Nach 28 Jahren bei Naturland ist die Trennung von Steffen Reese als Geschäftsführer des Naturland e. V. nun auch formal vollzogen. Die Trennung erfolgt im gegenseitigen Einvernehmen. Naturland Präsident Eberhard Räder würdigte Reeses außerordentliches Engagement: „Steffen Reese hat die Entwicklung unseres Verbands zu einem der führenden Öko-Verbände in Deutschland und weltweit maßgeblich geprägt. Sein Einsatz für die ökologische Landwirtschaft und den fairen Handel war in vielerlei Hinsicht wegweisend."
Nach den Führungsquerelen im Jahr 2025, die am Ende auch zum Austausch eines Großteils der ehrenamtlichen Verbandsführung geführt hatten, zeigte sich Räder zufrieden, dass die Trennung von Reese als Geschäftsführer nun im gegenseitigen Einvernehmen und auf freundschaftlicher Basis gelungen ist. „Alles andere wäre unserem langen gemeinsamen Weg für den Öko-Landbau nicht gerecht geworden", unterstrich der Naturland Präsident.
© Naturland e.V.
Steffen Reese selbst betont: „Nach so vielen Jahren bei Naturland freue ich mich als Co-Managing Director des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) in Brüssel ein neues Kapitel aufzuschlagen. Es war mir eine Ehre, die Entwicklung des Verbands so lange begleiten zu dürfen. Die Herausforderungen des letzten Jahres haben gezeigt, wie wichtig Teamarbeit und klare Strukturen sind. Ich verlasse den Verband in freundschaftlichem Einvernehmen und wünsche Naturland weiterhin viel Erfolg bei der Weiterentwicklung des Öko-Landbaus und fairer Handelsbeziehungen."
Entwicklung von Naturland seit 1998 mitgestaltet
Steffen Reese begann seine Tätigkeit bei Naturland bereits im Jahr 1998, zunächst als Geschäftsführer des damaligen Regionalverbandes Süd-Ost sowie in der Folge der Naturland Beratung. Ab 2006 übernahm er dann die Geschäftsführung des Naturland e. V., der unter seiner hauptamtlichen Führung zum größten internationalen Öko-Verband entwickelt wurde.
Neben der regionalen Weiterentwicklung des Öko-Landbaus lag ein besonderer Schwerpunkt von Reeses Wirken in der Internationalisierung von Naturland mit der Etablierung nachhaltiger Wertschöpfungsketten und fairer Handelsstrukturen – in Teilen mithilfe geförderter Entwicklungsprojekte. Reese repräsentierte Naturland überdies in zahlreichen Organisationen, darunter IFOAM (International Federation of Organic Agricultural Movements), BÖLW (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft), FiBL (Forschungsinstitut biologischer Landbau in Deutschland), FFH (Forum Fairer Handel), PAN (Pestizid Aktions-Netzwerk Deutschland), Bio mit Gesicht GmbH und Regionalfenster e.V.
Weitere Informationen:
www.naturland.de