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Frankreich:

'Morchelsaison durch außergewöhnliches Wetter gestört'

Cham B, 2021 von Kai und Frédéric Barge gegründet, wächst weiter und erweitert sein Sortiment in diesem Jahr um den Braunen Kräuter-Seitling (Pleurotus eryngii). Langfristig will das französische Unternehmen den Anbau weiter diversifizieren und dabei ein hohes Qualitätsniveau beibehalten, unterstützt durch neue Investitionen.

© Cham B

Brauner Kräuter-Seitling reagiert auf wachsende Marktnachfrage
Nach Shiitake, Austernpilz und Morchel richtete Cham B seinen Blick auf eine neue Sorte. Im September 2025 startete das Unternehmen eine Testproduktion von Pleurotus eryngii-Substraten. "Nach einer Inkubationszeit von etwa 40 Tagen kam die erste Ernte auf den Markt", erzählt Kai Barge. Obwohl die Mengen noch begrenzt sind, lieferte die Testphase wertvolle Erkenntnisse. "Die Qualität wurde von den Kunden gut angenommen, was das Wachstumspotenzial dieses Pilzes bestätigt." Die Markteinführung ist Teil einer umfassenderen Innovationsstrategie und eine Antwort auf eine steigende Marktnachfrage.

"Wir haben bei unseren Kunden – insbesondere in der Gastronomie und in Fachgeschäften – ein wachsendes Interesse an Pilzsorten mit höherer Wertschöpfung festgestellt. Der Braune Kräuter-Seitling mit seiner festen Textur und seinem fleischartigen Geschmack entspricht diesem Bedarf perfekt." Darüber hinaus ermöglicht diese neue Zucht dem Unternehmen, seine Abhängigkeit von klassischen Sorten zu verringern.

"Diversifizierung ist ein zentraler Bestandteil unserer Wachstumsstrategie"
Cham B möchte diesen Kurs fortsetzen. "Diversifizierung ist ein zentraler Bestandteil unserer Wachstumsstrategie", betont Kai Barge. Verschiedene Ansätze werden bereits geprüft, darunter Pilze mit hoher Wertschöpfung wie exotische oder funktionelle Sorten, die auf die wachsende Verbrauchernachfrage nach gesunden, gastronomischen und natürlichen Lebensmitteln eingehen. "Unsere Priorität bleibt jedoch, die Produktionszyklen vollständig unter Kontrolle zu haben, bevor wir die Produktion hochfahren. Wir gehen also Schritt für Schritt vor, mit Testphasen und Marktvalidierung."

© Cham B
Frédéric und Kai Barge

"Die Pilzbranche wird anspruchsvoller und stärker segmentiert"
Die Pilzbranche bleibt insgesamt dynamisch, wird aber gleichzeitig anspruchsvoller und stärker segmentiert. "Wir sehen eine stabile bis leicht wachsende Nachfrage, angetrieben durch Ernährungstrends wie pflanzliche Produkte, kurze Lieferketten und gesunde Ernährung, aber auch zunehmenden Preisdruck, vor allem bei Standardsorten", erklärt Kai Barge. Bestimmte Segmente entwickeln sich jedoch gut. "Differenzierte Produkte in Premiumqualität oder mit einer erkennbaren Anbaugeschichte – lokal, nachhaltig, kontrolliert – wachsen weiterhin stark." In diesem Zusammenhang schärft Cham B seine Positionierung. "Die Herausforderung besteht nicht nur darin, mehr zu produzieren, sondern auf Segmente mit höherer Wertschöpfung zu setzen."

© Cham B

Morchelsaison durch außergewöhnliches Wetter gestört
Die Morchelsaison sollte inzwischen in Gang kommen. "Das Myzel wurde Mitte November ausgesät, gefolgt von einer Anzucht auf zwei Hektar Anfang Dezember", so Kai Barge. Die Saisons wurden jedoch durch extreme Wetterbedingungen erheblich beeinträchtigt. "Ab Februar gab es in der Charente anhaltenden Starkregen, wodurch die Parzellen überflutet wurden. An einem bestimmten Punkt dachten wir, die gesamte Jahresproduktion sei verloren." Entgegen allen Erwartungen wendete sich das Blatt, nachdem das Wasser Ende Februar zurückging. "Ab Mitte März zeigte sich auf den Parzellen ein dichtes Wachstum junger Morcheln." Dennoch ist weiterhin Vorsicht geboten. "Der Morchelanbau bleibt stark vom Klima abhängig, wie diese Saison einmal mehr gezeigt hat. Wir sind daher vorsichtig, was die endgültigen Mengen angeht."

© Cham B

Investition in kontrollierte Anbaumodule
Bereits im vergangenen Jahr eröffnete Cham B eine eigene Substratwerkstatt, um die Qualität von A bis Z in eigener Hand zu behalten. Nun möchte das Unternehmen einen Schritt weitergehen, auch um den immer unberechenbareren Wetterbedingungen besser standhalten zu können. "Diese jüngsten Erfahrungen haben unseren Entschluss bestärkt, auf kontrolliertere Anbausysteme umzusteigen." Konkret plant Cham B, in die Modernisierung seiner Infrastruktur zu investieren, unter anderem durch die Installation kontrollierter Anbaumodule. "Diese Anlagen sollen die Produktion vor Klimarisiken schützen und gleichzeitig eine konstante Qualität gewährleisten."

Das Unternehmen ist bereits fest auf dem französischen Markt etabliert und möchte nun neue Partnerschaften mit Distributoren, Großhändlern und Akteuren der Gastronomie auf europäischer Ebene aufbauen.

Weitere Informationen:
Kai Barge
Cham B
Lieu dit 'L'échalote' (Die Schalotte)
152 Rue Du Pic Vert
16130 Juillac-Le-Coq
Tel.: +33 9 77924028
Port. : +33 7 61615857
[email protected]
chambfrance.com

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