"Dieses Jahr ist der Preisanstieg enorm, mit manchmal 5 Cent pro Woche. Dies ist normalerweise pro Monat der Fall. Vor allem in den letzten Wochen stieg der Preis rasendschnell. Für den Verkauf war dies nicht beizubehalten und ist der Handel hierdurch nicht einfach", erzählt Gerard, der sich ein solches Knollenjahr nicht erinnern kann. "In den letzten Jahren hoffte man auf einen Preisanstieg ab Januar von ein paar Cents pro Monat, aber die Preisgestaltung war recht flach. Letzte Woche wurden schon sehr gute Feldfruchtpreise von 60 - 65 Cent erreicht und laut Spekulationen liegen die Preise der Knollen im Juli noch höher. Wenn das passiert, bekommen die Erzeuger Recht und muss der Handel mit höheren Preisen folgen. Ich persönlich denke, dass es momentan unmöglich ist, dass der Preis noch mehr ansteigt, aber das werden wir sehen. Ich bin sehr positiv und halte in der Zukunft einen weiteren Preisanstieg für möglich."
Viel Spekulationen
"Mitte April hatte ich durch die schnelle Preisgestaltung den Eindruck, dass wir uns bereits im Juni befinden, aber dann hat man noch eine Weile vor sich. Wir versuchen die Saison bis zum Ende hin gut durchzustehen, aber das Ende der Saison wird durch die neue Produktion bestimmt. Wenn der erste neue Knollensellerie aus Deutschland auf den Markt kommt, endet bei uns die Saison", sagt Gerard. Auf unsere Frage, ob es noch genug Lagerware gibt, antwortet er: "Es wird wohl noch so hier und da etwas gelagert sein, aber das weiß niemand mit Sicherheit zu sagen. Auf dem Gebiet wird viel spekuliert. Viele Erzeuger warten einen weiteren Preisanstieg ab, aber es gibt sicher auch einige die Ihre Chance vorbeigehen lassen und mit z. B. schlechten Partien auf den Markt kommen. Wenn es noch große Vorräte gibt, muss man das Produkt los werden und das kann den Preis negativ beeinflussen. Aber persönlich sehe ich dem Rest der Saison positiv entgegen."
"Die Qualität des Knollenselleries ist im Allgemeinen gut und besser als in den letzten Jahren." Laut Gerard ist das Angebot aus anderen Ländern begrenzt. "Es gibt noch tschechische Ware auf dem Markt, aber hierbei kann es sich nicht um große Vorräte handeln, denn sonst würden wir nicht so viel Export haben. Osteuropa zieht den Karren und dieses Jahr haben wir eigentlich mit einem strukturellen Nachfragemarkt zu tun."
Für mehr Information:
Gerard Breed
J.H. Wagenaar
Tolweg 7
1616 AT Hoogkarspel
Niederlande