Nachfrage nach chilenischen Avocados wächst und der größte Teil des chilenischen Werbungsbudgets ist für den chinesischen Markt bestimmt. Die Kampagnen fokussieren auf Konsumenten und man findet die Kampagnen in den chinesischen Läden. Zudem setzt man die sozialen Medien ein, um den Konsum zu steigern. Im April 2017 haben Chile und Indien eine Vereinbarung unterzeichnet, um den Export nach Indien zu gestalten. Chile ist auch mit dem Zugang zu Süd-Korea beschäftigt, dieser Prozess wird noch einige Jahren dauern. Im Marktjaar 2018 wird die Ausfuhr 155.000 Tonnen betragen, das Volumen wird um fünf Prozent höher ausfallen. Der einheimische Konsum bleibt mit 65.000 Tonnen stabil.

Klicken Sie hier um das vollständige Bericht der USDA zu lesen.

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