"Ostern ist auf dem Erdbeermarkt nach wie vor ein wichtiger Meilenstein für den Start der niederländischen Saison. Im Vorfeld der Feiertage kommt es daher immer zu einem Mangel an Erdbeeren", erzählt Boudewijn van der Wal von Dutch Berries aus Zuilichem. "Derzeit starten wir in die Elsanta-Saison, die früher eigentlich die Standardsaison war. Aber wir haben bereits einige Wochen lang Ernte von remontierenden Sorten hinter uns und konnten damit insbesondere die Kunden in Norwegen gut mit ihren Erdbeeren versorgen."
© Arlette Sijmonsma | FreshPlaza.de
Den Anstieg der immertragenden Sorten bezeichnet der Erzeuger als großen Vorteil. "Das ermöglicht es uns, viel gleichmäßiger zu produzieren und damit den Einzelhandel mit besseren Sortimenten zu versorgen und ein zuverlässiges Produkt zu liefern. Im April und Mai werden wir zwar immer noch zusätzliche Ernten haben, aber ansonsten wird der Erdbeeranbau zunehmend zu einem ganzjährigen Prozess, in dem wir kontinuierlich liefern können. Dank der gleichmäßigeren Ertragsmuster können wir den Markt auch mit größeren Mengen versorgen. Mit den optimalen Anbaubedingungen sind wir zudem in der Lage, ganzjährig anzubauen. In diesem Jahr hatten wir eine Lücke von drei bis vier Wochen."
Herausforderungen gibt es jedoch auch reichlich, und es sind vor allem die gestiegenen Energiepreise, die Boudewijn Sorgen bereiten. "Wenn sich dieser Anstieg fortsetzt, wird der Winteranbau von Erdbeeren deutlich schwieriger werden. Die Kosten steigen derzeit stark an. Die aktuelle Preisgestaltung ist sicherlich ein Preis, zu dem wir die Erdbeeren verkaufen können, aber kein Preis, mit dem wir den Anbau weiterentwickeln können, denn der aktuelle Erdbeerpreis steigt nicht im gleichen Maße wie die Kosten, und das setzt den Markt doch ziemlich unter Druck."
-09.jpg?preset=ContentFullSmall)
"In Bezug auf den Anbau rechnen wir mit einer guten Saison und die Erwartungen sind positiv", fährt Boudewijn fort. In dieser Saison wurde die Anbaufläche für Gewächshauserdbeeren von Dutch Berries ein wenig erweitert, sodass die Gesamtfläche nun 40 Hektar beträgt. "Wir konzentrieren uns vor allem auf die Optimierung des Anbaus, wobei insbesondere die Energiewende die nötige Aufmerksamkeit erfordert. Ich glaube, dass es Raum für ein vorsichtiges Wachstum der Anbaufläche für Gewächshauserdbeeren gibt, aber die Vergangenheit lehrt uns, dass es sofort zu Preisdruck kommt, wenn kurzfristig zu viel angepflanzt wird."
Weitere Informationen:
Boudewijn van der Wal
Dutch Berries
[email protected]
www.dutch-berries.com