Der Kürbis hat sich in den vergangenen Jahren einen festen Platz in den italienischen Obst- und Gemüseregalen erobert. Was einst ein Saisonprodukt war, ist nun das ganze Jahr über erhältlich. Es ist eine Verschiebung, die tiefere Wurzeln in sich wandelnden Essgewohnheiten hat.
"Wir beobachten ein anhaltendes Wachstum der Nachfrage, nicht nur im Herbst, sondern das ganze Jahr über", erklärt Alessandro Busanelli von Lo Casto. "In den letzten zwei bis drei Jahren gab es einen regelrechten Boom: von etwa 80 Tonnen im Jahr 2021 auf 500 bis 600 Tonnen pro Jahr. Das ist ein struktureller Wandel im Ernährungsverhalten."
Diese wachsende Nachfrage zwang die Unternehmen dazu, ihre Beschaffung zu überdenken und für ein konstantes Angebot zu sorgen. Lo Casto greift dafür auf ein gut ausgebautes Netzwerk von Lieferanten und Importeuren zurück. In Zeiten begrenzter nationaler Verfügbarkeit stammt das Produkt vor allem aus Portugal, Ägypten und Südafrika.
© Lo Casto
In diesem Zusammenhang ist auch das erneute Interesse am späten Butternusskürbis aus Venetien zu sehen. "Es ist in mehrfacher Hinsicht ein strategisches Produkt", betont Busanelli. "Er sieht gut aus – und das wird in unserer Branche immer wichtiger – und die Geschmacksqualität ist hoch: intensiv orangefarbenes Fruchtfleisch, süß und delikat im Geschmack."
Das Aussehen bleibt ein entscheidender Faktor beim Verkauf. Verbraucher kaufen mit den Augen, vor allem im Supermarkt, wo eine gleichmäßige Form, eine einheitliche Farbe und eine makellose Schale direkt darüber entscheiden, wie schnell ein Produkt aus dem Regal verschwindet. "Eine gute Nachbehandlung, von der Reinigung bis zum Bürsten, verleiht dem Produkt mehr Ausstrahlung."
Kürzere Lieferkette, schnellere Lieferung
Der Butternusskürbis aus Venetien bietet auch einen logistischen Vorteil. Die kurze Lieferkette senkt die Transportkosten – heute ein heikler Punkt aufgrund der höheren Kraftstoffpreise – und ermöglicht eine schnelle Lieferung. "Wir sprechen hier von einem Produkt, das oft innerhalb von 24 Stunden geliefert wird, mit allen damit verbundenen Vorteilen in Bezug auf Frische", sagt Busanelli. Importierte Kürbisse erfüllen zwar hohe Qualitätsstandards, doch die längere Transportzeit kann die Haltbarkeit und Festigkeit beeinträchtigen. Der Anbau in Venetien garantiert dank direkter Kontrolle der Lieferkette ein kompakteres Fruchtfleisch und eine gleichmäßigere Qualität.
Größenverteilung als kommerzieller Hebel
Auch die Verfügbarkeit in verschiedenen Größen spielt eine Rolle. "Mittlere und kleine Größen sind ideal für den Supermarkt und den traditionellen Einzelhandel, während größere Größen ihren Weg in die Verarbeitungsbranche finden, wo ein höherer Ertrag gefordert ist", erklärt Busanelli.
© Lo Casto
Später in der Saison – im April – nimmt das Angebot der gängigen Größen (1,2 kg+ und 3 kg+) ab. Deshalb setzt Lo Casto nun auf kleinere Größen zwischen 800 Gramm und 1,2 kg, die auch bei Großhändlern gut ankommen. "So können wir den Absatz verlängern, ohne Abstriche bei Qualität oder Optik zu machen."
Bio: ein Mehrwert, aber kein entscheidendes Argument
Bio ist präsent, bestimmt aber bisher nicht den Markt. "Im Großhandel ist es noch nicht der wichtigste Kaufgrund, aber die Erwähnung ist dennoch wertvoll, denn sie würdigt die Arbeit des Erzeugers", so Busanelli.
Mit Zierkürbissen und saisonalen Sorten, die mit bestimmten Anlässen verbunden sind, gibt es auch für die Zukunft noch Chancen. "Eine Bestätigung dafür, dass dieses Produkt, das einst streng saisongebunden war, heute zu einem strategischen Aktivposten für den gesamten Obst- und Gemüsesektor geworden ist", schließt Busanelli.
Weitere Informationen:
Lo Casto Srl
Piazzale Salvador Allende, 2
40064 Ozzano dell'Emilia (BO) - Italien
Tel: +39 051 0224360
[email protected]
www.ortofruttalocasto.it