VLAM nahm in diesem Jahr zum ersten Mal an der Macfrut in Rimini teil. Die Präsenz auf dieser Fachmesse für den Obst- und Gemüsesektor ist Teil der dreijährigen Werbekampagne für die Conference-Birne, die teilweise von der EU gefördert wird. Der Fokus liegt auf der Stärkung der Position bei Importeuren, im Einzelhandel und im spezialisierten Großhandel auf dem italienischen Markt.
"Mit dieser ersten Teilnahme wollen wir das Potenzial der Macfrut als Messe weiter untersuchen, woraufhin eine mögliche zukünftige Teilnahme evaluiert wird", erklärt Gert Van Causenbroeck von VLAM. "Das Feedback der vier teilnehmenden Exporteure war ebenfalls sehr positiv."
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Ein erster Rückblick sorgt bei Gert für Zufriedenheit. "Die ersten beiden Messetage sind positiv verlaufen. Am Stand waren vier Mitaussteller vertreten: Vergro, Devos-Wouter, Fresh Fruit Services und Elite. Darüber hinaus hatte auch BelOrta einen eigenen Stand neben dem VLAM-Pavillon", erklärt er. "Für uns war es die erste Teilnahme an dieser Messe. In der Vergangenheit haben wir zwar schon einmal Akquise betrieben, aber das ist schon eine ganze Weile her, noch bevor die Messe in Rimini stattfand. Für mich persönlich war dies mein zweiter Besuch, mit einer Pause von etwa zehn Jahren dazwischen. In dieser Zeit hat sich die Messe stark professionalisiert. Wir sind daher sehr zufrieden, dass wir hier dabei sein konnten."
"Nahezu alle relevanten Akteure sind vertreten, entweder mit einem Stand oder als Besucher", erklärt er, warum die Messe für die direkte Akquise sehr wertvoll ist. "Große Akteure und Einzelhändler haben oft einen eigenen Stand, während Importeure und Händler vor allem als Besucher kommen. Die Messe ist weniger international als die in Madrid oder Berlin, aber gerade deshalb sehr gut geeignet für diejenigen, die sich speziell auf Italien konzentrieren wollen."
Der B2B-Markt kennt die Conference mittlerweile
Die Unternehmen präsentierten auf der Messe also eine Vielzahl belgischer Produkte, doch im Rampenlicht stand eindeutig die Conference-Birne. "Und wir stellen fest, dass die Nachfrage nach Conference-Birnen wächst. Sie scheinen derzeit vor allem im Süden an Beliebtheit zu gewinnen. Die Verbraucher schätzen den Geschmack, der anders ist als das, was sie gewohnt sind. Während der Messe haben wir eine Werbekampagne mit Verkostungen organisiert, und das Feedback darauf war sehr gut. Auch die Qualität des Produkts wird in diesem Jahr als hoch empfunden. Im Norden ist man durch die eigene Produktion von Abate bereits besser mit Birnen vertraut, weshalb die Nachfrage derzeit vor allem aus Süditalien kommt. Diese Verteilung ist jedoch kein Problem. Sie bietet vielmehr Chancen, breiter auf dem Markt präsent zu sein."
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Außerdem haben sie auch den lokalen Großhandelsmarkt in Rimini besucht, was laut Gert eine wertvolle Ergänzung zur Messeteilnahme war. "Auf dem Großhandelsmarkt sehen wir, dass der Bekanntheitsgrad inzwischen wächst. Der wichtigste erste Schritt ist getan. Der B2B-Markt kennt das Produkt inzwischen. Jetzt gilt es, dies weiter auszubauen. Solche Besuche geben zusätzlichen Einblick darin, wie der Markt funktioniert und wo konkret Nachfrage besteht. Es bestätigt auch, dass der italienische Markt anders organisiert ist als beispielsweise nordeuropäische Märkte. Es besteht eine gewisse Zersplitterung, unter anderem aufgrund der geografischen Unterschiede zwischen Nord- und Süditalien und der Entfernungen dazwischen."
"Was außerdem auffällt, ist, dass es sich nach wie vor weitgehend um einen Binnenmarkt handelt. Andere europäische Länder sind mit eigenen Pavillons nur begrenzt vertreten. Südamerikanische Länder sind hingegen deutlich präsent, oft mit auffälligen Ständen rund um Produkte wie Avocados und Mangos. Auch afrikanische Länder zeigen sich. Konkurrenz gibt es also durchaus, sie manifestiert sich jedoch auf andere Weise als auf stärker international ausgerichteten Messen."
Belgischer Export nach Italien
© VLAMItalien wird zu einem immer wichtigeren Exportland für flämisches Obst und Gemüse. Vor allem bei Birnen sieht VLAM daher Wachstumspotenzial, aber auch für andere Produktkategorien nehmen die Chancen zu.
Italien gehört zu den Top 10 der belgischen Obst- und Gemüseexporte und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Bei den Frischobstprodukten schneiden Birnen in Richtung Italien sehr gut ab, mit 23.500 Tonnen im Jahr 2025. Eine Versechsfachung im Vergleich zu vor zehn Jahren. „Wir wissen, dass das mit den schwierigen Produktionsbedingungen zusammenhängt, die den italienischen Birnenanbau kennzeichnen. Auch Erdbeeren finden ihren Weg von Belgien nach Italien, was im Jahr 2025 etwa 450 Tonnen oder 2,9 Millionen Euro ausmacht.
Im Bereich des Gemüses werden vor allem Tomaten (12.000 Tonnen), Lauch (3.000 Tonnen) und Karotten/Rüben nach Italien exportiert. "Auch bei Chicorée, Knollensellerie und Kohl (wie Rosenkohl, Weiß- und Rotkohl sowie Kohlrabi) sehen wir Exporte von einigen hundert Tonnen. Auch andere Gemüsesorten gehen nach Italien, allerdings in geringeren Mengen (Paprika, Blumenkohl/Brokkoli, Zucchini, usw …)."
Bis 2027
Rechnet Gert damit, dass VLAM nach dieser ersten Teilnahme auch in den kommenden Jahren präsent sein wird? "Ich gehe davon aus, dass wir in den kommenden Jahren wieder zur Macfrut fahren werden. Unser Programm läuft bis einschließlich 2027, und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass wir nächstes Jahr erneut teilnehmen. Darüber hinaus investieren wir weiterhin in Werbekampagnen, Verkostungen und gezielte Besuche auf Großhandelsmärkten. Auf diese Weise wollen wir die aufgebaute Position weiter stärken und das Wachstum auf dem Markt sichern und ausbauen."
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Gert Van Causenbroeck
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