Die Saison der süditalienischen Zitronen aus Rocca Imperiale, die unter der Marke Limorè vermarktet werden, hat zwei Gesichter: klimatische Herausforderungen einerseits, starke Absatzzahlen andererseits. Der Markt reagiert mit anhaltender Nachfrage und hohen Preisen, auch weil der Druck aus Spanien nachlässt.
Dennoch hat die geopolitische Lage die Exportströme erheblich durcheinandergebracht. Die Mengen nach Japan sind zurückgegangen und die Routen in den Nahen Osten liegen still, wodurch sich der Absatz auf den europäischen Markt konzentriert. Die Saison wird voraussichtlich Mitte Mai vorzeitig enden, da der Ertrag pro Baum um 30 % zurückgegangen ist, was auf eine schlechte Fruchtbildung infolge heftiger Regenfälle im vergangenen Frühjahr zurückzuführen ist.
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"Von der 700 Hektar großen Anbaufläche wurden etwa 20 % vom Hagelsturm am 1. April getroffen. Dies betrifft ausschließlich die Zone Colfari, wo der Schaden an den Früchten auf etwa 70 % geschätzt wird", erklärt Pietro Buongiorno, Vorsitzender des Consorzio di Produttori di Limoni Associati di Rocca Imperiale. "Die übrigen 80 % der Ernte blieben unversehrt. Derzeit haben wir drei Viertel der Saisons hinter uns. Das Ausbleiben übermäßiger Regenfälle im Oktober und November hat sich positiv auf die Endqualität ausgewirkt."
Preise deutlich höher als im Vorjahr
Diese Saison schneidet sowohl hinsichtlich der Mengen als auch hinsichtlich der finanziellen Erträge deutlich besser ab als die letzte. Die Durchschnittspreise liegen 15 bis 20 % höher. "Die Wettbewerbslage ist günstig: Spanien, der Hauptkonkurrent, hat kaum Angebot, was den Marktdruck stark verringert. Die Türkei spielt eine marginale Rolle mit deutlich geringeren Mengen als im Vorjahr", betont Buongiorno.
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Das Unternehmen, das seit etwa sieben Jahren tätig ist, setzt seinen strategischen Wachstumsplan mit einer Aufteilung von 70 % Export und 30 % Inlandsmarkt fort.
Geopolitik ordnet die Exportrouten neu
"Die internationalen Spannungen haben die etablierten Handelsrouten grundlegend gestört. Unsere wichtigsten Exportmärkte sind derzeit Deutschland, Frankreich, Belgien, die Niederlande, das Vereinigte Königreich, Norwegen und Japan. Nach Japan sind die Volumina seit Kriegsbeginn um mindestens 40 % gesunken, vor allem aufgrund der Verdopplung der Transportkosten. Die Vereinigten Arabischen Emirate, die etwa 25 % unseres Gesamtumsatzes ausmachen und wo wir Vertretungen in Dubai und Abu Dhabi haben, sind derzeit vollständig blockiert, weil Lieferungen dorthin schlichtweg nicht möglich sind", schließt Buongiorno.
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Weitere Informationen:
Consorzio di Produttori di Limoni Associati
Contrada Mantice snc
87074 Rocca Imperiale (CS) - Italien
Tel: +39 349 4694903
[email protected]
www.limore.it