Moody's: Russlands Importsubstitutionen funktionieren nur bei Nahrungsmitteln

Putin tauch während Besuch auf der Krim

Bei einem umstrittenen Besuch auf der Krim ging Präsident Putin auf den Grund des Schwarzen Meeres, um einen mittelalterlichen Schiffbruch zu betrachten. Kiew reagierte verärgert. Laut Russland ist es eine nationale Angelegenheit. Der Rubel erreicht einen neuen Tiefpunkt. Nach einer Phase der Erholung in der ersten Hälfte des Jahres sank der Wert der russischen Münze wieder. Moodys schreibt in einem Bericht, dass Russlands Ziel der Unabhängigkeit von Import nur für Lebensmittel funktioniert. Andere Bereichen, die sich auch auf die eigene Produktion konzentriert haben, wie z. B. Maschinenbau, profitieren nicht von den Maßnahmen. Russland eröffnet eine Berichtslinie um Schmuggler zu melden und, dass 15 Tonnen polnische Äpfel zerstört wurden.

 
Foto: www.Kremlin.ru

Putins umstrittener Besuch auf der Krim
Die politische Spitze Russlands besuchte die Krim. Dazu gehörten Premierminister Medwedew und Präsident Putin. Kiew reagierte wütend auf den Besuch der Krim, die laut Kiew noch immer zu der Ukraine gehört. Das russische Außenministerium reagierte laut Kiew mit Überraschung, da es laut Russland eine nationale Angelegenheit ist. Während des Besuchs betonte Putin die Bedeutung des Tourismus auf der Insel und ging in einem Tauchboot tief zum Grund des Schwarzen Meeres, um ein mittelalterliches Schiff, das vor ein paar Monaten entdeckt wurde, zu besichtigen. Er sagte auch gegenüber Journalisten, dass die Schuld für die Gewalt in der Ostukraine nicht bei den Separatisten liegt, sondern der Ukraine.

Rubel erreicht neues Tief
Die russische Münze hat einen neuen Tiefstand gegenüber dem Dollar erreicht. In den letzten sechs Monaten war der Rubel noch nie so niedrig. Nach der schnellen Abwertung im Dezember letzten Jahres gelang es der Münze sich in die erste Hälfte diesen Jahres zu schlängeln. Seit dem Beginn des Sommers hat die Münze ihren Wert wieder verloren. Der tatsächliche Wechselkurs ist ca. 65 Rubel für einen Dollar und fast 73 Rubel für einen Euro. Am tiefsten Punkt im Dezember waren 70 Rubel nötig um einen Dollar und rund 85 Rubel um einen Euro zu kaufen.

Moodys: Importsubstitution funktioniert nur für Lebensmittel
Laut dem globalen Makro-Outlook von Moody's, hat Russlands Importsubstitution an allen Seiten versagt, abgesehen von Nahrungsmitteln. Neben dem Boykott der Lebensmittel, der die russische Landwirtschaft fördern soll, hat die Regierung auch Maßnahmen getroffen, um die Abhängigkeit von Importen in der Industrie zu verringern. Moodys schlussfolgert, dass die russische Maschinenindustrie nicht von den Maßnahmen profitiert, im Gegensatz zu der Landwirtschaft. Ein Faktor ist, dass der Investitionszyklus in der Industrie länger ist, was bedeutet, dass es länger dauert, bis die Ergebnisse angezeigt werden.

15 Tonnen Äpfel zerstört 
Im russischen Staat Perm wurde eine Lieferung von Äpfeln zerstört. Die Äpfel kamen durch illegale Importe aus Polen nach Russland. Zöllner fanden die Lieferung in einem Verpackungslager in Izjevsk. Die 120 Kisten Äpfel wurden sofort zerstört.

Russische Berichtlinie für Schmuggler
Russland hat eine spezielle Berichtlinie, wo der illegale Import und Verkauf von verbotenen Waren aus dem Ausland gemeldet werden kann, eröffnet, berichtet die NFO in ihrem Newsletter auf der Grundlage von russischen Medien. Die "Hot Line" steht zwischen 9.00 und 18.00 Uhr unter 8 (985) 169-75-74 oder 8 (985) 169-75-77 zu Verfügung.

Weißrussland und der Boykott
In ein umfangreicher Artikel von Belarusdigest.com beschreibt Igar Gubarevich die Rolle von Weißrussland seit dem Boykott. Gerade nachdem Russland den Boykott im August vergangenen Jahres angekündigt hat wollte Belarus den Import nach Russland erhöhen. Die ersten Nachbarländer wie Polen, Litauen und Lettland wollten in Produktionsanlagen exportieren und den Export über Weißrussland nach Russland führen. Dies erwies sich als ein Weg voller Hindernisse. Schmuggel kam schnell in Gang und am Anfang wurde ein Auge zugedrückt. Nach einigen Monaten hat Russland aktiv begonnen dem Schmuggel entgegenzuwirken und Beanstandungen wurden öffentlich bekanntgegeben. Aber dies den illegalen Handel nicht beenden. Zwischen Januar und März dieses Jahres fanden sich 200 gefälschte Dokumente aus Weißrussland. Der Schmuggel wird auch von den Handelszahlen des Landes deutlich. Im vergangenen Jahr importiert das Land 208 Tonnen mehr Äpfel aus der EU und der Republik Moldau, der Export nach Russland hat sich um 198 Tonnen oder 142 % erhöht. Lesen Sie den ganzen Artikel über die Rolle von Weißrussland hier.


Moldawien will ein gutes Verhältnis zu EU und Russland
Der moldauische Premierminister Valeriu Strelets widerlegt die Kritik, dass das Land sich an Russland annähern wollte. Laut dem Premierminister des Landes bleibt der Fokus im Westen, aber auch ein gutes Verhältnis zu Russland soll beibehalten werden. Die Beziehung mit dem Westen nahmen letztes Jahr einen Schlag als ein Korruptionsskandal im Bankensektor ans Licht kam. Moldawien lud kürzlich den russischen Ministerpräsident Medwedew zum Besuch ein. Nach einer Zeit, wo Russland Produkte aus der Republik Moldau boykottiert, öffnet das Land langsam seine Grenzen für moldauische Produkte.

Polen am stärksten von Boykott getroffen
Laut dem russischen Zoll verlieren die boykottierten Länder bis zu $ 8 Milliarden pro Quartal. Polnische Exporteure sind am härtesten getroffen. Laut russischen Schätzung haben polnische Obst- und Nussexporteure $ 258 Millionen verloren. Laut Polen ist der Verlust $ 228,4 Millionen. Spanien ist der zweite mit einem Verlust von $ 181 Millionen, gefolgt von Griechenland mit einem Verlust von $ 103 Millionen. Spanien wurde beim Gemüse mit $ 154 Millionen am härtesten getroffen. Polen ist der zweite mit einer Menge von $ 121 Millionen.

Magnit nimmt neues Treibhaus in Gebrauch
Supermarkt Riese Magnit hat die zweite Phase des Baus eines Gewächshauskomplex in der Region Krasnodar Krai abgeschlossen. Der Komplex umfasst 83 Hektar. Die Erweiterung um 40ha des vorhandenen Gewächshauses hat im Oktober im vergangenen Jahr begonnen. Hauptsächlich Gurken werden im Gewächshaus angebaut, wobei 3 Hektar für andere Produkte reserviert sind.


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