Ankündigungen

Stellenbörse

Top 5 -Gestern

Top 5 -letzte Woche

Top 5 -im letzten Monat

Mikrobiologisches Risiko bei abgepackten Basilikum- und Korianderblättern in Belgien veröffentlicht

In den letzten Jahren steigt der Konsum frischer Kräuter in der kulinarischen Praxis, in westeuropäischen Ländern, so wie in Belgien. Der Großteil der frischen Kräuter wird roh verzehrt, nach dem Kochen als Dekoration hinzugefügt oder zum Würzen verwendet, wegen des unverwechselbaren Geruchs, Geschmacks, Aromas und der Farbe.

Heutzutage können Kräuter als vorgepacktes, geschnittenes Convenience-Produkt in den Läden gekauft werden. Und wie alle blättrigen Arten, die auf offenen Feldern draußen angebaut werden, sind auch sie anfällig für mikrobiologische Verunreinigung durch Krankheitserreger.

Wissenschaftler an der Ghent Universität (Belgien) haben die Verbreitung von Salmonellen spp., Shiga-Toxin produzierenden E. coli (STEC - mit Schwerpunkt auf Serotyp O157, O26, O103, O111, O145), generic E. coli und Coliformen auf abgepackten Basilikum- und Korianderblättern aus Belgien untersucht (in der Produktionssaison von Juni bis September), aus Israel und Zypern (während des ganzen Jahres). Zudem wurde die Relation zwischen dem Vorhandensein von enterischen Kranheitserregern auf Blätern von Basilikum und/oder Koriander und generic E. coli oder Coliformen als Indikatororganismen untersucht.

In der Zeit von Februar 2013 bis Januar 2014 wurden 592 Proben (25 g) frischen, abgepackten Basilikums (Ocimum basilicum) und Korianders (Coriandrum sativum) aus Belgien, Israel und Zypern auf ein mikrobiologisches Risiko untersucht.

Die Ergebnisse zeigten, dass Salmonellen in 10 von 592 Proben (1,7 Prozent; 5 Basilikum, 5 Koriander) entdeckt wurden. Zwei der Proben stammten aus Israel und acht aus Zypern. STEC war in 11 von 592 Proben (1,9 Prozent; 3 Basilikum und 8 Koriander) präsent, aufgrund des Nachweises von stx und eae Genen, in einer Probe aus Belgien, vier aus Israel und sechs aus Zypern. Kein STEC wurde durch Zellkulturtechnik isoliert, aber in drei Proben wurde ein Serotyp (O26, O103 oder O111) mit fast identischen eae-Varianten (? or ?) von PCR gefunden.

Generic E. coli wurde in 108 von 592 Proben gezählt, mit 55, 32 und 13 Proben, die jeweils zwischen 0–100, 100–1000 und 1000–10,000 cfu/g aufwiesen und 8 Proben mit mehr als 10,000 cfu/g. Coliformen wurden in allen Proben gezählt, mit variierenden Werten zwischen 1,6 und 7,5 cfu/g.

Weitere Statistiken zeigen, dass die E. coli Klasse (kategorisiert nach Klassen) stark in Zusammenhang mit dem Vorhandensein von Salmonellen oder STEC zusammenhing. Die Anzahl Coliformen hingen mit einem Vorhandensein von Salmonellen, nicht aber mit STEC zusammen. Die generic E. coli  Klasse ist ein besserer Indikator für die Präsenz von enterischen Krankheitserregern als Coliformen auf frischen Kräutern, aber die Beziehung zwischen E. coli und Salmonellen oder STEC war nicht stark genug, um einen Grenzwert für E. coli zu liefern, um die Lebensmittelsicherheit zu sichern (zum Beispiel keine Krankheitserreger präsent).

Forscher kommen zu dem Schluss, dass frische, blättrige Blätter wie Basilikum und Koriander aus verschieden Anbauregionen enterische Krankheitserreger enthalten und ein potenzielles Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen können. 

Die aktuelle Studie kann die Unternehmen, die mit frischen Kräutern handeln, mit objektiven Ergebnissen versorgen. Außerdem deckt sie einige Informationen zur Qualität und Sicherheit der Produkte auf, die nicht visuell überprüft werden oder zwingend auf Kundenbeschwerden zurückgeführt werden können und das trägt zur Prüfung der Lieferantenauswahl bei.

Darüber hinaus könnte es die aktuelle Produkteinheiten der Bauern in den Bezugsländern dazu zwingen, ihr eigenes System für Lebensmittelsicherheit zu untersuchen und zu verbessern. Die gesammelten Daten der Handelsunternehmen können dafür benutzt werden, ein Record Tracking der Produktkontrolle aufzubauen und Trends im Laufe der Zeit zu analysieren, um eigene GMP und HACCP Pläne zu prüfen und so am Ende das Ausliefern von sicheren Produkten an Kunden und Händler zu sichern.

Die Untersuchung erhielt Unterstützung vom EU FP7 Veg-i-Trade Grant agreement N. 244994. Die Ergebnisse der Studie sind seit dem 21. Mai hier erhältlich: 
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0168160515300076.

Quelle: Stefanie Delbeke, Siele Ceuppens, Liesbeth Jacxsens, Mieke Uyttendaele, 'Microbiological analysis of pre-packed sweet basil (Ocimum basilicum) and coriander (Coriandrumsativum) leaves for the presence of Salmonella spp. and Shiga toxin-producing E. coli', 2015, International Journal of Food Microbiology, Vol. 208, Seiten 11–18.

Contacts:
Mieke Uyttendaele
Laboratory of Food Microbiology and Food Preservation, Department of Food Safety and Food Quality
Faculty of Bioscience Engineering, Ghent University

Coupure Links 653, B-9000 Ghent Belgium
Email: mieke.uyttendaele@ugent.be (M. Uyttendaele)

Erscheinungsdatum:



Erhalten Sie den täglichen Newsletter in Ihrer E-Mail kostenlos | Klick hier


Weitere Nachrichten in dieser Branche:


Melden Sie sich für unseren täglichen Newsletter an um immer auf dem neusten Stand zu bleiben!

Anmelden Ich bin bereits angemeldet