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Nach dem Energieverbrauch werden andere Reifungskosten angegangen

„Wir haben gesehen, dass es im Sektor mehr Bereitschaft zur Investierung gibt,“ sagt Chris Maat von Interko. Weil es wirtschaftlich besser geht, haben viele Firmen im Sektor nun das Geld, um zum Beispiel in Reifekammern zu investieren. „Im Allgemeinen geht es dem Markt gut.“

In den Niederlanden werden hauptsächlich die veralteten Reifungssysteme ausgetauscht. „Zum Beispiel haben wir im Vergleich zu vor 20 Jahren einen Abfall um 60% im Energieverbrauch erreicht,“ sagt Christ zu einer der Verbesserungen der letzten Jahre. „Wir haben nun einen Energieverbrauch von weniger als 100 Watt pro Palette.“ Wie viel eine Firma wirklich spart, hängt von den gemachten Entscheidungen ab. „Manche Firmen möchten dicht am Wind segeln, andere stellen die Stabilität des Systems voran,“ zeigt er zwei Möglichkeiten auf. „Wir bewegen uns mit der Nachfrage des Konsumenten und passen das Produkt an. Darum haben wir vor ein paar Jahren unsere Technikabteilung an den Vertrieb weitergegeben.“



Zusätzlich zu energieeffizienten Installationen wird auf andere Kostenpositionen im Reifeprozess Acht gegeben, inklusive Reinigung und Wartung. Da nun Energiekosten wesentlich niedriger sind, wird es attraktiver diese Faktoren anzugehen. Interko forscht deshalb an der Anwendung von zum Beispiel antimykotischen Beschichtungen.



Die Reifung von Exoten ist Pionierarbeit
Die größten Bestellungen für Reifungskammern werden immer noch von Bananenreifereien aufgegeben. Die Reifung von Mangos, Avocados und Birnen erhält Zuwachs, aber ist immer noch Pionierarbeit, erklärt Chris. Für Bananen ist es zum Beispiel quasi der Standard eine Drei-Etagen-Reifungskammer zu bauen, wobei die Obergeschosse für Menschen unzugänglich sind. In den letzten Jahrzehnten wurde viel Wissen über die Reifung von Bananen gewonnen, so dass es nicht länger nötig ist, zu jeder Palette Zugang zu haben, um den Prozess zu überwachen. „Bei Exoten möchten Reifer in der Lage sein, alles zu überwachen, darum muss jede Palette zugänglich sein,“ erklärt Chris. „Als ein Exotenreifer möchte man sehen, was passiert.“ Chris erklärt, dass die Bananenreifung wie eine Eisenbahn ist. Die Systeme wurden auf eine Art entwickelt, dass es komplett bekannt ist, was an welchem Punkt der Reifung passieren wird. Die Reifung von Exoten ist mehr wie eine Autobahn. Man kann nach links oder rechts ausweichen und es gibt noch zufällige Dinge, die man während des Prozesses berücksichtigen muss. 



Wie gesagt, das ist unwichtiger für Bananen. Die Reifungssysteme sind so gut entwickelt, dass der Reifer nicht mehr länger ein Auge auf alle Paletten haben muss. Obwohl eine große Nummer der erfahrenen Reifer das pensionsfähige Alter erreicht, erwartet Chris nicht, dass Systeme den Reifeprozess komplett übernehmen werden. Er benutzt eine Metapher, um es zu erklären: „Wir liefern ein Auto mit allen Funktionen, aber wir geben keine Fahrstunden und das selbstfahrende Auto wurde noch nicht entwickelt.“ Trotzdem denkt er nicht, dass es überraschend wäre, wenn die Reifungssysteme in der Zukunft die Arbeit übernehmen würden. „Wenn wir ein Auto selbständig fahren lassen können, sollte das bei der Reifung auch möglich sein. Auf Straßen können Kinder aus Versehen vor ein Auto springen, aber die Reifung wird in einer kontrollierten Umwelt durchgeführt.“

Der europäische Sektor ist deutlich konsolidiert. Die Anzahl der kleinen Spieler sinkt weiter und weiter. „Dieses Jahr haben wir 150 Reifekammern für drei verschiedene Spieler in Deutschland gebaut,“ sagt Chris. „Effizienz ist knifflig, wenn es um eine kleine Mengen geht, und die Fluktuationen im Markt werden leicht bemerkt.“ Es gibt eine große Nachfrage nach Reifekammern im Ausland, vor allem in Asien. Die Herausforderung ist die Art und Weise, wie der Rest der logistischen Lieferkette entwickelt wird. „Wir können eine schöne Reifekammer bauen, aber wenn die Bananen dann in einem offenen Lastwagen transportiert werden, wäre das nicht hilfreich,“ sagt Chris. „Das ist knifflig, weil wir davon abhängig sind, wie sich der Rest der Lieferkette bewegt. Manchmal geht auch etwas in der Kette im Westen schief, aber wenn die Logistik gut ist, ist unser System eine wichtige Ergänzung zu der Qualität der Frucht.“

Mehr Informationen: 
Interko
Chris Maat

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